Lyrik rund um das Thema Liebe

aufwind

Beitragvon salome » Fr 29 Jul, 2011 13:18


aufwind


in flaumfedergesten
vielleichter berührungen
säst du mir sternschauer
unter die haut,

flüsterst mir windweisen
unter die flügel
und hebst mich und trägst
mich ins licht.
Zuletzt geändert von salome am Sa 30 Jul, 2011 08:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: aufwind

Beitragvon LAS » Fr 29 Jul, 2011 18:48


Hallo salome,

gleich vorneweg: Nimm meine Kommentare nicht zu Herzen, denn ich übe noch ... 8)

Mit gefällt "säst" nicht. Inhaltlich passend, fällt mir das Wort jedoch aus dem ansonsten so zarten Rahmen. Ich würde gerne einen Alternativvorschlag machen, doch habe ich keinen anzubieten und vermutlich besteht auch kein Bedarf, weil ich der Einzige bin, der sich an diesem Wort stört.

Die eigenwillige Groß-Kleinschreibung ist Ansichtssache. Ich kann durchaus einen Mehrwert für das Gedicht entdecken, weil das Licht verstärkt wird und dadurch der Abschluss des Gedichts das Ziel (oder das Ergebnis als Erfüllung) darstellt.

Insgesamt schön. "Schön" klingt vielleicht wie "nett", aber so meine ich das nicht. Ich empfinde "aufwind" als schönes, lesenswertes Gedicht.

Mit freundlichen Grüßen

LAS
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Re: aufwind

Beitragvon salome » Sa 30 Jul, 2011 08:27


hi las,

gleich vorweg, ich nehme mir deine kommentare sehr zu herzen, doch keine angst, ich zerbrech nicht gleich daran :ei: .
was machen wir nur mit dem "säst"? du schreibst selbst, dass du auch ekiene alternative hast. ich hab auch keine! ich fürchte das muss bleiben, so fürchterlich derb ist es ja nun auch wieder nicht - wenn man sich den sämann vorstellt, wie er mit einer ausladenden flaumfedergeste das saatgut ausbringt...

das große L beim licht hat sich bloß erfolgreich der änderunge entzogen, als ich auf durchgehende kleinschreibung umgestellt habe, weil mir das fließender vorkam.
danke für das "schöne lesenswerte gedicht" :) .

lg salome
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Re: aufwind

Beitragvon Anna Lyse » So 31 Jul, 2011 21:17


hallo salome,

dein text wirkt mir total vorhersehbar. es ist als wüsste ich ganz genau was als nächstes kommt und genauso ist es auch. nein ich bin kein hellseher, zumindest besitze keine solchen fähigkeiten aber ich glaube das muss man bei diesem text nicht sein. noch dazu ist der text sehr schmierig was denke ich an der benutzung von wörtern liegt, die, nicht ganz homogen in solch einem kleinen text wirken. überladen trifft es vielleicht noch am ehesten.

bei der sternenschauern unter der haut passage roll ich beispielsweise schon willkürlich mit den augen. bei mir wirkt das nicht sonderlich gut, romantisch oder wie auch immer du es angedacht hast. ich will nicht unbedingt sagen dass es an dem wort liegt, weil meines erachtens muss man schon immer das ganze sehen, nur ein wort in einem text macht nicht gleich alles schlecht. andererseits ist der stil dieses gedichtes nicht aus einer epoche der es glaubwürdig macht mit solchen worten zu hantieren.

die stelle mit den "windweisen" find ich sogar noch originel aber komme ich dann zum schluss bin ich schon wieder bei meiner anfangsmeinung.
weisst du ich will jetzt gar nicht von schlecht und gut reden. denn ich hab den fehler schon oft genug gemacht. wenn ich sagen würde "das ist schlecht" dann müsste ich schlecht definieren und diese definition wäre nur eine subjektive betrachtung meinerseits. aber sagen wir mal so, ich finde das ist nicht hochwertig. auch wenn du mir jetzt vielleicht entgegenhalten wirst dass du wochen dafür gebraucht hast...das glaube ich dir niemals :D obwohl du liebe transportieren wolltest liest es sich lieblos und sehr gewöhnlich. und nein mit gewöhnlich meine ich nicht einfach sondern überreizt.

so das wars. ich glaube auch kaum dass du an diesem teil noch groß rumschrauben solltest. lass es und stempel es ab.

dir nen lg,
isa
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Re: aufwind

Beitragvon LAS » Mo 01 Aug, 2011 02:50


das große L beim licht hat sich bloß erfolgreich der änderunge entzogen, als ich auf durchgehende kleinschreibung umgestellt habe, weil mir das fließender vorkam.


Tja, deinen Begrüßungseintrag habe ich übersehen, das andere Gedicht auf den Kopf gestellt und dieses in Groß-Kleinschreibung zurückverwandelt. Schlimmer geht’s nimmer. :D Aber es gibt auch Positives zu berichten: Hier bin ich zum gleichen Ergebnis gelangt wie du, denn die von dir gewählte Groß-Kleinschreibung-Variante gefällt mir am besten.

Mit freundlichen Grüßen

LAS
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Re: aufwind

Beitragvon salome » Mo 01 Aug, 2011 09:19


hallo isa,
vorweg ein danke, dass du dich mit meinen zeilen beschäftigt hast, obwohl sie offensichtlich nicht deinem geschmack entsprechen. das lese ich unter anderem aus deinem kommentar heraus. wir scheinen recht unterschiedliche ansprüche an lyrik zu haben. :)
so liest sich bei dir "vorhersehbar" generell als etwas schlimmes. ich empfinde vor allem aufs thema liebe bezogen gar nicht so. für mich ists der spagat zwischen prickelnder erotik und geborgenheit... nichts anderes habe ich versucht hier mit sprachlichen mitteln abzubilden.

ich denke, ob z.b. das bild mit den "sternschauern unter der haut" zündet, ist letztlich eine persönliche geschmacksfrage und hat wenig mit dem "stil unsrer epoche" zu tun, den es meiner meinung nach - gott sei dank - gar nicht gibt, denn noch nie gab es so viel freiheit in der wahl der mittel, so verschiedene möglichkeiten des ausdrucks nebeneinander...

wenn ich das jetzt, zugegeben in ein recht wackeliges, bild packe, dann würde ich sagen, dass ich im vorliegenden text alte pläne eines luftschiffs aufgegriffen habe und versuche in zeiten der energieknappheit, diese idee weiterzuentwickeln und heutig und tauglich zu machen, während du vielleicht mehr auf ganz neue solar-raketentechnik setzt. es wäre sehr vermessen von mir, zu sagen: das geht nicht, das gabs ja noch nie. umgekehrt aber, altes in bausch und bogen zu verwerfen, halte ich auch für ziemlich eng. natürlich will ich nicht wie goethe, rilke, morgenstern... schreiben (selbst wenn ich könnte) aber rhythmik, melodie, phonetik, auch reime und assonanzen sind mir wichtige gestalterische mittel, um ein lebensgefühl auf die leser_innen zu übertragen, situationen fühlbar zu machen... ich gehe dabei hart an den rand des kitsch (für viele über diese grenze, die ja sehr subjektiv ist, hinaus). du sprichst von schlecht, um gleich darauf zu sagen, nicht von gut und schlechts sprechen zu wollen, um dann schlecht durch "nicht hochwertig" zu ersetzen. ich werde den verdacht nicht los, dass du einfach ausdrücken möchtest, dass es dir zu kitschig ist. das ist ja auch in ordnung.
aber sagen wir mal so, ich finde das ist nicht hochwertig. auch wenn du mir jetzt vielleicht entgegenhalten wirst dass du wochen dafür gebraucht hast..
lustig finde ich deine verknüpfung von zeitaufwand und "hochwertigkeit". ich für mich würde da keinen zusammenhang sehen. manchmal doktere ich monate-, jahrelang an einem text herum, ohne dass sich aus einer (ein paar) idee(n) ein rundes ganzes ergibt, ein andermal gelingt es ganz schnell in einem wurf und hält auch einer späteren überprüfung stand.
der vorliegende text liest sich über versgrenzen hinweg fließend daktylisch (dem tanz der federgesten im aufwind nachempfunden) mit einem hebungsprall zwischen den "strophen" (...haut, flüsterst).; er ist zwar nicht "endgereimt" aber mit assonanzen ausgestattet (z.b. säst, hebst, trägst) von den flaumfedern verschiebt sich das "au" aus der ersten silbe in sternschauer zur zweiten silbe hin und soll einen klangliche bindung schaffen, die berührungen klingen in flüstern und flügel nach... und am ende werde die hellen vokale "e" und "i" eingesetzt, um das heben ins licht klanglich abzubilden...
doch eigentlich, will ich meinen text gar nicht erklären, ist ja auch überflüssig, da er ohnehin so "vorhersehbar" ist. ;)
ich glaube auch kaum dass du an diesem teil noch groß rumschrauben solltest. lass es und stempel es ab.
da stimme ich völlig mit dir überein, aus dem luftschiff wird keine solarrakete mehr. ;)
was ich mir wünsche, ist, dass man in unserer welt, auch dem einfachen seinen platz lässt und romantik und ästhetik nicht ganz das wasser abgräbt, auch wenn man persönlich wenig bis gar nichts damit anfangen kann.
liebe grüße, salome


______________________


hallo las,
danke fürs zurückkehren und bekräftigen :) .
liebe grüße, salome
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Re: aufwind

Beitragvon Anna Lyse » Mo 01 Aug, 2011 15:01


hallo salome,

wenn ich das jetzt, zugegeben in ein recht wackeliges, bild packe, dann würde ich sagen, dass ich im vorliegenden text alte pläne eines luftschiffs aufgegriffen habe und versuche in zeiten der energieknappheit, diese idee weiterzuentwickeln und heutig und tauglich zu machen, während du vielleicht mehr auf ganz neue solar-raketentechnik setzt.


welch interessantes gleichnis, wenn es überhaupt eins sein soll. ich denke jedoch nicht dass ich in diesem text eine neue solar-raktentechnik bevorzugen würde, selbst wenn der gedanke witzig ist. vielmehr passt es für mich nirgends rein, was ja auch nicht weiter schlimm ist, es tut sich nur nichts. wenn ich mir das so anschaue dann sehe ich leider kein aufgreifen und weiterentwickeln eines alten themas. ich seh zwar althergebrachtes, abgenutztes aber nichts neues. auch das will ich jetzt nicht beeurteilen sondern lasse es einfach mal so stehen.

ich werde den verdacht nicht los, dass du einfach ausdrücken möchtest, dass es dir zu kitschig ist. das ist ja auch in ordnung.


gut. ich habe mir am anfang wirklich erst gedacht dass es einfach nur kitschig ist. sicherlich ist das jetzt mein empfinden aber den bogen dann von kitsch zu hochwertig zu spannen passt mir jetzt wirklich nicht so ganz. wenn man so will ist alles geschmackssache, so seh ich das aber nicht. ein stil kann geschmackssache sein er kann aber auch obwohl ich den stil nicht mag den geschmack der zeit treffen und somit "gut" sein. auch wenn ich etwas persönlich nicht mag!

lustig finde ich deine verknüpfung von zeitaufwand und "hochwertigkeit". ich für mich würde da keinen zusammenhang sehen. manchmal doktere ich monate-, jahrelang an einem text herum, ohne dass sich aus einer (ein paar) idee(n) ein rundes ganzes ergibt, ein andermal gelingt es ganz schnell in einem wurf und hält auch einer späteren überprüfung stand.


ja das war unglücklich von mir. auch ich sehe hochwertigkeit nicht nur in dem zeitaufwand der dahintersteckt, leider liest sich meine kritik diesbezüglich aber so. das tut mir leid. sicherlich, ich schreibe auch dinge in nur kurzer zeit die ich als "fertig" erachte, obwohl es das nie ist. und meine sachen halten so gut wie nie späteren überprüfungen stand. das hat aber etwas mit der eigenen entwicklung zu tun und nichts oder wenig mit der hochwertigkeit des textes.

hochwertig würde ich hier schon eher als rund betrachten. und bitte sag jetzt nicht das kanten gut sind, weil so ein rund meine ich nicht. es läuft einfach in meinen augen nicht. mein gott ich find es halt langweilig!!! so :D

was ich mir wünsche, ist, dass man in unserer welt, auch dem einfachen seinen platz lässt und romantik und ästhetik nicht ganz das wasser abgräbt, auch wenn man persönlich wenig bis gar nichts damit anfangen kann.


ja irgendwo hat es seinen platz und sei es nur in deiner schublade. wunderbar. ich meinte mit meinem abschluss eher, dass du jetzt nicht wochenlang noch irgendwas an diesem teil machen solltest weil in der zeit könntest du dich sprachlich weiterentwicklen und nicht stockend an so nem fitzel hängenbleiben.
es bleibt ja weiter dein ding und für die übung war es doch prima, zumindest denke ich so.

lg,
isa
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Re: aufwind

Beitragvon rivus » Di 02 Aug, 2011 08:23


hi salome,
also, ich meine, dein aufwind trägt schon archimedisch und platziert gemüt, archetypische sehnsucht im lyrischen pathos, der hier jedoch, in meiner leseweise, die kraft vermittelt, die seelischen kräfte wahrzunehmen und für einen auftrieb zu nutzen, der gemütvoll sein kann, weil er von windweisen und dem aufgehobensein im kontext des wärtigen lebens getragen und fokussiert wird. so ausgerüstet und unverdrängt, kann man sich vom aufwind in alle orte und alle wärtigkeiten tragen lassen, kann man unertragbares leichter tragen oder abwerfen und auch so etwas famoses wie heimat finden ...

gern gelesen

lg
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Re: aufwind

Beitragvon salome » Di 02 Aug, 2011 08:43


welch interessantes gleichnis, wenn es überhaupt eins sein soll. ich denke jedoch nicht dass ich in diesem text eine neue solar-raktentechnik bevorzugen würde, selbst wenn der gedanke witzig ist. vielmehr passt es für mich nirgends rein,...

sieh mal isa,das meinte ich ja mit dem beispiel, aus einem alten luftschiff wird keine solarrakete. das sind einfach zu unterschiedliche ansätze. aus diesem "aufwind" wird nie ein text werden, der deinen ansprüchen genügt, und wenn, dann würde er wahrscheinlich den meinen nicht genügen. was ich gar nicht ausdrücken wollte, ist, dass er optimal und nicht noch zu verbessern wäre. da treffen wir uns schon, der absatz, in dem du über "rundheit" und "entwicklung" sprichst ist ganz in meinem sinne :) .natürlichhabeichmirauch einige deiner werke angesehen, um sie gründlich zu analysieren fehlt mir leider die zeit. aber ich fühle nichts nachdem ersten, zweiten, dritten lesen. die bildwelt ist nicht meine, mir zu sprunghaft und hermetisch (am ehesten finde ich noch zugang zu "eigenstille"; "der geruch von klinke, spüle meer" hat auch was) die sprache ist mir zu "brüchig". ich versteh halt nichts von "solarraketenantriebstechnik" und sie interessiert mich auch nicht wirklich, da käme ich nie auf die idee, meine althergebrachten maßstäbe anzulegen und von "nicht hochwertig" zu sprechen oder davon, dass ihr platz in deiner schublade wäre. ich find es gut, wenn "experten" auf diesem gebiet zusammenarbeiten, einander fördern und auch durch kritik immer wieder herausfordern und weiterbringen :) .

wenn dies allerdings ein forum ist, in dem man ausschließlich auf solarraketen setzt, dann ist mir das zu eindimensional und ich bin offensichtlich fehl am platz hier und werde meine schleier zusammenraffen und meine zelte abbrechen.
liebe grüße, salome


_____________________


EDIT:
hi rivus, (hast dich während ich an isa schrieb dazwischengemogelt
:) )

deine interpretation finde ich sehr interessant, sie deckt sich auch goßteils mit meinen gedanken, wenn ich dich richtig verstehe. es freut mich außerdem, dass du die bildebene (aufwind) doch als tragend empfindest.

danke für deine zeilen.
liebe grüße, salome
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Re: aufwind

Beitragvon Anna Lyse » Di 02 Aug, 2011 10:59


wieder hallo,

wenn dies allerdings ein forum ist, in dem man ausschließlich auf solarraketen setzt, dann ist mir das zu eindimensional und ich bin offensichtlich fehl am platz hier und werde meine schleier zusammenraffen und meine zelte abbrechen.
liebe grüße, salome


so und jetzt entnehme ich deiner antwort, vor allem dem zitierten oben dass du meine kritik persönlich genommen hast. genau das sollte nicht sein und ich sehe es ist nicht möglich darüber zu diskutieren ohne dass ich angst haben muss du (oder vielleicht ein anderer den ich kritisiere) das forum verlässt. wobei ich doch meine dass es hier genug user gibt die das was du schreibst oder sagen wir mal dein luftschiff, so wie du es ausdrückst, "toll" finden oder interessant oder lesenswert oder was auch immer. ich bleibe dabei und lasse mich nicht quasi erpressen jetzt gar nichts mehr zu sagen :) denn dich persönlich habe ich nie angegriffen, wie denn auch?


ich versteh halt nichts von "solarraketenantriebstechnik" und sie interessiert mich auch nicht wirklich


bleiben wir mal bei deinem gleichnis. wer sagte denn dass mich das luftschiff nicht interessiert? das ziehst du quasi aus meinen antworten? wenn es mich nicht interessieren würde hätte ich dies auch so klar ausgedrückt wie du im zitat oben. ausserdem! wer sagt eigentlich dass ich dein anderes werk, das was auch schon kommentatoren fand, nicht lesenswert finde. mir ists nur lieber etwas die balance zu halten und nicht immer nur zu schreiben wie meisterhaft gelungen etwas ist, vor allem wenns eh schon gesagt wurde, stattdessen nehm ich mir halt lieber was unfertiges vor oder etwas das viel mehr raum und boden für diskussionen hergibt. war halt in diesem fall dieser text.
bitte merke: kein kommentar bedeutet bei mir nicht gleichgültigkeit und ein schlechter kommentar (wobei auch das wohl ansichtssache ist) ;) bedeutet nicht ein weltuntergang oder ein persönlicher angriff.

wie du siehst hat rivus gern assoziert. und wenn du jetzt auch noch einen kritischen kommentar unter ein werk von mir setzen würdest dann würde mich das in keinster weise dazu veranlassen meine zelte abzubrechen...warum sollte ich?

lg,
isa
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Re: aufwind

Beitragvon salome » Di 02 Aug, 2011 15:50


hallo isa,
wies scheint, müssen wir uns erst "zusammenraufen", unsere kommuikation ist wohl immer wieder von missverständnissen durchzogen.
;) ich möchte dich nicht erpressen und du sollst deine meinung behalten und weiterhin äußern.
wenn ich deine texte durchsehe, dann kann ich schon ein wenig nachvollziehen, wie du dazu kommst.
ich schrieb:
wenn dies allerdings ein forum ist, in dem man ausschließlich auf solarraketen setzt, dann ist mir das zu eindimensional...

es geht mir um die "linie des forums" (lieber wär mir ein dreidimensionaler raum), die ich erst herauszufinden versuche. beim lesen habe ich schon den eindruck gewonnen, dass es hier vorwiegend in eine richtung geht, die nicht die meine ist.
aussagen, wie:
andererseits ist der stil dieses gedichtes nicht aus einer epoche der es glaubwürdig macht mit solchen worten zu hantieren.
wenn man so will ist alles geschmackssache, so seh ich das aber nicht. ein stil kann geschmackssache sein er kann aber auch obwohl ich den stil nicht mag den geschmack der zeit treffen und somit "gut" sein.
le_Freddy:
ich bin doch sehr überrascht, aber es scheint heute noch möglich zu sein reimgedichte zu schreiben, die nicht peinlich sind - im gegenteil: tatsächlich interessant sind.
lassen mich weiter daran zweifeln, ob ich mit meiner art zu schreiben hier generell richtig bin.
sowas wie
ja irgendwo hat es seinen platz und sei es nur in deiner schublade. wunderbar.
lese ich auch nicht als ermutigung, mich hier einzubringen.
liebe isa, kritik ist mir schon oft begegnet, manchmal (nicht deine) auch beinhart und schmerzlich, gerade die hat mich dann oft weitergebracht, aber mit deinen ausführungen kann ich wenig anfangen, weil sie mir zu subjektiv und pauschal erscheinen,
mit einer ausnahme vielleicht:
noch dazu ist der text sehr schmierig was denke ich an der benutzung von wörtern liegt, die, nicht ganz homogen in solch einem kleinen text wirken.
und da würde ich gern nachfragen: inwiefern nicht homogen?

keine angst, ich hab deine kritik nicht persönlich genommen, aber wohl auch wenig nutzen daraus gezogen. aussagen, die sich in "vorhersehbar", "schmierig", "mit worten, die nicht dem stil dieser epoche entsprechen" ergehen, empfinde ich als wenig präzise und hilfreich, sondern als unterschwellig abwertend. (schmierig, für die schublade...), oder sich zur expertin darüber erhebend, welche worte, bilder, themen, arten der verarbeitung... nun zeitgemäßer lyrik entsprechen. das kannst du gern für dich entscheiden, wie ich das auch für mich in anspruch nehme. :)
ich werd jetzt hier noch ein bisschen stöbern und lesen und schauen, ob ich für meine texte eine nische, ein plätzchen (außerhalb der schublade finde), ansonsten ziehe ich eben weiter. ich will nicht unkritisch gelobt oder bedingungslos geliebt werden, sondern mich über texte austauschen, daran arbeiten, feilen... auf gleicher augenhöhe unter vollwertigen partner_innen, meinen stil behalten dürfen und mir nicht sagen lassen müssen, ich hätte keinen. könnte doch sein, dass gerade das mein stil ist, oder ;) ?
liebe grüße, salome
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Re: aufwind

Beitragvon Anna Lyse » Di 02 Aug, 2011 20:08


hallo salome,

wies scheint, müssen wir uns erst "zusammenraufen", unsere kommuikation ist wohl immer wieder von missverständnissen durchzogen.


scheint so ja.

wenn dies allerdings ein forum ist, in dem man ausschließlich auf solarraketen setzt, dann ist mir das zu eindimensional...


hier setzt man aber nicht ausschließlich auf solarraketen... das habe ich dir vorher versucht klarzumachen, ist mir aber wohl nicht so ganz gelungen.

dazu gliech mehr. ich fahre fort.

beim lesen habe ich schon den eindruck gewonnen, dass es hier vorwiegend in eine richtung geht, die nicht die meine ist.


na dann lesen wir hier unterschiedliche sachen. weil ich finde hier viele luftschiffe. dass sie vielleicht nicht genauso wie deine sind ist doch aber kein wunder oder? :p

lassen mich weiter daran zweifeln, ob ich mit meiner art zu schreiben hier generell richtig bin.


ich fände es schlimm wenn ein forum nur eine schreibart beherbergen würde. ich glaub dann wäre es so öde hier und ich wäre auch schon längst mit meinen zelten weggezogen.

die sache mit der schublade scheinst du auch wieder nicht so ganz zu verstehen bzw. misszuverstehen. ich meinte damit dass du deinen stil weiter ausbauen solltest, es sollte eine ermutigung sein dich weiter mit dem schreiben zu beschäftigen unabhängig was dir hier jemand sagt und vor allem einfach weiterzumachen, nicht hängen zu bleiben an einem stück das nur noch besser werden kann!

gut ok, ich kann verstehen dass meine kritik nicht konstrukitv genug ist, obwohl auch das eine sache der sichtweise ist. dann will ich mich mal klarer ausdrücken.
in deinem text sind mir die wörter die du verwendet hast zu aufgebraucht. das ganze habe ich schon so oft gelesen, vor allem in zusammenhang mit der liebe, da wäre ein bisschen mehr kreativität im umgang mit diesen wörtern und deren zusammenhänge gefragt. dies kritisiere ich. denn ich finde so gehäuft wie diese aufgebrauchten wörter in deinem text vorkommen überläd es dein ganzes stück dermaßen dass es für mich nicht mehr sonderlich schön ist, oder gar liebreizend, obwohl es ja um die liebe geht.
jetzt will ich noch anmerken dass es nicht unbedingt das wort "sternenschauer" an sich ist sonder die kombination von sternenschauer und unter die haut. genauso wie "flaumfedergesten" in kombination mit berührungen, das ist sehr vorhersehbar, denn an berührungen denke ich ohnehin schon wenn ich "flaumfedergesten" lese.
in der nächsten strophe kommen dann die flügel die heben und tragen...auch wieder sehr absehbar und am ende steht das licht. und auch das licht wurde nicht unbedingt kreativ gesetzt.
da kannst du mir natürlich wieder entgegenhalten dass es dir um den rythmus und den fluss und und und geht, ja was soll ich da noch sagen. konstruktiver weiss ich mich nicht mehr auszudrücken.

jetzt möchte ich noch etwas sagen zu dem angeblichen einförmigem schreibstil der anderen user.
neruda beispielsweise schreibt todeskitschige texte, mal gut mal weniger gut aber da aber ich sehe da keinen gleichen strom oder gar eine ähnlichkeit zu der schreibweise von mir. rivus, mal als nächstes beispiel, hat manchmal texte wo ich denke er sitzt in seinem hippie bus und raucht sich grad einen während er schreibt. dann wiederum überrascht er mich mit klarheit und wirklich schönen texten, die so gar nicht mein stil sind. oder drehrassel, wenn du wüsstest was der für texte schreiben kann. da fühlt man sich gleich in nem ganz anderen jahrhundert beim lesen, aber auch er macht sein eigenes ding er ist nämlich sehr vielseitig. auch wenn ich manche sachen einfach nur strange finde. mo.- der lifo mod bzw. ach ja admin hat auch mal so einen komischen twitter text hier reingesetzt, war gar nicht ganz zum ernst nehmen, schien wohl ein experiment zu sein. dann hab ich aber mal ne ganze textsammlung von ihm gelesen und bin fast vom hocker gefallen. ich kann nicht sagen das ich alles lesenswert fand aber es war alles durchdacht und von einer rakete oder nem schiff oder was auch immer weit entfernt es war einfach eigenständig! pegamund, welche auch sehr inaktiv ist zurzeit ist sicher keine raketenbauerin oder vielleicht ist sie es doch aber keinesfalls vergleichbar mit irgendwem. ihre sachen sind wunderschön geschrieben auch wenn ich so nie schreiben werde oder will (auch wenns mich neidisch macht). cube stottert sich oft einen ab, schreibt aber so eigen und so wie er es tut, gut, sodass ein vergleich schon wieder ne beleidigung wäre. und ja der liebe le freddy hat auch mal so ne kreative hin und her phase durchgemacht, da hat er auch so ein mädchen steht im wald reim gedicht geschrieben, noch lange bevor das luftschiff überhaupt erfunden wurde aber auch hier hats zum persönlichem stil beigetragen will heissen er hat sich entwickelt und entwickelt sich weiter und weiter und weiter. da bleibt nix zu vergleichen!

man mich macht dieses luftschiff und solarraketen vergleichs denken so fertig, mein kopf dröhnt und ich finde man könnte auch mal nen ufo oder nen marsmädchen ins spiel bringen um das ganze zu relativieren.


ok, aber jetzt zum letzten mal, wende ich mich dem zeppelin zu und möchte dir noch sagen dass es auch immer auf den aufbau dessen drauf ankommt. weisst du? zeppelin ist nicht gleich zeppelin wenn man so will. ein zeppelin kann gleich wieder abstürzen weils einfach schlecht gebaut worden ist genauso wie eine rakete und genauso wie ein ufo und und und.

damit schließe ich jetzt noch mit homogen ab. homogen meine ich das große und ganze. dein text liest sich nicht homogen, nicht weich und fliessend und leider kommt mir der zeppelin aufbau viel zu chaotisch vor. die überreizten wörter auf so engem raum, die nicht wirklich weiterführende und schon so oft gelesene thematik, das alles macht müde und verbindet sich nicht homogen miteinander. da sind viel mehr bröckchen von irgendwas überall die meines erachtens gar nicht wirklich sein müssten, denn wie erwähnt es spielt alles miteinander eine rolle. keins alleine macht ein "schlechtes" gedicht, sondern alles zusammen ergibt dann etwas was sich dann beim leser als ein bild aufbaut...

mir reicht es jetzt, meine finger schmerzen, mein hirn ist weich und ich will nimmer.
wir lesen uns hoffentlich weiterhin,
lg,
isa

p.s. liebe forenadministration! ich habe lange, sehr lange an diesem kommentar rumgeschrieben. leider wurde ich auch noch anderweitig gebraucht, weswegen sich das ganze über stunden hingezogen hat. als ich dann endlich fertig war, klickte ich erleichtert auf absenden. dann wurde ich aufgefordert mich einzuloggen und mein bisher geschriebenes war weg. glaubt mal, ich hab gekotzt und alles und jeden verflucht. somit sitz ich stunden später immernoch hier und schreib als wäre der teufel hinter mir her. warscheinlich wars ein timeout, weil ich einfach zu lange gebraucht habe. ich möchte euch aber sagen wie ärgerlich das ist! nächstes mal bin ich schlauer, jaja. (vielleicht kann man dieses timeout hinauszögern auf unbestimmte zeit oder irgendwas machen dass man ein zeichen bekommt und somit vorgewarnt ist...)
Zuletzt geändert von Anna Lyse am Di 02 Aug, 2011 20:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: aufwind

Beitragvon salome » Do 04 Aug, 2011 07:44


hallo isa,

es berührt mich, wie sehr du bemüht bist und so möchte ich mich auch bemühen. :)
leider habe ich gerade sehr viel um die ohren (urlaub ist aus) und musste gestern, wahrscheinlich auch heute bis spät in die nacht hinein arbeiten. ich hab aber noch nicht das "handtuch geworfen" und meld mich wieder. und DANKE! :)

liebe grüße, salome
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Re: aufwind

Beitragvon rivus » Do 04 Aug, 2011 08:07


hi salome, hi isa

das ist wirklich bärenstark. es menschelt u. macht hoffnung für wirklich aufmerksame dialoge. respekt isa, mich berührt ebenso dein letzter text

lg
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Re: aufwind

Beitragvon salome » Do 04 Aug, 2011 23:43


hallo isa und alle anderen auch,

ich weiß nicht, ob das hier überhaupt der richtige faden ist, weil es immer mehr zu einer grundsatz diskussion zu werden scheint, habe mich aber dann doch entschlossen, an eben dem bsp. des "aufwinds" versuchen zu erklären, wo ich stehe und wohin ich mich so ungefähr entwickeln möchte.
ich bin ein bisschen gehemmt und blockiert, weil ich nicht so gern im detail über meine gedanken schreiben möchte und bis ins letzte wohl auch nicht kann und außerdem angst habe, mich in diesem umfeld ziemlich lächerlich zu machen. andererseits möchte ich zu dem stehen, was ich mir aus der lyrik mitgenommen habe...


ich fang am besten einfach mal an:
- die wörter sind zu aufgebraucht:
das habe ich schon oft gehört und ich glaube nicht daran! ich denke, dass es immer darauf ankommt, was man mit den worten macht. gut, du hast auch geschrieben, dass es nicht das einzelne wort ist, sondern die fülle, der kontext... soweit sind wir uns wohl einig, oder?
ich glaube nicht, dass das rad neu erfunden werden muss und dennoch ganz verschiedene (neue) fahrzeuge entwickelt werden können, wenn man z.b. (jetzt ganz aktuell) verschiedene treibstoffe testet oder... ich denke, du weißt, was ich meine?

- ich möchte nicht krampfhaft um die ecke denken müssen,
weil "traum" oder "flaumfeder" oder "sternenschauer" verpönte (aufgebrauchte) begriffe sind. wenn sie mir passend erscheinen und ich sorgfältig geprüft habe, dann möchte ich selbst herz / schmerz ... einsetzen dürfen, um etwas auszudrücken, zu vermitteln.

- angeblich einförmiger schreibstil der user
vielleicht habe ich durch "forenlinie" diesen eindruck erweckt, ich meinte aber nicht, dass hier alle gleich schreiben, sondern dass die tendenz in eine richtung weist (z.b. dass hier kufen statt rädern bevorzugt werden, weil sie auf schnee und eis besser geeignet sind), die ich nicht unbedingt mitgehen möchte.
Ich wollte, ich hätte mehr zeit gehabt, dem noch näher nachzuspüren und bei den von dir erwähnten usern nachzulesen - eure software macht einem das auch nicht eben leicht, sie spuckt zwar eine liste der werke aus, klickt man dann aber ein einzelnes, dann landet man wieder auf der startseite. es ist sehr mühsam, dann alles durchackern zu müssen. was ich bisher gelesen habe, kam mir sehr modern, hermetisch, verschlüsselt und darauf bedacht, auf keinen fall "gefühlvoll" zu wirken, ... vor. ich kann mit den verwendeten bildern meist wenig anfangen. ich nehme mal dein letztes gedicht in dieser rubrik als beispiel, isa, und sage dir, wies auf mich alte kitschtante wirkt, wobei ich glaube (hoffe), dass da schon viel mehr drinsteckt, als sich mir offenbart. (das folgende schreib ich dir gern auch unter dein gedicht.)
lutscher gleich


du gschmuggliger schau her
nicht ans lichterbirnen flattern über dir
mögen auch die motten kreisen,
verbrannte flügel schlagen nicht triebchen
im teppich und erstehen dann auf
zu staubläuse/fein so verbelanglos,
im teppich und erstehen dann auf
zu staubläuse/fein so verbelanglos,

du gschmuggliger schau her
der "gschmugglige" wirkt sehr gewollt und kindisch auf mich, ich hätte wie perry auch eher österreich assoziiert alsan "schmuggel und snuggel" gedacht, gut: suggle also - weil man kuscheln nicht sagen darf, oder warum "gschmuggliger" , was schmuggelt er, zärtlichkeit? du siehst schon, es fällt mir schwer, hier ernst bei der sache zu bleiben (vielleicht ists ja auch witzig von dir gedacht?), jedenfalls ists von mir nicht bös gemeint.

nicht ans lichterbirnen flattern über dir
"ans" irritiert mich hier, ich kenne "auf","zu(m)", "in" in verbindung mit schauen, vielleicht ein hinweis, dass nicht bloß schauen sondern auch oder vielmehr denken gemeint ist?
mögen auch die motten kreisen,

das mottenbild irritiert mich nun noch viel mehr.
Im "Blauen Engel" singt Marlene Dietrich den berühmten Song: "Männerumschwirrenmich wieMotten das Licht, und wenn sie verbrennen, ja, dafür kann ich ... " spielst du darauf an? eine eifersuchtsszene?

verbrannte flügel schlagen nicht triebchen
die verniedlichten triebchen, was machen sie im teppich? soll da etwas unter den teppich gekehrt werden?
im teppich und erstehen dann auf
zu staubläuse/fein so verbelanglos,
die verbrannten fügel (die nicht triebchen schlagen. wurzeln?) erstehen dann auf zu staubläuse(n) zu feinen, die bagatellisiert werden.
nein steckste schnulliger an mir, gucke an.
beim letzten vers steige ich dann ganz aus, der schnullige nimmt irgendwie den gschmuggligen aus dem ersten vers wieder auf, erinnert mich an "schnuller", ist er nun zum kleinkind mutiert oder soll da was erotisches angedeutet werden? mit der satzkonstruktion komme ich überhaupt nicht klar.
und was mach ich nun mit dem titel?
du siehst, ich tappe da ziemlich im dunklen, dabei mag ich es lieber vorhersehbar. ;)
denk jetzt bitte nicht, dass ich hier retourkutsche fahren oder mich über dein werk lustig machen möchte, wenn schon, dann mache ich mich über meine eigene begriffstutzigkeit lustig.
so ähnlich ergings mir auch mit anderen gedichten, darunter gekürte. da ist es doch nur normal, wenn ich mich frage, ob ich hier reinpasse.
Jetzt kommt der schwerste teil, ich will versuchen anhand deiner kritik zu erklären, wie ich das sehe.
in meinen Texten sind fast immer zwei und mehr ebenen bewusst eingearbeitet, andere finden dann manchmal noch mehr, an die ich selbst nicht gedacht habe. ich denke, das wird bei dir nicht anders sein?
eine grobe annäherung: beim aufwind habe ich versucht die liebe im bild eines warmen aufwindes zu verpacken. da wäre zunächst die - ich nenn sie -

phsikalische ebene:
das konkrete bild vor augen:
flaumfedern, die im aufwind durch die luft wirbeln, vielleicht berühren oder auch nicht
der wind, der stärker wird und in der lage ist nicht nur die feinen daunen sondern "geflügelte" hochzuheben und wohin sonst als ins licht, in den himmel,...?

die philosophische ebene: liebe als warme luftbewegung,
luft, die sich über der erde erwärmt, einfach da ist, ohne zunächst groß beachtet zu werden, aber lebensnotwendig... anhand der flaumfedern aber doch sichtbar wird (assoziationen zu küken und baby hier durchaus erwünscht), liebe, die vielleicht berührt, durch gesten (menschen, die sie leben), auch unter der haut tief im inneren berührt, sternschauer sät, ein staunen über die schöpfung, kosmische funken, inspiration...
die flügel: ein bisschen ein kokettieren mit dem webeslogan "...verleiht flügel"; durch das "flüstern" wieder eine vermenschlichung, alsolute liebe, die durch menschen ihre stimme bekommt und trägt und zur entfaltung führt. ich weiß, schrecklich kitschig das, aber genau daran glaube ich.

die beziehungsebene: kennenlernen ein vorsichtiges herantasten, gesten aus denen "interesse" herauszulesen ist, eine spannungszustand: vielleicht kommt es zu mehr, vielleicht auch nicht, ein prickeln (sternschauer) unter der haut, annäherung, zärtliches geflüster, intimität (unter die flügel) ... auch das kitsch pur. du hast recht.
also angenommen, du findest "aufwind" als bild für die liebe noch akzeptabel, vielleicht sogar ein wenig innovativ, wie würdest dus dann anlegen all diese ebenen miteinander zu verknüpfen, welche begriffe fielen dir für die knotenpunkte ein, die weniger überladen und peinlich wären. oder ist das ganze unternehmen von vornherein zum scheitern verurteilt?
ich finde immer noch, dass die worte, so wie ich sie gesetzt habe, am ehesten das ausdrücken, was ich sagen wollte. natürlich trifft nicht jede formulierung in allen ebenen gleich gut, daran möchte ich gerne noch arbeiten und optimieren; langweilig für dich und wahrscheinlich die meisten hier, für mich immer noch ein thema.
eigentlich haben sich meine zweifel, während ich hier schreibe, eher noch verstärkt und ich wünsche mir eine ehrliche antwort, ob hier irgendjemand "empfindsame, zuckersüße lyrik", wie ich sie nun mal schreibe, lesen möchte.
an anderer stelle schrieb mir antibegone (tiefenwärme; ich werde dort noch ausführlich antworten)

Was hat das Gedicht mehr als eine empfindsame Stimmung, melancholisch und träumerisch, eines Miteinanders?"


ich finde, dass das schon eine ganze menge ist, was soll es mehr haben?


möglicherweise bin ich schon zu müde, um klar zu formulieren, worauf es mir ankommt. ich möchte aber versichern, dass ich nichts abwertend oder zynisch meine, dass ich deine meinung akzeptiere und respektiere, dass ich weder dich noch sonst jemanden hier von meiner sichtweise überzeugen, mich aber auch nicht ständig dafür rechtfertigen möchte. sei ein bisschen nachsichtig, ich habe einen langen arbeitstag hinter mir. im zweifelsfall frag einfach nach.


liebe grüße, salome

Zuletzt geändert von salome am Do 04 Aug, 2011 23:49, insgesamt 2-mal geändert.
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