Alle epischen Texte, die in keine andere Kategorie passen

Die Maus

Beitragvon Dostojewski » So 21 Nov, 2010 13:10


Vorweg. Ich bin umgezogen. Die ertsen 3 Teile findet ihr hier:

http://literatur-forum.info/index.php?o ... 2&id=39791
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Die Maus - Die Freundin

Beitragvon Dostojewski » So 21 Nov, 2010 13:12


Die Freundin

Der Klient von Thomas hat `ne Freundin. Die is 14 Jahre. Genau, nur 4 Jahre älter wie du. Der Klient ist 16 Jahre alt. Den beiden is manchmal langweilig. Da wollen die was machen. Das machen die dann auch. Da sagt man zu, die machen’s miteinander. Klingt kompliziert. Ist es aber nicht.

Jetzt ist die Freundin schwanger. Nein, du musst keine Angst haben. Nicht jeder wird mit 14 schwanger. Dass die so jung is, macht nichts. Wenn man die 16 Jahre vom Klient mit den 14 Jahren der Freundin zusammenrechnet, sind das 30. Das ist schon wieder ganz schön alt.

Das ist gut, dass die beiden es zusammen gemacht haben. Da freut sich die Mutti von der Freundin. Die kriegt jetzt mehr Geld. Brauch die Tochter ja nich. So`n Baby ernährt sich ja von der Brust. Das schläft den ganzen Tag. Haben Klient und Freundin wieder viel Zeit. Da können sie`s wieder miteinander machen. Sagst du: Kriegen die ja wieder ein Kind. Sagen die: Macht ja nichts. Man kann es übrigens auch miteinander machen und kein Kind kriegen. Findst du später bestimmt ganz prima. Is jetzt nich wichtig.

Den beiden is das egal oder aber die wissen das nich. Die müssen immer ihre Langeweile totschlagen. Keine Angst, dabei passiert keinem was. Da bleibt dann keine Zeit für die Schule. Is aber nich so wichtig. Lesen und schreiben können die ja schon. Hoffentlich. Die Muttis von den beiden hatten auch wenig Zeit für die Schule. Trotzdem geht es denen gut. Wenn die zum Beispiel umziehen, brauchen die ihre neue Wohnung nicht zu malern. Das machen dann vor dem Einzug richtige Maler. Die bezahlt das Sozialamt.

Du siehst, Klient und Freundin werden ein tolles Leben führen. Deren Kind wird viel erleben. Das muss auch nicht lange allein bleiben. Die beiden machen’s ja miteinander.

Vielleicht lässt der Klient seine Freundin mal allein; will eine andere Freundin haben. Macht auch nichts. Die kennen ja beide noch andere. Der Klient - eine Freundin der Freundin und die Freundin - einen Freund des Klienten. Die alle können es miteinander machen. Machen die auch. Da kriegen dann deren Eltern auch Geld für deren Kinder. Ja richtig, das heißt dann Kindergeld. Und weil der Klient ja den Thomas gut kennt, kümmert der sich der Thomas um das Kind von den beiden. Kümmert sich ja sonst keiner drum. Das macht total viel Arbeit, so`n Kind zu pflegen. Da gibt der Thomas die Arbeit ab. Das Kind auch. Da wo es gepflegt wird; in eine Familie. Du meinst, die Freundin ist jetzt traurig. Vielleicht. Is aber nich so schlimm, die kriegt bestimmt bald ein neues.


Er zijn dan ook geen uiterlijke kenmerken. Triple-X meisjes hebben wel vaker dan andere meisjes last van verlegenheid, haal-spraakproblemen, motorische stoornissen,

Das war holländisch
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Aw: Die Maus - Die Freundin

Beitragvon Struppigel » Mo 22 Nov, 2010 08:47


Der Teil ist eindeutig einer der besseren. Da zieht sich auch ein Pfaden bis zum Ende durch. Gefällt mir gut.
In dem hollandischen Satz steht irgendwas über das Triplo-X-Syndrom und seine Symptome. Ich finds schade, wenn diese Sätz willkürlich gewählt werden. Man könnte so gut noch eine Gemeinheit darin verstecken (auch mit Schimpfwörtern), die zum gegebenen Thema passt. Ich sehe natürlich ein, dass ein Einzelner kaum so viele Sprachen beherrscht. Aber es gibt ja Wege - in Zeiten des Internets - andere zu befragen.

So`n

Das ist kein Apostroph.
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Aw: Die Maus - Die Jagd

Beitragvon Dostojewski » Do 16 Dez, 2010 22:14


Der Thomas is sozial. Weißt du ja. Das geht aber immer nur, wenn er nicht allein ist. Erinnerst du dich noch; socius und so. Da brauch der immer wen, der das Soziale vom Thomas abkriegt. Viele die es abkriegen sollen, wollen das aber nicht. Die versuchen dem aus dem Wege zu gehen. Rehe laufen ja auch vor dem Jäger weg. Dem Jäger helfen Hunde.

Dem Thomas helfen Wörter. Davor haben die Betreffenden riesige Angst. Früher oder später geht Sopä und Jäger dann was in die Falle. Die kommen nicht mehr weg. Hier kommt auch das Wort Fall her. Es ging was in die Falle. Der Sopä sagt zu einem, der von ihm viel Soziales abkriegt, Fall. Der sagt nich, Ich kenn ein` dem geht’s schlecht. Nein das heißt: Ich habe einen Fall. Der Sopä kann nich sagen: Ich habe einen in der Falle. Würde dem sein Chef sagen, der hat eher ein` an der Waffel.

Es lässt sich auch besser zählen, wie viele Fälle ein Sopä hat. (Nein ich hab Fälle richtig geschrieben. Das wird hier nicht mit e geschrieben. Der Sopä zieht dem Klienten nicht das Fell ab.)

Der Sopä zählt immer seine Fälle. Es wollen immer viele Leute wissen, wie viel dem Sopä in die Falle gegangen sind ohne es tatsächlich wissen zu wollen. Ist doch klar. Der Jäger zählt auch seine erlegten Rehe. Weiß er wie viel er hat. Kann man ihm keins klauen. Das wiederum ist beim Sopä nicht so wichtig. Dem klaut keiner seine Fälle. Das könnte nur eine - ihm Fälle klauen. Die heißt Vernunft. Die is auf ihren Namen ganz stolz. Deswegen wird die dem Sopä auch keinen Fall klauen. Ich zumindest habe davon noch nichts gehört.

So muss sich eben jeder um seine Fälle kümmern und sehen, dass sie einem nicht wegschwimmen. Der Jäger will was essen und er Sopä will sich was zu essen kaufen. Geht dir nichts in die Falle, gehst du leer aus. Alte Neandertalerweisheit.

Du hast schon gesehen, dass ein Klient auf einen Sopä zuging?! Gibt’s auch. Die sind dann aber krank. Ein Reh z.B. hätte dann die Tollwut.



Uuuuhhhhhhhrrrrrrriiiiiiiuuu aaaaarrtrrrrrrrrrrrrrrrggggggg uuuuiiiiiii tatatatatatataaaaaaaaaaaoüsk

Das war neandertalisch
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Das Schmieden

Beitragvon Dostojewski » Mo 31 Jan, 2011 19:50


So ein Sopä sagt gern, dass er sich in andere reindenkt. Nein das ist kein Ersatzwort für Kinder machen. Der Sopä lernt andere kennen. Is seine Arbeit. Kann der sich nich gegen wehren. Will der auch nicht. Das wär wie ein Hufschmied ohne Hufeisen. Was soll der dann machen. Auch der Sopä muss das Eisen schmieden solange es heiß is. Is aber nich schwer. Wenn dem Sopä das Eisen aus der Hand fällt, lässt er es kalt werden. Sind ja noch andre Eisen zum schmieden da. Nimmt der halt so eins. Die Eisen von der Erde hebt der Sopä immer auf. Dann macht der die wieder heiß. Warum?! Manchmal kommt sein Chef vorbei. Da hat der Sopä dann immer gaaanz viel Arbeit. Da freut sich der Chef, dass er den Sopä hat. Der Chef meint, ohne den Sopä auch so viele Eisen im Feuer zu haben. Da hätt er viel zu tun. Denkt der. Da freut sich der Sopä drüber - dass der Chef das denkt. So sind beide ganz glücklich und haben viel zu tun.
Es will auch keiner wissen, dass der Sopä immer viel alte Eisen aufhebt. Deswegen kann der immer weitermachen. Alle denken, sie müssten sonst die Eisen aus dem Feuer holen. Da hat keiner Lust zu. Da will sich keiner die Finger verbrennen. Die wissen aber eins nicht: Man brauch nich jedes Eisen aus dem Feuer holen. Manchmal merkt ein Sopä das. Der findt seine Arbeit dann immer doofer. Darf der Chef nich wissen. Der Chef merkt es aber. Irgendwann. Meist zu spät. Da sagt man zu dem Sopä: der is ausgebrannt. Lustige Formulierung, nich? Is aber nicht lustig.
Das brannte mir auf den Nägeln. Wollte ich dir mal erklären. Ach nee. Das Reindenken wollte ich dir eigentlich erklären. Schaff ich nich mehr. Mach ich`s nächste mal.
Sempre più professori registrano le lezioni, le pubblicano su internet e permettono ai propri studenti di scaricarle sui lettori
Das war italienisch.
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Der Bewährungshelfer

Beitragvon Dostojewski » Do 10 Mär, 2011 11:14


Letzten Mittwoch hatte ich noch eine Menge Ärger mit Peter Lustig. Dieser intellektuelle Öko wollte mir weismachen, dass er bessere Erklärungen für Kinder abgeben könne als ich. Da lach ich doch drüber. Seinen dicken Nachbarn hat er doch auch nur von mir abgekupfert, weil sie einem inner Latzhose lieber keinen Elefanten anvertrauen wollten. Gehört jetzt hier wohl nicht hin. Das sind ja eigentlich Interna die die Konkurrenz beleben können.

Heute erklär ich dir mal was ein Bewährungshelfer ist. Könnte der auch selber, der ist ähnlich schlau wie der Thomas.
Macht der aber nicht. Wollte der aber machen. Hatte der mir gesagt.
Wenn man Ostern die Eier färbt und son Ei aufmacht, hat das oft auch was von der Farbe abgekriegt. So ist das bei einem Bewährungshelfer ebenfalls. Auch an dem bleibt früher oder später von dem was hängen, was ihn umgibt. So ist der halt manchmal mit Unzuverlässigkeit oder ausgeprägter Gelassenheit geschlagen.

Du kannst sicherlich schon erkennen, dass es sich um zwei Wörter handelt, die man zusammengesetzt hat. Wer die zusammengesetzt hat, weiß heute keiner mehr. Vielleicht will es aber auch keiner mehr wissen, denn es trägt so ein leichtes tautologischen Antlitz. Ist dem sicherlich peinlich.
Dein Papa geht jeden Tag arbeiten. Der ist Eisenflechter. Du hast ihn doch schon mal besucht. Der hat da ganz viel Eisen und daraus macht der ein Gerüst, dass dann seine Kollegen mit so`ner Pampe, dem Beton, zukippen. Schade um die Arbeit deines Papas meinst Du. Nein nein. Ohne die Gerüste von deinem Papa, brauchten die anderen da keine Pampe reingießen. Das würde nicht halten. Die Pampe hält sich nämlich an dem Gerüst fest. Das Gerüst deines Vaters bewahrt es vor dem Verfall, deswegen sagen auch alle Bewährung dazu. Und wenn die Pampe mit den Gerüsten deines Vaters zusammenkommt, kann man darauf große Häuser bauen. So fest wird das dann.
Du meinst jetzt schon zu wissen, was ein Bewährungshelfer sei?! Der Helfer von deinem Vater, der polonesisch spricht?! Ha ha! Nein, das ist ein Gastarbeiter und der spricht polnisch. Das Wort Gastarbeiter kann ich dir später mal erklären.
Also ein Bewährungshelfer ist einer, der anderen hilft sich zu bewähren. Du meinst, das klingt aber gar nicht wie Arbeit?! Da liegst du richtig. Prima!
So ein Bewährungshelfer ist nämlich auch nur ein Sozialpädagoge, und die, wir wissen es von Thomas, müssen nicht wirklich arbeiten. Warum der dann nicht auch Sozialarbeiter heißt, wenn es einer ist? Kann ich dir sagen: Das ist wie im Tierreich, wo die Tiere bei Gefahr ihre Farbe wechseln. Das irritiert den Angreifer bei den Tieren oder den Geldgeber beim Geld streichen.
Du kannst es aber auch mit einem Arzt vergleichen: Wenn du eine besondere Krankheit hast, bekommst du von deinem Arzt einen Schein und musst zu einem fremden anderen Arzt, z.B. dem Chirurg.
Und zum Bewährungshelfer kommen auch nur die mit nem Schein. Gehässige Menschen sagen dazu Jachtschein. Hört der Bewährungshelfer aber nich so gern.
Son Bewährungshelfer soll für Menschen was tun, die nicht so gefestigt sind, also z.B. klauen oder schlagen. Die funktionieren nicht richtig. Die halten auch nicht lange. Und da kommt der Bewährungshelfer ins Spiel! Der hilft diesen Menschen, sich selber eine Bewährung zu bauen, damit sie mehr aushalten. Aber aber! Nein! Der Bewährungshelfer schiebt dem Klienten nichts in den Arsch! Oder doch?? Egal.
Die Bewährung soll den Menschen vor dem Gefängnis bewahren und ohne Bewährung wäre er eben schon drin. Wie man eine Bewährung für einen Menschen erstellen kann, die dann auch hält?! Tut mir leid. Das weiß selbst ich nicht.
Der Bewährungshelfer weiß es aber - gibt er vor. Und für diese Vorgabe, die bloß Angabe ist, gibt ihm jemand anders Geld. Da lebt der von.
Ganz schön schwer zu verstehen. Mach dir keine Sorgen. Die, die Bewährung haben verstehen das auch nur selten. Manche haben dafür kein Verständnis, was wiederum den Bewährungshelfer verständnislos werden lässt. Jaja. Auch ein Bewährungshelfer muss sich dabei bewähren wenn er beim Bewähren helfen will.
Da fühlt sich so ein Bewährungshelfer manchmal wie die Bewährung selbst, die mit Pampe zugeschüttet wird. Und das Verrückte daran: Das Gefühl macht den Helfer dann über die Zeit auch hart.
Und da haben wir wieder ein Dilemma der Sozialarbeit – würde Klugscheißer Lustig jetzt sagen. Soll der doch mal lieber einen Beitrag über die Umweltverträglichkeit von Sozialarbeitern und die eventuellen Nebenwirkungen ihrer Arbeit schreiben.
Fest steht jedenfalls, dein Vater hat eine viel tollere Arbeit als so ein Bewährungshelfer. Der Pole? Den würde er so gut wie nich verstehen?! Das geht dem Bewährungshelfer auch ganz oft so – und der hat viel mit Deutschen zu tun. Wenns ganz schlimm kommt, sind die da auch noch stolz drauf.
„ab g kl“
Das war spartanisch
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Re: Die Maus

Beitragvon schreibhexe » Di 27 Dez, 2011 19:18


Genial! Hab mich herrlich amüsiert!

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