Die Gewinnertexte des "Gedichte des Monats"-Wettbewerbs werden hierher verschoben.

Re: [ohne titel]

Beitragvon Niko1230 » So 19 Jul, 2009 09:39


tja....dein name ist programm. wobei intim ja relativ ist. aber du schreibst für meine begriffe tollen kram. vor allen dingen begriffe wie "im halsumdrehen", die sich fast überlesen, mag ich. was mir durchgängig auffällt ist dein wirklich gutes händchen für zeilenbrüche!
freue mich auf mehr von dir!

liebe grüße: Niko
Die Selbstzerstörung findet im Geheimen
und trotzdem vor dem Leser statt.
(Günter Kunert)
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Re: [ohne titel]

Beitragvon rivus » Mo 20 Jul, 2009 21:43


hallo intimhirn,
dein text gefällt. nur ein fragmentarische, nicht ganz ernste annäherung:
im 1 wird auf treffliche weise die normalität der natur, der wege beschrieben. diese gesetzmäßigkeiten können getrost das abenteuer entbehren und so bleibt der himmel das dach dieser normalen welt. [nur (m)ein armer bach muss sich unter dieser so normalen normalität krümmen :D ) und das kotzt mich an ;)

im 2 der gegenpart: die tragik aller maden (weltfresser, weltabwerfer, weltverwandler u.v.m.) bringt farbe ins spiel / mit schnaps & pferdesalami des zeitgeistes haben wir die komavolle generation, die auch jeden hals umdreht, so dass wir diese generation schnell wieder verlieren

im 3
gibt es dennoch hoffnungsschimmer ;) wie
a, die eigendrehung eines erdballs "kaum weiter als ein trampelpfad", die immerhin noch ein akzuentiertes in-der-welt-sein eines li ermöglicht, zwar nicht zu weit weg von den spielregeln der gesellschaft, doch mit der möglichkeit der individuation, dem sich entwickeln können zum einmaligen einzelwesen, zum trampelnden egowesen.

b, der wenigstens in den weinbergen zum kapitän seiner kollektiven sehnsüchte wird und die beständigkeit des halben zuhörens endlich pflegen kann (eine zivile errungenschaft!)

c, der sich dabei als besonderes lw mit dem ignorieren von massenkulturfähigkeiten (kartoffelessen & sitzfleischausprägung) in eine fast-schweige-rolle isoliert

gern gelesen

grüße, rivus
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Re: [ohne titel]

Beitragvon Garfield » Mi 26 Aug, 2009 21:29


Als Gedicht des Monats Juli in den Siegerbereich verschoben.
Kurz, er bewies eine Geduld, vor der die hölzern-gleichmütige Geduld des Deutschen, die ja auf dessen langsamer, träger Blutzirkulation beruht, einfach gar nichts ist.
Gogol - Die Toten Seelen
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Re: [ohne titel]

Beitragvon annabell » Fr 15 Jun, 2012 12:50


boah, noch son dingens
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