von Miamar » Di 29 Nov, 2011 17:12
Die Hälfte unseres Lebens besteht aus Erinnern. Nur ist die Erinnerung, so sicher und geborgen sie auch scheint, oft nicht gleich der Wirklichkeit, die war, also jetzt Vergangenheit ist.
Ich finde gut, dass dein Gedicht das miteinschließt. Da ist viel Wahrheit drin- Bauch voll scheiße.
Am meisten mag ich das vom Frieden geblendet sein. Das ist so herrlich schön sarkastisch!
Den letzten teil- da weiß ich nicht, ob ich das richtig verstehe, wobei es da wohl kein "richtig" in dem Sinne gibt. Wobei mich interessiert, wie das von dir gemeint ist. Ich verstehe darunter, dass all der Mist auch Muße zum Schreiben war. Eine eigene in der verhassten, unvollständigen Welt bauen, in der man das konstruieren kann, wonach man sich sehnt, was man aber in der Realität nicht finden kann. Einen Ausweg gibt es immer, und wenn man ihn erst bauen muss.
Steckt da also auch das gegenwärtige nicht-mehr-schreiben-können drin?- Der Schreiber hat ausgeschreiben, weil die Muße, die innerer Bedrängung fehlt, weil nicht mehr genug Scheiße da ist?!
Lieben Gruß