Für alle Gedichte, die zwischenmenschliche Beziehungen behandeln - mit Ausnahme der Liebeslyrik

Der Sinn des Lebens

Beitragvon rivus » So 16 Jun, 2019 08:51


Er ist genauso ungeeignet wie ich,
bemüht umsonst die Philosophie,
Gerechtigkeit, das kleinste und größte Glück.
Er vergisst nicht,
kennt meinen Wunsch, nicht geboren zu sein,
und setzt doch keinen Schlussstein,
folgt mir als langer Schatten,
deinem Tod, den Toten in meinem Leben.

Er verhandelt nicht,
lässt dich immer wieder fallen.
Immer wieder muss ich zusehen
bis Augen, Seele nicht mehr können,
und wir beide zerschellen.
Was noch lebt, ruft Nein!

So pflanze ich drei Lilien, ein zweites Rosenbäumchen.
Die fliehenden Juniabende werden dadurch umgestimmt,
eine Lilienblüte tupft mir sogar ein Tattoo,
liebkost mich mit deiner Lieblingsfarbe Orange,
so sind wir uns ganz nah,
daheim im Vertrauten,
in der Liebe.
Nichts ist mehr feindlich,
du warst nie weg.

Haus und Garten leben nur mit dir.
und alles Andere, was noch ist,
tagt und nächtigt dich und mich,
lässt Terminus nicht schalten!
So bleibst du bei mir.
So zählen wir gemeinsam die Junisterne.

Es gibt kein altes und kein zweites Nichts!
Zuletzt geändert von rivus am So 16 Jun, 2019 09:47, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
rivus
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 2960
{ IMAGES }: 0
Registriert: Sa 27 Sep, 2008 09:19
Wohnort: Cottbus-Branitz
Eigene Werke
 

Zurück zu Zwischenmenschliches

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron