Pessimistische Lyrik

Hartz und Herbstlich

Beitragvon Martho » Sa 29 Okt, 2011 21:24


Hartz und Herbstlich

Das letzte Laub fällt von den Zweigen,
von Winteratem zart behaucht,
stürzt taumelnd ab im Todesreigen,
es wird, wie ich, nicht mehr gebraucht.

Die Vogelschwärme ziehn gen Süden,
von Sommersonne sanft betört.
„Nehmt mich mit, ihr Nimmermüden!“
Doch, keine Schwalbe die mich hört.

Der Schrebergarten liegt in Schweigen,
nur laubbedeckt, nicht ungepflegt;
ein Sturm hat gestern durchgefegt.

Verblühte Rosen die sich neigen,
im Dornenleben festgekrallt.
Es riecht nach Schnee und mir ist kalt.

Damit auch etwas von mir in diesem Forum zu lesen ist.
Es ist zwar schon etwas älter, paßt aber zur Jahreszeit.
Ich hoffe, es an richtiger Stelle abgeladen zu haben.
Eigentlich bin ich hier, um mich umzusehen und zu lernen.
megew, Martho
Zuletzt geändert von Martho am Sa 29 Okt, 2011 21:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hartz und Herbstlich

Beitragvon Le_Freddy » Sa 29 Okt, 2011 21:43


hey martho,

ich finde das fix, die Versgrenzen so subtil kenntlich zu machen, nämlich nicht mal durch einsetzen irgendwelcher satzzeichen, wie ja "/" mal beliebt war und immer noch ist (aber nicht mehr _so_), sondern durch das wegglassen des unscheinbarsten zeichens: dem leerzeichen, noch besser wäre nur (das wollte ich mal machen, hatte dann aber keinen bock das durchzuziehen) es überhaupt nicht kenntlich zu machen, sozusagen prosa in versen zu schreiben, so wi auch karl may später reimprosa geschrieben hat. aber naja. wir bleiben al bei deinem text:

es ist... ein sonett, und das formstreng und sauber! vierhebiger jambus abab cdcd eff egg, aber das weißt du ja alles!

ich finds gut, dass es nicht die zeilenumbrüche hat, ich hätte es anders gelesen, allein deinen kommentar, deine vorstellung solltest du vielleicht lieber unter vorstellungen posten, unter deinem text stört das ein wenig.

lg
fred

_______
oh nein, er hats weggemacht und zentriert :(
Zuletzt geändert von Le_Freddy am Sa 29 Okt, 2011 22:00, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Hartz und Herbstlich

Beitragvon Martho » Sa 29 Okt, 2011 22:07


Sorry, ich hatte einfach Probleme, das hier reinzupacken. Gegen Monatsende ist mein Computer (Stick) extrem langsam. Aber was Du da ansprichst, hatte ich tatsächlich vor, überlegte es mir dann im letzten Moment anders, weil ich als Neuling Niemand verschrecken wollte. "Ein Sonett, derart verunstaltet!" :D
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Re: Hartz und Herbstlich

Beitragvon Le_Freddy » Sa 29 Okt, 2011 22:20


ich glaube... die meisten hier (mich eingeschlossen) schreckt die konservative form mehr. ;)
es war doch klar, dass du die "spielregeln" beherrschst, damit wäre auch klar, dass das eingewollter bruch sein muss, nur keine sorge. ich finde auch, ein sonett als einstand ne feine geste - und ich bin gespannt welche regeln du noch beherrschst ;)
- aber was mache ich denn hier? es geht doch um das sonett.
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