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Auszug Nr.4

Beitragvon schreibs » So 06 Sep, 2020 13:19


Jede der Straßen, die durch die Felsen aufgespannt wurden, verfügte über einen Straßenschächter. Dieser lenkte das Geschehen auf der Straße: er wies Drogensüchtige wie ein Verkehrspolizist ihren Dealern zu, begrüßte potentielle Lehnsnehmer und schickte Menschen in die Sterbefraktion. Diese bestand zum großen Anteil aus Menschen, die mit Todesangst in den Augen, in ihren Exkrementen am Straßenrand saßen.
Allen Schächtern gemein war ihre Gewaltbereitschaft, die sie routinemäßig demonstrierten, sobald eines ihrer schwarzen Schafe aus der Reihe tanzte. Auch Fremde, die das Misstrauen des Straßenschächters weckten, wurden von ihm vertrieben.
Jene von Felsen, Schächten und Schächtern geprägte Gesellschaft, verfügte auch über ihre spirituellen Führer.
Der Klerus zeigte sich in gehabter Manier, gütig und friedfertig und liess sich ab und an seinen Obulus von den Menschen zu kommen. Er sagte häufig "ich helfe gerne, wenn ich kann". Ich verbrachte eine schöne Zeit mit dem Klerus, der ein geselliger Zeitgenosse war, der harmlose Ziele zu verfolgen schien. Der Klerus hatte die Macht, Menschen in die Schächtungsfreiheit zu geleiten. was im Bollwerk der Schachtprozesse eine nicht selten gefragte Fähigkeit ist

"Mir wird das hier zuviel " rief eine der Prostituierten dem Klerus entgegen. "Ich kann dir gerne helfen. nun stellt sich aber erstmal die Frage, ob du vielleicht tabak hast?"
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