Für alle Gedichte, die zwischenmenschliche Beziehungen behandeln - mit Ausnahme der Liebeslyrik

Re: Vom Ausdingen des Fremdseins

Beitragvon kokoschanell » So 13 Apr, 2014 11:16


Trauer- Trauerweiden, deren Wirbelsäule biegsam ist.
Menschen, die sich voneinander entfernt haben in ihrer Trauere darüber, versuchen, den Punkt wieder zu finden, den Nabel, der noch bindet- auch wenn er abgeschnitten ist.
Sehr lyrisch und bildhaft geschrieben, lieber Rivus, entstshet in mir die Abnabelung, die schmerzliche von Kindern zu Eltern oder einem, der sich dem Tode nahe wähnt zu denen, die zurückbleiben werden.
Ein Werk, das unter die Haut geht, schweigt und doch spricht.
ich finde es klasse!
LG von koko
Vielleicht stünde es besser um die Welt, wenn die Menschen Maulkörbe und die Hunde Gesetze bekämen.

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Re: Vom Ausdingen des Fremdseins

Beitragvon Gast » So 13 Apr, 2014 11:37


Finde das gedicht auch wie immer unnormal erstrebenswert. Doch geht es nur mir so oder gefällt der letzte vers nicht? Es hat m.e. Etwas anmaßendes ein wir zu begründen, welches die fähigkeit hat einen raum aus liebe zu schaffen, in den sich dann verirrte schafe retten können. Ist natürlich nur eine kleine lesart-ist aber höchstwahrscheinlich nur eine subjektive sache, das gedicht ist wie immer sehr vielseitig,farben und bilderstark. Eine wirkliche komposition- ein würdiges beispiel zeitgenößischer dichtkunst.
Gast
 
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Re: Vom Ausdingen des Fremdseins

Beitragvon kokoschanell » So 13 Apr, 2014 11:45


ich lese es nicht so, lieber senator- eher das verzwiefelte Bemühen, Liebe zu erhalten. was nicht immer einfach ist, wenn entfremdung sich damit mischt. Doch, Liebe ist ein geschützter und schützenswerter raum- ich meine aber zu verstehen, was du meinst.
ich persönlich kann aber voll mit rivus' sichtweise mitgehen. fallsmeine interpretaton stimmt, ist es für mich ein schlüssiger schluss. klar, alles subjektiv.
jedes gedicht und jede lesart ist es.
dennoch liegt ja gerade der reiz in lyrik, das man manchmal etwas ganz anderes herausliest, als das, was der autor meinte. das ist auch legitim, denke ich.
lg in einen sonnigen sonntag von koko
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Re: Vom Ausdingen des Fremdseins

Beitragvon rivus » Mo 21 Apr, 2014 22:12


hallo senator, hallo koko!

vielen dank für eure kommentare und deutungen. leider musste ich meine zeit anderswo sehr intensiv einsetzen, so kommt die antwort wieder mal sehr spät und obendrein sehr spärlich daher.


ich hoffe, ich kann euch später antworten geben, aber ich denke, der text erschließt jedem seine leseweise, so auch mir immer wieder neu, bin ich doch einer, der einfach etwas lange zeit in sich trägt und dann ergießt sich plötzlich ein text wie dieser, der mich selbst im nachhinein in erstaunen ersetzt. so manche facetten, innere und äußere kämpfe bahnen sich diesen textlichen weg und immer auch gibt es wieder das deuteln und hadern am text, den ich morgen wieder anders hätte schreiben können und sollen ...


liebe grüße

rivus
Zuletzt geändert von rivus am Mo 21 Apr, 2014 22:13, insgesamt 1-mal geändert.
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