Alle Gedichte, die in keine andere Kategorie passen

venezia

Beitragvon Perry » Mo 30 Sep, 2013 23:18


(durchlauchtigste)

im grand canale tummeln
sich
äsche barsch und brasse
treiben weihe ralle und reiher

wir denken an tizian vivaldi
und giacomo casanova
kein rock war vor ihm sicher

bis brücken den tod bezeufzen
gondeln auf der laguna morta
trauer tragen don’t look now
Zuletzt geändert von Perry am Mi 02 Okt, 2013 00:13, insgesamt 4-mal geändert.
Perry
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Re: venezia

Beitragvon Gast » Di 01 Okt, 2013 00:43


Es wird nicht einfach der Casanova beim Namen genommen, sondern mit der literarischen Brillianz, die nur dem wahren Dichter zueigen ist, eine Geschichte erzählt, die ein Maximum an transparenz bietet und dennoch in jeder Zeile ein lyrisches Feuerwerk, was sage ich ein Meisterwerk beherbergt,das, um es nicht unerwähnt zu lassen , nicht von dieser Erde sondern von den Göttern zu kommen scheint. Hier merkt man dass der Dichter, jedes einzelne Wort in allerlei Hinsicht abgewogen und bedacht hat.So wie es ja die Pflicht des Dichters ist, erst dadurch grenzt er sich vom Schwätzer ab.
Ein anbetungswürdiges Gedicht, das dem nichtsahnenden Leser hier angeboten wird.

der senator
Zuletzt geändert von Gast am Di 01 Okt, 2013 00:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: venezia

Beitragvon Perry » Mi 02 Okt, 2013 00:26


Hallo Senator, Venedig bietet allen Sinnen etwas, da kann man als Lyriker schon mal ins Schwärmen kommen. ;)
Freut mich, dass Dich meine Blickwinkel ansprechen konnten.
LG
Perry
Zuletzt geändert von Perry am Mi 02 Okt, 2013 00:27, insgesamt 3-mal geändert.
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