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Alle Gedichte, die in keine andere Kategorie passen
von atti » Di 22 Feb, 2011 17:14
Reprise
rege dich, ich bitte, bitte dich, dich kurz zu wägen: wegen dieser Idee, die ich hab' bis sie mich hat oder ich den Beweis, dass du weißt, ob deiner Regung weißt und mir weist, dass ich zwar erlegen bin, aber immerhin nicht daneben. // liege ich wirklich? alles bewegt sich - seien's ruhig die Augen - alles webegt sich! Webusstsein!, das ist die Losung, Webusstsein! Bewusstsein bleibt Schein.
Zuletzt geändert von atti am Di 05 Apr, 2011 17:06, insgesamt 1-mal geändert.
i wrote a poem on a dog biscuit and your dog refused to look at it (galaxie 500: fourth of july)
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von rivus » Do 24 Feb, 2011 18:58
hallo atti,
ich nähere mich. ich nähere mich wiederholend. ja, endlich sollte dein reprise das lyrdu packen u. fassen. doch wegen der reidee u. allem daneben, was so passieren kann im zwischen von lyrich u. lyrdu. das binsein scheint noch im reprise schwerer als erwartet.
und die vielen fragezeichen in zeiten des webs, wo sich sogar augen bewegen, wo keine wirklichen sind. es sind eben webegt-sichten, die ein neues geistsein transportieren und losungen installieren. doch sind sie schon nicht mehr im innern des lyrich oder schon webschein, fort vom phantasierten lyrdu. eine personifizierung eines dritten bewusstseins. dieses webusstsein knabbert sich seine bahnwelt u. das repise wiederholt nur das unvergälte blabla. der mensch bleibt eine descartesche maschine. trostlose neue welt. hier lohnt kaum eine wirkliche reprise, es sei denn, wir entern die scheinwelten, kapern andre brisen. dann klappt es vielleicht auch mit der nachbarin und sie regt sich u. öffnet wirklich die tür ;)
assoziierende grüße
rivus
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von atti » Mo 28 Feb, 2011 10:29
Hallo rivus,
Danke für deine Gedanken. Derartige Assoziationen sind mir immer sehr lieb... :)
Viele Grüße,
atti
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atti
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von cube » Mo 28 Feb, 2011 12:33
tachauch atti, hey, ich find das häufig gut, wenn du mit der sprache jonglierst, da hab ich bei dir schon feine sachen finden können. hier scheints mir allerdings etwas weniger gelungen, kommt nicht so richtig in fahrt für mich, der zweistropher.
mal konkret: die jeweils letzten verse störten mich schon nach der ersten lektüre: kommt mir vor, als machten sie den text dicht.
grüße, cube
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von atti » Mi 09 Mär, 2011 18:39
Ja... vor allem die letzten zwei Verse der zweiten Strophe sind doch recht altklug und erzwingen eine Deutung. Da gebe ich dir recht. Unter diesem Blickwinkel weiß ich jetzt gerade auch nicht so recht. Muss da wohl nochmal ran... ;)
Grüß dich!
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von Antibegone » Di 29 Mär, 2011 22:03
Eine abgekratzte Internetintelligenz mit wortspieltremor und dem Bedürfnis den Brillendealer seines Vertrauens aufzusuchen, um dem Risiko der Netzhautentzündung entgegen zu wirken -
So what?
Fühle zwar, dass du damit auf meine Person anspielst, aber darüber hinaus fragt sich die gescheiterte Scheinintelligenz (bewusstsein ist nur schein? Mach kein scheiß, alter, musst du mich hier so desillusionieren, oder wat? Ey, aber gut, dass dus mir sagst! Ich wüsste nicht, was wenn – tut gut zu wissen) gerade, ob dein Webusstsein – sorry, Bewusstsein, bin ich glad drauf reingefallen, ich geb's ja zu – auch den Wunsch zur poetischen Behandlung eines Tremors, ähhh thrhema, ähhh Themas hat?
Fragt und regt,
Antibegonie
Drehrassel: "Als Lyriker sollte man eine ahnende Checkung haben, von dem, was man da macht."
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von atti » Di 05 Apr, 2011 17:06
Wortspieltremor ist nett. Das gefällt mir.
Den Vorwurf der Themenlosigkeit (sofern er in diesem deinem Wust tatsächlich besteht und ich ihn mir nicht nur herbeisehne) kann ich jedoch nicht ganz nachvollziehen. Oder ist es der Vorwurf der mangelnden "poetischen Behandlung"? Mach mir den Kant?!
Grüße, atti
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von Antibegone » Di 05 Apr, 2011 21:29
A ha, doch eine Antwort? Dachte schon, du wärst selbst zur abgekratzten Internetintelligenz geworden ---
Im Grunde genommen. Kannst du ja auch ohne Thema schreiben. Oder zumindest über super banale Dinge. Ist ohne Thema banal? Ja – Tautologie. Na ja… kann man sich drüber streiten, oder? Was macht das Gedicht aus. Die Wahl des Themas. Die Behandlung des Themas. Hab da keine Patentantwort (Überraschung… oO) Deine Sprachspiele lesen sich halt einfach relativ platt. Das, nehme ich an, ist wohl Absicht. Hoffe ich…? Die Zeilenumbrüche machen das ganze auch net besser – sind relativ willkürlich, im zweiten Teil richten sie sich einfach nach Interpunktion. Okay, immerhin gehen Sprache, Form und Inhalt zusammen, indem einfach der abgenervte, hochnervöse Internetuser sich zu seiner Wahrnehmung des Internets äußert oder so. Dann endest du damit, dass sowieso alle Art von Bewusstsein an sich zu hinter fragen ist. Also, mir gibt das Gedicht einfach nicht viel. Es bleibt in sich. Es liest sich ungestaltet. Außer du siehst in platten Wortspielen deinen gestalterischen Willen abgebildet –
Mach mir den Erklärbär – what about Kant? oO
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von atti » Mi 06 Apr, 2011 08:02
Man kratzt halt so vorbei oder schrammt. Kant? "Klär mich auf, baby!" Mehr nicht.
Aber wie pflegte der Lehrkörper zu sagen? Zur Sache, Schätzchen.
Ich könnte jetzt darüber schwadronieren, dass platte Wortspiele genau mein Ding seien. Mach ich aber nicht. Denn kaum dachte ich darüber nach, kam doch hier tatsächlich ein Fahrradpolizist im Regencape an meinem Fenster vorbei. Stattdessen danke ich dir und werde über das Gestalterische ein wenig sinnieren. Ich denke, du hast da durchaus einen Punkt.
Was die Themenwahl angeht: Ich bin nicht talentiert genug ein neues Rad zu erfinden, mir bleibt es nur, eine Mikrowelle zu nehmen und eine Uhr einzubauen, vll. mit Weckfunktion. Und woher die Assoziation mit Internetuser und der Wahrnehmung des Internets rühren, bleibt mir schleierhaft - das scheint eher aus dir zu wachen.
Genug gebärt - schönen Morgen!
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von Antibegone » Mi 06 Apr, 2011 11:52
Alright, sweetie, let's get down to it - oder wie eloquent auf den punkt gebracht der lehrer formulierte: eyy, lasst doch mal die schlampe an die tafel. (moooment, passt das hier überhaupt? denk dirn zusammenhang, bist kreativ, hm?) Ich mein, mach mit deinem Ding was du willst. Ist halt nur die Frage, ob es mir gefällt. Ja, ich bin da recht egozentrisch als Leserlein. As I was saying, me not caring bout what you're writin - aber etwas muss dein Gedicht ja haben, von irgendwas muss es leben. liefer mir halt mal was. gib's mir. Und woher die Assoziation mit Internetuser und der Wahrnehmung des Internets rühren, bleibt mir schleierhaft - das scheint eher aus dir zu wachen.
say what? du benutzt so ein wort wie " webusstsein" und willst mir erzählen, dass es nicht um Internet geht? oO
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von atti » Do 07 Apr, 2011 15:26
Antibegone hat geschrieben:say what? du benutzt so ein wort wie "webusstsein" und willst mir erzählen, dass es nicht um Internet geht? oO
Jawoll. Kam es mir doch nur auf die Drehung an und war ich so blind für diese Möglichkeit. Andererseits hat auch niemand eine Assoziation zu Webstühlen oder zum aktuellen Design der Astra-Flaschen davongetragen. Was der geneigte Leser interpretiert ist sein Ding - mich freut diese Möglichkeit, die mir nicht bewusst (haha.) war, sogar. Auch wenn ich selbst keine auch nur annähernd schlüssige Interpretation mit dem Internet als Thema hinkriege, fürchte ich. Anyway (da du das Englisdche ja so zu mögen scheinst), werde mich bemühen, dir an anderer Stelle es oder wenigstens etwas mehr zu geben... Tüdelü, atti
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