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Die Nazizeit und das heutige Deutschland

Beitragvon Gast » Sa 22 Mär, 2014 14:21


Zur Nazizeit waren systemkritische Äußerungen geduldet. Die Menschen durften Scherze über Hitler und die Regierung machen und ihrem Unmut über die politischen wie wirtschaftlichen Verhältnisse Ausdruck verleihen.
Millionen von Menschen hörten Propagandasender aus England und Amerika. Doch nur eine Handvoll Menschen wagte es den Völkermord an den Juden, die Existenz von Konzentrationslagern anzusprechen. . Der Genozid an den Juden war kein Geheimnis, das lässt sich heutzutage ohne jeden Zweifel handfest belegen.
Heutzutage ist es nicht anders. Ein jeder weiß dass Farbige und Zigeuner in diesem Land schwer benachteiligt sind. Wer das leugnet ist ein Vieh.
Dennoch die Gesellschaft schaut lieber hinauf zu den erbarmungslosen Politikern und kritisiert sie, ganz wie es die Menschen in der Nazizeit getan haben. Ich als Transnationalist, der es in Deutschland nie schwer hatte, mache mir dennoch große Sorgen. Ich verstehe nicht wie man sich einem solchen Thema entziehen kann. Bis heute ist die Nazizeit nicht wirklich aufgearbeitet. Einen differenzierten Blickwinkel auf diese Zeit gibt es erst seit den neunziger Jahren. Der Schulunterricht yu dem Themea ist in Deutschland mehr oder weniger ein schlechter Witz.
Die Behauptung dass man mit dieser Zeit abschließen sollte, da ja so viel Zeit vergangen sei, ist gefährlich und verurteilungswürdig. Jeder der sich auf angemessene Weise mit dem Thema beschäftigt hat weiß, dass noch lange nichts aufgearbeitet ist, dass es immer noch einflußreiche Strukturen in unserer Gesellschaft gibt, welche eine Terrorherrschaft begünstigen. Und das sind bestimmt keine Politiker.
und nicht zuletzt gibt es Farbige, Zigeuner und Flüchtlinge in unserer Gesellschaft, die sogar rechtlich benachteiligt sind, gesellschaftlich nicht anerkannt werden und es viel schwerer haben als andere Menschen hierzulande.
Nein, wir hallten transatlantische Abkommen, Steuerhinterziehung, Amerika und Russland, Kriege die wir im nahen Osten austragen, Fukushima und Klimawandel für Themen, über die man sich aufregen sollte. Dass eine hat nichts mit dem anderen zu tun sagt der durchschnitts leser nun. Ihm sei gesagt, Man kann sich nicht [ber mehrere Dinge gleichzeitig aufregen. wo wir unsere Wahrnehmung ansiedeln liegt in unserer Hand, wo wir die Skandale sehen ebenso.
Dass k;nnen weltbedeutende, spannende Themen sein. oder man schaut sich mal vor seiner Haustuere um und dann sieht man viele Schlupfwinkel, in denen die Unmenschlkichkeit ohne weiteres Einzug erhalten k;nnte, oder bereits Einzug erhalten hat. Auf rein gesellschaftlicher Ebene unabh'ngig von Wirtschaft und Politik. Dort liegt die eigtl Verantwortung und sie wird nicht zureichend gewahrt.
Darum mache ich mir große Sorgen.
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Re: Die Nazizeit und das heutige Deutschland

Beitragvon knistern » So 23 Mär, 2014 18:07


Hier sind wir bei Schrägperspektiven, Unwahrheit, Gutmenschentum und political korrektness.
Punkt eins: Was die Freizügigkeit der Äusserung im dritten Reich angeht, so steht hier blanker Unsinn.
Mein Lieber Senator, lies einmal nach bei Werner Finck !!

Alles Andere ist ebenso richtig wie falsch.
Niemand würde je bestreiten dass es in der Welt Böses gibt. Niemand bestreitet auch, dass jederman bemüht sein soll diesem entgegen zu treten.
Die Verallgemeinerung, Farbige und Zigeuner betreffend ist eben eine Solche. Nichts sonst. Und das ist mir zu wenig und zu billig.
Ich habe kein Talent dazu, pausenlos unglücklich zu sein weil es auf der Welt Ungerechtigkeit und Benachteiligungen gibt. Ich bin auch damit überfordert dies ALLES ändern zu wollen.
Solange sich nicht jederman bemüht Kants kategorischen Imperativ zu befolgen bzw. anzustreben, müssen wir uns damit abfinden, dass es auf dieser Welt Ungerechtigkeit, Habsucht, Neid und Verlustängste gibt. Und dies nur in Nationalismus und Rassismus zu suchen, ist ein sehr verkürztes Denken.
Also bemühe ich mich meinem persönlichen Umfeld gerecht zu werden - das ist schwierig genug. Und eben drum - genug.
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Re: Die Nazizeit und das heutige Deutschland

Beitragvon tortenlover » So 23 Mär, 2014 20:25


Hallo,

ich hatte gehofft, der Anfang wäre ein grob ironisch verzerrter Einstieg in irgendeine satirische Gesellschaftskritik. Immer erstaunter wurde ich dennoch, als deutlich wurde, dass das dein Ernst ist. Da halt ichs mit knister: blanker Unsinn.

Natürlich stimmt, was du sagst: dass Dinge, worüber sich aufzuregen lohnt, direkt vor unserer Haustür sind. Und dass man sich über mehrere Dinge gleichzeitig aufregen kann. Auch über weiter entfernte Umstände.

Allerdings erweckt dein Text den Eindruck, nur die internen Integrationsprobleme unserer Gesellschaft seien die wahren Probleme. Das sehe ich jedoch anders. Viele sehr unterschiedliche Probleme verdienen gleichermaßen Beachtung. Nur interne Probleme bezüglich Integration und Fremdenfeindlichkeit zu beachten, ist zu wenig.

lg
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Re: Die Nazizeit und das heutige Deutschland

Beitragvon Gast » Mo 24 Mär, 2014 16:51


Nennt mir bitte einen weiteren gesellschaftlichen misstand der die beachtung von seiten des einzelnen verdient.
Im übrige habt ihr recht mein text liest sich behindert doch kein
Historiker auf der ganzen welt würde bestreiten, dass es im 3. Reich gang und gebe
War sich über politische represäntanten lustig zu machen und vor allem,
Dass dies bis zu einem gewissen grad bewusst von der regierung und
Gestapo geduldet wurde.
Dass du dies nicht weisst knistern ist verständlich das liegt an deinem alter,
Daran dass du geistig unflexibel geworden bist wenn ichdas recht sehe berufst du dich tatsächlich, hinsichtlich eines gesellschaftspolitischen themas auf einen kabaretisten?
Ich erkenne an dass ich schraegperspektiven und gutmenschentum erlag. Doch wuerdest du auch anerkennen dass deine einstellung ueber die nazizeit, in den letzten 20 jahren nicht groß verändert hat?
Wie gesagt, ich habe nur die meinung der zeitgenössischen holocaustforschung wiedergegeben, "blanker unsinn" ist da ein fehlurteil, herr gerichtsreporter, aber auch das erkennst du sicher nicht an, oder etwa doch?
Zuletzt geändert von Gast am Mo 24 Mär, 2014 17:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Nazizeit und das heutige Deutschland

Beitragvon knistern » Di 25 Mär, 2014 16:36


Mein lieber Senator,
ich gestehe, dass ich als 70-Jähriger nicht aktiv das III. Reich erlebt habe. Aber gerade ein Kabarettist (wobei Werner Finck sehr viel mehr war) ist ein schlagender Beweis für die Möglichkeit bzw. die Unmöglichkeit sich über die zeitgenössische Infragestellung der herrschenden Klasse lustig zu machen. Und/oder die Folgen zu ertragen.
Ich habe mich gründlich mit der Thematik Nationalsozialismus beschäftigt - zumal gerade meine Eltern-Generation Zeitgenossen, Mitläufer, Täter und Opfer waren.
Es sollte Dir nicht entgangen sein - sofern Du Dich mit der Original- und nicht nur mit der zeitgenössischen Sekundärliteratur beschäftigt hast, dass die "Duldung" von Komik und Widerspruch fast ausschließlich der Ausspähung von anderen, weiteren "subversiven Elementen" gedient hat.
Der Nationalsozialismus war, ist und wird in Zukunft immer mörderisch und böse sein.
Gruß
Knistern
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Re: Die Nazizeit und das heutige Deutschland

Beitragvon Gast » Di 25 Mär, 2014 17:51


Helden wie der von dir genannte Mensch wurden verfolgt. "Gewöhnliche Deutsche" hingegen die sich englishes radio wie bbc angehört haben, mussten keine gefahr fürchten. Solange man nicht vor einem größeren personenkreis gewitzelt hat, war es legitim und vor allem gang und gebe, es haben sich nur die wenigsten getraut, millionen von deutschen haben wohl bbc gehört.

Entschuldige bitte dass ich mich wieder mal auf das feld persönlicher beleidigungen begeben habe.
Dass du nicht darauf anspringst zeugt von weisheit

der senator
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