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herbst

BeitragVerfasst: Fr 06 Nov, 2015 16:30
von rivus
herbsteln

was fällt euch dazu ein?

Re: herbst

BeitragVerfasst: Mo 05 Sep, 2016 16:07
von Wagen1
Hallo rivus,

das erste, was mir dazu einfällt wäre diese Frage: Hast du das selbst erstellt?
Bald ist ja auch wieder Herbst und ich freue mich schon darauf wieder Herbstfotos zu schießen :)

Interessierst du dich auch für Fotografie?

LG

Re: herbst

BeitragVerfasst: Mi 07 Sep, 2016 12:44
von rivus
hallo Wagen1,
das ist ein fundstück, leider nicht von mir. //

ich bin ein "augenmensch", aber kein fotograf. allerdings nutze ich ab und an die fotofunktion meines handy's ;) ... //

vielleicht findest du ja ein paar worte zu diesen herbstmovies?


Lg, rivus

Re: herbst

BeitragVerfasst: Do 08 Sep, 2016 18:27
von rivus
Und koste
im Blätterschwarm das ewig Sehnsüchtige
es lebt im Wind ... nestelnd
oder sich aufraffend, immer mit Heimweh
- oh Knisterbühne unsrer Suche! - tanzend
für die Stunden der Paarung gestaltet
das Windspiel unser Bett
kein jüngster Tag.

Re: herbst

BeitragVerfasst: Mi 14 Sep, 2016 13:51
von Wagen1
Hallo rivus,

würdest du es näher erläutern? Ich sehe darin die Verbrindung vom Herbst zum menschlichen Leben. Hattest du diesen Gedanken als du die Strophe verfasst hast?

LG

Re: herbst

BeitragVerfasst: Do 15 Sep, 2016 11:17
von rivus
hallo Wagen1,
ja, ich verband das herbstliche, noch lebendige, noch zu kostende mit den hoffnungen und sehnsüchten von menschen. das herbstliche stößt und stupst uns an und die vielen winde des herbstes helfen uns zu finden, was wir bislang noch nicht gefunden haben. die paarung von menschlichem leben und sehr irdischem herbst lockt und bietet zugleich etwas behausendes, wenn man sich dem herbstlichen, all seinen stunden, mit gefühlen und sinnen öffnet und sich darin betten kann. hier kann kann man alle gefühlsamplituden finden! die bühne des herbstes offeriert uns außerordentliche tiefgefühle. das limbische kann uns in die pulkformationen der nach süden schwärmenden heben, als auch die bodenhaftung verstärken, die das besonders kostbare menschlichen lebens, vergehens, schwärmens und seßhaft werdens, das fühlen und drängen von eros und thanatos vertieft. aber das uns so behausende und erschließende kann uns schnell verlassen und ins unbehauste bringen, was sich im herbst, besonders wohl in seinen kontrastvollen licht- und dunkelmomenten noch mehr in die gemüter ausprägt. wir spüren das cezanne'sche "beeile dich, alles verschwindet" so stark, so wesensverwandt, wenn wir davon kosten. darum sollten wir uns den verlockungen des herbstes hingeben und seine wunderbaren, aber auch schaurigen und geheimnisvollen facetten genießen.

lg
rivus

Re: herbst

BeitragVerfasst: Mo 26 Sep, 2016 12:27
von Alcedo


Luftzug im trockenen Herbst


Steht ein Blatt im Luftzug auf,
lässt es sich gleich fallen,
dreht sich um im Blättermeer,
schunkelt auf der Unterseite,
andre schlurfen in die Weite,
eines fällt hinzu ins Leer:
knisterndes Gefallen.
Du, mein Tod, du hebst dich auf,
lautloser von allen.

Re: herbst

BeitragVerfasst: Fr 24 Mär, 2017 21:59
von rivus
das ist wunderschön beschrieben lieber alcedo

Re: herbst

BeitragVerfasst: Do 11 Mai, 2017 10:29
von Jelena
Alcedo, ich schließe mich rivus an. Gefällt mir außerordentlich gut. Ach, das Herbstgedicht! Mit Jahreszeitendichtung kann man so schön experimentieren!