Pessimistische Lyrik

So nah. So fern

Beitragvon rivus » Sa 04 Mai, 2019 11:04


Jedes festgehaltene Bild von dir,
drängt schmerzvoll,
in meine Seele, die nicht begreift.
Du bist nicht mehr da!
Ich schaue anders auf unsre Bilder.
Schlaflos.
Ruhelos.
Seit deinem Tod verströmen sie Vergänglichkeit,
beweisen die eigene Sterblichkeit.
Du bleibst abwesend!

Wolken tragen den Atem meiner geliebten
Maigeborenen weg,
ziehen das Schweigen der Räume und Natur
mit sich fort.
Ein todbringender Frühling,
schleppt eine schwere, schwarze Sonne
hinter sich her,
aus dem Land,
wo Vögel ihren Schnabel halten,
langgedehnte Tage in Nächte fallen,
die wie elende Würmer,
durch meine rasenden Alpträume kriechen -
und sie bringen immer tieferen Schnee.
Die Totenstille des Winters.
Zuletzt geändert von rivus am Sa 04 Mai, 2019 22:43, insgesamt 13-mal geändert.
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