Pessimistische Lyrik

nachteinsam

Beitragvon aniana » Do 26 Nov, 2009 13:54


Zuweilen des nachts
kann ich nicht schlafen
Masken umhüllen
meinen gepanzerten Körper
bergen die Blöße.

Zuweilen des nachts
erhebe ich mich
an meinem Fenster
einsames Wimmern im Herzen
ertaste die Dunkelheit.

Zuweilen des nachts
seh ich tröstendes Licht
schlaflose Kreaturen
bewachen die ewige
unendliche Schwärze.

Zuweilen des nachts
greift der Mond nach mir
grell leuchtend löst sich
ein Stern und taucht
in den silbernen Hügel.

Zuweilen des nachts
erwache ich dann
erfüllt von Paukenschlägen
zittere mit nassem Gesicht
in den Schlaf hinüber.

Geänderte Fassung:
Zuweilen des nachts
kann ich nicht schlafen
Masken umhüllen
meinen gepanzerten Körper
bergen die Blöße.

So erhebe ich mich
an meinem Fenster
einsames Wimmern im Herzen
ertaste die Dunkelheit.

Seh tröstendes Licht
schlaflose Kreaturen
bewachen die ewige
unendliche Schwärze.

Der Mond greift nach mir
grell leuchtend löst sich
ein Stern und taucht
in den silbernen Hügel.

Zuweilen des nachts
erwache ich dann
erfüllt von Paukenschlägen
zittere mit nassem Gesicht
in den Schlaf hinüber.
[mittig:27trn5ue]Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen,
muss man eigenen haben.
[/mittig:27trn5ue]
[mittig:27trn5ue][size=85:27trn5ue]Arthur Schopenhauer [/size][/mittig:27trn5ue]
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Re: nachteinsam

Beitragvon Perry » Do 26 Nov, 2009 22:05


Hallo ani,
"zuweilen des nachts" geschehen seltsame Dinge in unserem Kopf bzw. Bewusstsein. Da verschmelzen (Alp)Traum und Realität und wir schrecken schweißgebadet hoch und ringen um tröstenden Schlaf.
So charmant der oftmals wiederholte Versbeginn auch klingt, wäre m.M. weniger doch mehr.
LG
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Re: nachteinsam

Beitragvon Anna Lyse » Fr 27 Nov, 2009 00:59


Hallo aniana,

ich muss sagen mir gefällt das Gedicht inhaltlich sehr gut, kann mich in so eine Schlaflosigkeit sehr gut hineinversetzten. Vor allem die erste Strophe ist schön zu lesen und mir gefällt das Bild des gepanzerten Körpers und den Masken.

Allerdings finde ich wie Perry die Wiederholungen von " zuweilen des Nachts" nicht so gut. Es ist eben so eine sache mit Wiederholungen die offensichtlich, wie hier, gesetzt sind. Es wirkt in der länge dann ermüdend. Ich hätte es vielleicht jede zweite Strophe wiederholt oder gar nicht.

Ansonsten finde ich hast du sehr gute Worte gefunden um diesen Zustand vor dem Einschlafen und dem Schlafen gut zu beschreiben.

Gruß,
Isabel
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Re: nachteinsam

Beitragvon aniana » So 29 Nov, 2009 16:42


Hallo Perry, hallo Isa,

zunächst danke ich euch fürs Lesen. Dann natürlich auch für eure Eindrücke und die Kritik.

Ja, wenn ich es mir überlege, habt ihr Recht mit der Wiederholung.
Ich überdenke es noch mal und werde ggf. oben ändern.

LG
ani
[mittig:27trn5ue]Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen,
muss man eigenen haben.
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