Lyrik rund um das Thema Liebe

BlickLicht II

Beitragvon KrachKaff » Mo 16 Jan, 2012 16:49


Ich bin sicher zu atmen
Der graue Vorhang nichtet


Nur wie ein Hauch ziehst du vorbei
Erwärmst mir kühl die trüben Lieder.

Nur ein Lächeln teilen wir.

schon schwelt mir
eine neue Träne
aus Unwirklichkeitsnähe

verhängt!
Er Verdichtet sich und fällt doch nicht
Ich bin immer noch sicher zu atmen.


(c) KrachKaff
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Re: BlickLicht II

Beitragvon rivus » Do 19 Jan, 2012 16:05


hey KrachKaff!

feines, für mich kryptisches. blicklicht II ist wie ein blicklicht aus zweiter hand, was dennoch lichtet, was so nichtet xd! das nichten vernichtet nicht, sondern der graue vorhang, der das bild ausmacht, müht sich, zu verhängen mit etwas, was ihn selbst schon zum verhängnis der vergänglichkeit geworden ist. aber noch nicht ganz, noch währt er und währt er uns ein nichten einblick, ein blicklicht II, ein licht, was sowohl vor als auch hinter dem vorhang bühnen freigibt, die im selben schwebzustand zu sein scheinen. ein dauerwähren als momentmaschinerie erzeugt so ein blicklicht, als ob es antinomisch durchdringen, prüfen, uns gewähren wollte, wie weit die wahrnehmung auch einen bezug aufbauen kann zum erblickten. das erfolgt jedoch prozessual und berührt dennoch nur punktuell oder peripher das sich selbst sichernde selbst. ein wenig wie das transzendale, was kein anker findet, aber immerhin so vorbeizieht und pragmatisiert, dass es ganz kontraproduktiv die emotio erfasst und auf betriebstemperatur bringt, damit der trübsinn des selbst für einen moment des dauerns gespürt werden kann. jedoch eben nur für den moment. so wird das nichten installiert und die vergeblichkeit des andauern, des einmal dauern könnens festgehalten. um dieses wissen reicher, kann auch ein lächeln geteilt werden und der leser denkt sich nun geteilte bühnen, die beide über das blicklicht weiter existieren könnten. aber das selbst des einen kann sich nicht wirklich lösen vom nichten des anderen, vielleicht eines alter ego oder eines duselbst, die doch spuren im ichselbst hinterlassen haben, die einen status quo des nichtnichtens als emotionalen ausnahmezustand währen lassen, dass eine existentiell fast bedrohende unwirklichkeitsnähe entstehen kann. es schwelt das ichselbst und es macht es dicht, damit dieser zustand ausgehalten werden kann. so ensteht eine schutzgrenze, die nicht verdrängt. der vorhang muss nicht fallen und die selbstinszenierung kann fortbestehen.

im resümee scheint mir als leser nun das blicklicht, was sicherlich auch einen ganz anderen weg weisen könnte, zurückgedrängt ins zweit glied der wahrnehmung, obwohl es für einen anderen moment, den weg für eine befreiung des sich immer noch selbstversichernden ich hätte aufzeigen können, wenn sich ratio und emotio auf augenhöhe, ohne trennenden vorhang begegnet wären ...

nur kurz, aber gern skizziert!

lg rivus
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Re: BlickLicht II

Beitragvon KrachKaff » So 22 Jan, 2012 14:49


hallo rivus,
danke für den kommentar.
schöne grüße KrachKaff
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Re: BlickLicht II

Beitragvon alit » Mi 25 Jan, 2012 16:10


KrachKaff: sehr schön!
rhythmisch und dynamisch... spannend!
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Re: BlickLicht II

Beitragvon KrachKaff » Mi 25 Jan, 2012 17:06


danke. schöne grüße.
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