Lyrik rund um das Thema Liebe

Das Wolkenbett

Beitragvon MaxDuMich » Mo 09 Mär, 2009 11:59


"Die Kühnheit will ich hier verschlingen
Sprächest du und wie von Sinnen
Trag ich dich ins Wolkenbett
Die Pore des Körpers zu achten
Mein trauriges Selbst im Nehmen zu schlachten
Zu viel Schönheit ergibt keinen Verdruss
Sondern das Vermächtnis der Gier
Pflanzt seine grausigen Werke ein
Und wollüstige Phrasen
Entwinden sich dem blutigen Finger
Schaffe, schaffe, spräche es dem Herz
Und nichts sonst vermag es zu tun
Hinfort mit jedem vernünftigen Einwand
Ich kann nur preisen, niemals ruhen
Was vergießt sich hier am Bette
Blutrot das Innerste meiner Seele
Drück ich es hervor, nach Außen
Und eine Krankheit ergibt ihren Sinn
Die Angst, die Angst, träfe sie mich einmal
So gäbe es doch nur dich"
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Re: Das Wolkenbett

Beitragvon MaxDuMich » Di 10 Mär, 2009 11:37


Dann stoß dich ruhig daran. Ich schreibe jedes meiner Gedichte in 2 Minuten. Ich habe keinerlei Absichten während der Verfassung, ich bin einfach glücklich und verwende meine Energie. Ich erzeuge augenblickliche Intensität und schildere mein Empfinden. Dadurch, dass ich es schildere empfinde ich mein Empfinden als "Kunst". Der Inhalt des Gedichts bin "Ich". Die Sätze, die sich so betrüben, haben mich im Moment des Schreibens mit ihrem Geist erfüllt.
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Re: Das Wolkenbett

Beitragvon MaxDuMich » Di 10 Mär, 2009 15:14


Gefühle sind das Interessanteste, was es überhaupt gibt. Klar, natürlich setze ich das Gedicht in gewissem Sinn mit meiner Existenz gleich, zumindest mit einer Form davon.
Wenn du einem Gedicht eine bestimmte Aussage geben magst, dann ist das eher ein Hinauspressen durch den Verstand, wenn du ein Gedicht gemäß dem was du spürst überlieferst, so ist das ein Rausch der Sinne, angelehnt an Dionysos.
Außerdem war ich wahnsinnig stolz beim Verfassen dieses Gedichts, weil es mich vom Stil und der Stimmung her stark an Friedrich Nietzsche erinnert hat.
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Re: Das Wolkenbett

Beitragvon Le_Freddy » Mi 11 Mär, 2009 20:23


hi max

eigentlich kann ich mich nur noch meinen vor(rednern/schreibern) anschließen, ich erspare uns also die wiederholungen. Ich möchte allerdings noch was hierzu loswerden:

Außerdem war ich wahnsinnig stolz beim Verfassen dieses Gedichts, weil es mich vom Stil und der Stimmung her stark an Friedrich Nietzsche erinnert hat.


a) erinnert mich jedenfalls nicht daran. Nagut "Schaffe, schaffe, spräche es dem Herz" - das vielleicht ein wenig.
b) kennst du nietzsches gedichte? wenn ja: willst du dir die zum vorbild nehmen? wenn ja: sicher?
kann ich nicht verstehen- aber ok, ich hab ja auch noch nicht alles gelesen.

und zum nietzsche-vergleich: er hätte die peitsche rausgeholt. for sure.

lustige vorstellung.

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Re: Das Wolkenbett

Beitragvon Grinsekeks » Mi 11 Mär, 2009 21:46


Hallo Max,
ich bin teilweise glaube ich auch ein Schreiberling wie du. Mir geht es auch vor allem darum, meine Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten. Aber das alleine ist nichts, was andere wirklich interessieren kann, weil es viel zu subjektiv ist. Für den Schreiber selbst ist das dann immer toll, ich freu mich auch jedes Mal, wenn ich was zu Papier gebracht habe und darin ausgedrückt habe, was ich wollte. Ich sehe in Gedichten immer auch einen Teil von mir.
Dennoch sind es andere Gedichte, die in solche Foren gehören. Zwei Minuten Gedichte, die einfach nur hingeschrieben, sind zu 99% nicht öffentlichkeitstauglich. Ich bin kein großer Freund von Formzwängen und lege mehr Wert auf Inhalt (und von mir aus darf der auch mal kitschig sein). Aber so ein Text, der irgendwie gar keinen roten Faden hat, zumindest nicht wirklich, der keine ansprechende Form hat, nicht mal ansatzweise, und der sich einfach Außenstehenden nicht wirklich erschließt, findet dann halt solche Kritiken. So wird das sein, bis deine Gedichte nicht irgendwas Interessantes beinhalten, was auch anderen klar wird. Ich will dich damit nicht wirklich persönlich angreifen, aber vielleicht versuchst du, dich selbst (da du ja anscheinend in deinen Gedichten steckst) etwas ansprechender zu kleiden...
Ansonsten schreib ruhig weiter so deine Gedichte, ist ja kein Theme, nur stelle sie dann lieber nicht öffentlich aus. Denn hier geht es um Kritik und Anregungen, nicht um Seelenstriptease, zumindest nicht hauptsächlich. (Ich schreib auch manchmal so, keine Frage...aber nicht hier)

Aber trotzdem. Falls ich es noch nicht gesagt habe, willkommen im LiFo
Lieber Gruß
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(Mark Twain)
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Re: Das Wolkenbett

Beitragvon MaxDuMich » Do 12 Mär, 2009 11:54


Also sprach Zarathustra hab ich gelesen und das ist wohl ein Gedicht..... oder zumindest so etwas in der art.

Hallo Grinsekeks!
Gefühle können Menschen nicht interessieren? hm..... tja, schade eigentlich.
Freut mich, dass du so ein Schreiberling wie ich bist und dass du dazu stehst.
Der rote Faden meines Gedichts ist durchaus erkennbar und zwar für denjenigen, der ihn erkennen will, den, der mit mir fühlt und in das Gedicht eintaucht, selbst zu dem gedicht wird..... derjenige, den es nicht interessiert, weil er mit Gefühlen nichts am Hut hat kann ruhig außen vor bleiben. Ich teile meine Empfindungen.
99% nicht Öffentlichkeitstauglich? Welche Öffentlichkeit bestimmt das? Ein Literaturforum?
Nein, ich schreibe derzeit keine Gedichte, was ich hier gepostet habe ist ziemlich alt, liegt in der Vergangenheit.
Es geht ja sowieso um Kritik und Anregungen, du kannst es nennen wie du willst, meinetwegen Seelenstriptease.

"er hätte die peitsche rausgeholt"
Witzig?
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Re: Das Wolkenbett

Beitragvon MaxDuMich » Do 12 Mär, 2009 13:08


Ich könnte das Umsetzen, was mir vorgeschlagen wird, aber es stimmt nicht mit meiner Auffassung von dem, was "dichten" ist überein.
"dichten" ist für mich ein Zustand, in dem der Verfasser des Gedichts Göttlichkeit erlangt und sich mit dem Universum vereint, in dem er die Inspiration wird und die Schöpfung, ein "Jetzt", das sich auf dem Papier niederschlagt, sein "Ego" einer Wahrnehmungseinheit, dem "Ich" weicht.
"Nondualismus" ist nun mal inhaltlich nicht darstellbar, ich kann darauf hinweisen, ich kann ihn leben, aber er ist seiner Natur nach a-theoretisch.
Deswegen jucken mich so Vorschriften, wie ich ein Gedicht zu verfassen habe und wie nicht nicht sonderlich, weil sie eben hart an dem Glück vorbeischrammen, dass ich dadurch gewinne. Das "Wolkenbett" veraunschaulicht meine Europhie gut. Schönheit, Ich, Wahrheit, Liebe bei allem herrscht Selbstbezug. Nicht die Gesellschaft gibt vor, was dein Sein ausmacht, sondern deine eigene Kraft.
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