Für alle Gedichte, die zwischenmenschliche Beziehungen behandeln - mit Ausnahme der Liebeslyrik

Erfahrungssteine ( Pantun)

Beitragvon kokoschanell » So 04 Aug, 2013 19:08


Erfahrungs-Steine (Pantun)



Sie suchte still und ohne Wort.

Wenn ihr die Menschen nicht gefielen,

dann ging sie fort, ganz einfach fort,

floh sie vor denen, die nur spielen.



Wenn ihr die Menschen nicht gefielen,

die Steine, die die andren legen,

floh sie vor denen, die nur spielen.

Was sollte sie denn tun, bewegen?



Die Steine, die die andren legen,

sie hängen wie ein Klotz am Bein.

Was sollte sie denn tun, bewegen?

Sie stand nicht mittig und allein.



Sie hängen wie ein Klotz am Bein,

Erfahrungssteine, die sich gleichen.

Sie stand nicht mittig und allein.

Sie räumte, doch das soll nicht reichen.



Erfahrungssteine, die sich gleichen

- im Bunde sind sie ein Gesicht.

Sie räumte, doch das soll nicht reichen

und jeder tut, als merk` er’s nicht.



Im Bunde sind sie ein Gesicht,

ein Bild, ein Ganzes schloss zum Kreis.

Und jeder tut, als merk’ er’s nicht.

Wer ist, der um sich selber weiß?



Ein Bild, ein Ganzes schloss zum Kreis.

Dann ging sie fort, ganz einfach fort.

Wer ist, der um sich selber weiß?

Sie suchte still und ohne Wort.
Zuletzt geändert von kokoschanell am So 04 Aug, 2013 19:12, insgesamt 1-mal geändert.
Vielleicht stünde es besser um die Welt, wenn die Menschen Maulkörbe und die Hunde Gesetze bekämen.

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