Märchen, Science Fiction, Fantasy

Die zwei Monde

Beitragvon awake » Fr 23 Jan, 2009 16:04


So, hier mein erster Versuch, ein etwas größeres Projekt anzugehen, früher hab ich lediglich Kurzgeschichten geschrieben.
Ich bitte euch, ernst zu sein und wirklich zu kritisieren, denn mit "gut gemeint" und "lieber mit Samthandschuhen anfassen" kann ich nichts anfangen und ich kann gut mit konstruktiver Kritik umgehen.
Habe diesen Teil der Geschichte bereits in einem anderen Forum gepostet, aus dem wohl viele von euch stammen - Werbung gut vermieden ^^
Hier also der Prolog, der in meinen Augen schlechteste der bisher 4 Teile, meines literarischen Ergusses:

Prolog
Es war eine verregnete Nacht, als der Wanderer mit seiner verknöcherten Hand an die Tür des Gasthauses klopfte. Allein schon der Name der Gaststätte, „Zum grimmigen Kellner“, verhieß nichts Gutes. Hinzu kam, dass es schon weit nach Mitternacht war und er nicht damit rechnete, dass ihm jemand öffnen würde. Seine Befürchtungen wurden nicht bestätigt und ein dicklicher Mann mit Vollbart im Nachthemd, vermutlich der Gastwirt, öffnete die Tür. Er erblickte sofort die schwarze Kutte des Mannes, die ihm bis zu den Füßen reichte.
„Was willst du um die Zeit hier?“, fragte er unfreundlich.
„Es tut mir leid, Euch um diese Uhrzeit zu wecken, aber ich brauche eine Unterkunft für die Nacht.“, antwortete der Wanderer, der eine Kapuze über sein Gesicht gezogen hatte, in freundlichem Ton.
„Wir sind voll.“, entfuhr es dem Wirt nur und er wollte die Tür schließen. Doch der vermummte Mann stellte seinen Stock zwischen Tür und Türrahmen.
Der Wirt schaute ihn an:
„Hörst du mir nich' zu? Ich hab' gesagt, dass wir voll sind, also such dir nen anderen Platz zum Schlafen, Penner!“
„Ich glaube, Ihr habt mich nicht verstanden...“ mit diesen Worten stand der Wanderer auf einmal hinter dem Wirt und flüsterte in sein Ohr: „wenn Ihr mir keine Zimmer gebt, werdet Ihr es bereuen, das schwöre ich Euch.“
Das Gasthaus war eher schlicht gehalten. Die rustikalen Holztische, die von Bänken umgeben waren, die altmodische Theke, alles ohne jegliche Verzierung. Umso seltsamer wirkte der große Kronleuchter, der über der Theke hing. Er verlieh diesem verlassenen Drecksloch eine gewisse Protzigkeit, die allerdings überhaupt nicht zum Rest des Hauses passte.
Die Holzdielen quietschten bei jedem Schritt, als ob das Gaststätte schon seit vielen Jahren existieren würde.
Dem Besitzer stand der Schweiß im Gesicht und er drehte sich panisch um:
„Wer seid Ihr?“
„Das tut nichts zur Sache, gebt Ihr mir nun ein Zimmer oder nicht?“
„Habt Ihr Geld dabei?“
„Ich denke doch, dass Geld nicht benötigt wird...“
„Ehm, jaja ist schon in Ordnung, hier hängt doch glatt noch ein Schlüssel...“, antwortete er, jetzt deutlich kleinlauter, während er nach dem letzten Schlüssel am Brett hinter seiner Theke griff.
Der Wirt wurde zusehends nervöser, als er den Fremden die Treppe hoch begleitete. Vor dem Zimmer mit der Nummer 42 bleib er stehen: „So, hier müsste es sein.“ Er steckte den Schlüssel in das Schlüsselloch und drehte in um. Man hörte ein leises 'klack' und die Tür öffnete sich. Dem Wanderer entfuhr nur ein leises „Danke.“ und der Wirt war schon längst wieder aus dem Zimmer verschwunden, ihm war der Neue nicht geheuer.
Das Zimmer war gemütlich gestaltet, die Fenster waren durch bunte Tücher verhangen, die wohl eigentlich nicht als Vorhang gedacht waren. An der Wand hing ein Portrait des Signur Krunan, einem ehemaligen Waffenschmied des Königreichs. Auf dem stabilen Holztisch stand eine kleine Lampe, in der das Licht langsam erlosch. Der Wanderer legte seinen Stock aufs Bett und setzte sich an den Tisch, kramte eine Rolle, eine Feder und Glas mit Tinte aus seinem Mantel hervor, öffnete das Glas und begann zu schreiben. Als er die Feder absetzte, legte er die beschriebene Rolle auf den Tisch, steckte die anderen Schreibutensilien in seinen Mantel zurück und legte sich auf sein weiches Bett. Er schlief sofort ein.
Am nächsten Morgen saß der Fremde schon früh am Tisch und aß sein Frühstück, dass aus einem Stück Brot, einem eher kargen Stück Käse und einem Krug Wasser. Das Essen war hier für gewöhnlich recht billig, da sich in der Nähe ein Gutshof befand, der das Gasthaus günstig belieferte. Auf einmal stolperte ein junger Mann über seinen Stock und fiel hin.
„Was soll das? Pass' doch mal auf, wo du deinen komischen Stock hinstellst, da kann sich noch jemand verletzen!“
„Habt Ihr ein Problem damit?“
Der Wanderer erhob sich.
„Ich habe ein Problem mit Leuten wie dir, die versuche, andere Leute mit ihrem arroganten Auftreten einzuschüchtern und dann noch umsonst übernachten dürfen.Pah, Leute wie du sollten ins Gefängnis wandern. Aber unser König ist viel zu gutmütig, warte bis der Selarinus erstmal auf dem Thron sitzt, dann könnt ihr Gesindel euch auf was gefasst machen, der ist nich' so nen Weichei!“
„Ihr bezeichnet mich als Gesindel, wollt Ihr einen Kampf?“ Er zog den jungen Mann zu sich hoch: „Eigentlich kämpfe ich nicht gegen hoffnungslos Unterlegende, aber wenn Ihr wollt, mache ich bei Euch eine Ausnahme...“
„Soll ich Angst vor dir haben? ICH? Vor DIR? Lächerlich.“
Der Wanderer fasste ihn mit Mittelfinger und Daumen am Kiefer und drückte zu. Man vernahm nur ein lautes Knacken, kurz darauf ein Poltern. Der Mann lag auf dem Boden und hielt sich seinen gebrochenen Kiefer. Die anderen Gäste zogen ihre Waffen und griffen den Fremden an, alle sehr verunsichert. Der Wanderer hielt seine Handfläche nach oben und es formte sich ein Feuerball, den er auf den ersten anstürmenden Gegner warf. Dieser flog durch den Raum und landete auf der Theke. Die anderen blieben wie angewurzelt stehen.
„Ist hier noch jemand, der meint, er könne sich mit mir messen?“ mit diesen Worten zog der Fremde sein Schwert, ein nicht sonderlich auffälliges, aber dennoch stach die perfekte Verarbeitung von Schneide bis Griff ins Auge. Das Schwert lag wie die Verlängerung seines Armes in der Hand des Fremden, er führte es wie ein wahrer Meister. Die Gäste wichen zurück und der Wanderer setzte sich wieder an seinen Tisch, um sein Mahl zu vollenden. Bevor er ging, beugte er sich noch über den jungen Mann, dessen Kiefer er gebrochen hatte, nahm seine Geldbeutel und ging zur Theke:
„Wieviel macht das?“
„Ähm, nichts, wisst Ihr doch...“
„Ich wiederhole mich nur ungern, also: Wieviel macht das?“
„15 Goldmünzen, bitte.“
Der Vermummte kramte im Beutel und legte nach kurzer Zeit 15 runde, goldene Münzen auf die Ladentheke. Er steckte den Beutel zurück in seine Kutte und verließ die Gaststätte.
Hinter ihm stürmte ein großer, kräftiger Mann aus der Tür, zog sein Schwert und holte zum Schlag aus. Der Wanderer drehte sich blitzschnell um, parierte den Schlag und schlug dem Angreifer mit seinem Stock gegen die Beine, sodass dieser den Halt verlor und sich auf dem Boden wiederfand. Der Fremde hielt ihm sein Schwert an die Kehle und fragte ihn:
„Was habt Ihr Euch von dem Angriff erwartet?“
„Ich... ich weiß nicht, du hast meinen Gefährten attackiert, was weiß ich was du ihm angetan hast, ich musste ihn doch rächen.“
„Merkt Euch meine Worte: Rache ist eine schlechte Eigenschaft des Menschen und Rache wird einer der Gründe sein, warum die Menschheit eines Tages untergeht, vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber ich bin mir sicher, dass wir durch solche schlechten Eigenschaften eines Tages untergehen werden.“
Er rammte das Schwert des Angreifers neben ihm in den Boden, schob das Seine in die Scheide zurück und ging weiter seinen Weg. Dabei fiel dem auf den Boden liegenden Mann ein, dass er nicht wusste, warum der vermummte Magiekundige überhaupt in der Gegend war:
„Hey, Fremder! Wohin reist du eigentlich?“.
Der Wanderer drehte sich um und antwortete: „Ich versuche denjenigen zu finden, der unser unausweichliches Ende abwenden kann, uns bestehen dunkle Zeiten bevor, vor der nur er uns retten kann.“
„Und du glaubst tatsächlich, dass du ihn hier finden wirst?“
„Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ich streife schon seit einigen Jahren umher und bisher hab ich ihn noch nicht gefunden.“
„Na dann, viel Glück noch“ dachte allerdings bei sich: „Mein Gott, der ist doch verrückt, er sucht seit Jahren nach einer Person und weiß nicht mal, wo er suchen muss? Naja, seine Sache.“
Der Wanderer drehte sich wortlos um und ging weiter seinen Weg, auf der Suche nach der einen Person, die die Welt retten soll...
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Re: Die zwei Monde

Beitragvon Orange » Fr 23 Jan, 2009 21:24


Hi awake (wach sein ist immer gut...)!
Deine Geschichte bedient jedes einzelne Klischee einer Fantasiegeschichte. Magie, der dunkle Fremde, die Welt muss gerettet werden, nur einer kann das tun, ein König.
Hier noch ein paar Anmerkungen zur Sprache:
Von der Handlung kann mich der Prolog nicht so wirklich überzeugen.
"verknöcherten Hand" verknöchert verwendet man eher für eine Einstellung, eine Weltsicht, als für ein Körperteil
„Zum grimmigen Kellner“ Wer würde seine Wirtschaft so nennen? Da ist ja "Zum fröhlichen Mörder"noch realistischer.
"Er erblickte sofort die schwarze Kutte des Mannes, die ihm bis zu den Füßen reichte." sieht er nur die Kutte nicht den Mann? Was ist so wichtig an dieser Kutte?
"der eine Kapuze über sein Gesicht gezogen hatte," warum sagst du das ausgerechnet hier, es wirkt irgendwie reingequetscht.
"entfuhr es dem Wirt nur " entfahren impliziert das er es unabsichtlich sagt, und das glaube ich meinst du nicht.
„Hörst du mir nich' zu? Ich hab' gesagt, dass wir voll sind, also such dir nen anderen Platz zum Schlafen, Penner!“ warum der plötzliche Sprung in der Sprache des Mannes?
"schwöre ich Euch. Das Gasthaus war eher " Warum der Zeitsprung?
"das Gaststätte" die Gaststätte, existieren klingt auch komisch
" Dem Wanderer entfuhr nur ein leises" schon wieder entfahren? Hier passt es gar nicht.
"Das Essen war hier für gewöhnlich recht billig, da sich in der Nähe ein Gutshof befand, der das Gasthaus günstig belieferte" warum ist das wichtig für den Leser?
Deine Dialoge wirken ziemlich gestellt und unrealistisch.
Das sind nur mal ein paar Sachen, die mir aufgefallen sind.
Insgesamt kann ich mir die Atmosphäre nicht wirklich gut vorstellen. Vielleicht solltest du dich bemühen sie genauer zu beschreiben.
Ich denke auch, dass man den Prolog stark kürzen könnte.
Ansonsten hoffe ich bewegst du dich im Laufe deiner Geschichte noch etwas weg von den "Fantasieklischees".
Hattest du Angst "mit Samthandschuhen angefasst zu werden"...
Sonnige Grüße
Orange
"Die schönste aller Farben ist die geheime Farbe der Worte."
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Re: Die zwei Monde

Beitragvon awake » Fr 23 Jan, 2009 21:41


Zum ersten: Ja, der Gutshof wird noch wichtig, ist halt erst der Prolog ^^
Die Sachen mit der Kutte sollen dem Fremden eine gewisse Mysteriösität verleihen, man kennt sein Gesicht nicht.
Wüsste nicht, wo ich noch allzuviel beschreiben soll, hab mir eigtl scho recht viel Mühe damit gegeben ^^
Ich weiß, dass ich mir vieler Fantasyklischees bediene, wird im Laufe auch net wirklich besser, ist als mein Metier ;)
Das "entfahren" sollte ausdrücken, dass die Personen kurz angebunden sind.
Der Stimmungsumschwung des Wirtes ist dadurch zu erklären, dass ihm der Wanderer a) nicht geheuer ist und er sich b) nich abwimmeln lässt.
Bei dem "die" und "das" kam dadurch Zustande, dass da vorher "Gasthaus" stand, ich es aber geändert habe und den Artikel vergessen hatte ^^
Mir ist halt nix besseres als existieren eingefallen, guter Punkt :D
Naja, der Wirt des Gasthauses war halt unkreativ, und weil sein erster Kellner so grimmig dreinschaute...

Wie gesagt, in meinen Augen is der Prolog der schlechteste Teil, wird im Verlauf deutlich besser - bis auf die Sache mit den Klischees ...

Danke für das Feedback

ein nicht mehr so wacher awake
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Re: Die zwei Monde

Beitragvon Orange » Sa 24 Jan, 2009 11:45


Hi Awake!
Wenn der Gutshof noch wichtig ist, solltest du ihn irgendwie in einem anderen Kontext erwähnen, so klingt es einfach leicht merkwürdig.
Natürlich verstehe ich das die Kutte "dem Fremden eine gewisse Mysteriösität verleihen" soll, allerdings klingt dein Satz komisch, da es so wirkt als würde der Wirt nur die Kutte, nicht aber das was drin steckt bemerken.
Du sollst auch keine langen Beschreibungen einbauen, sondern einfach nur die Stimmung der Situation rüberbringen.
Das "entfahren" sollte ausdrücken, dass die Personen kurz angebunden sind
das tut es - meiner Meinung nach - nicht, weil "entfahren in der deutschen Sprache eine andere Bedeutung hat.
Wie gesagt, in meinen Augen is der Prolog der schlechteste Teil, wird im Verlauf deutlich besser - bis auf die Sache mit den Klischees ...
Das ist schade, weil der Prolog der beste Teil sein sollte, der den Leser an deine Geschichte fesselt.
Und zwischen "Genre" und "Klischee" besteht auch noch ein Unterschied.
Insgesamt erinnert mich dein Text stark an eine erzählte Geschichte, das heißt gerade mit den Worten und Formulierungen geschrieben, die dir gerade in den Sinn gekommen sind.
Sonnige Grüße
Orange
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Re: Die zwei Monde

Beitragvon Struppigel » Mi 25 Feb, 2009 11:56


Hallo awake,

gleich vorweg kann ich Dir sagen, dass ich Orange im Großen und Ganzen zustimme. Im Folgenden ein paar Kommentare von mir (einige sind etwas scherzhaft - verzeih mir das, es ist nicht böse gemeint)

[quote="awake":88id5cf4]
Es war eine verregnete Nacht, als der Wanderer mit seiner verknöcherten Hand an die Tür des Gasthauses klopfte. Allein schon der Name der Gaststätte Ich sehe, du versuchst, das Wort Gasthaus nicht zu wiederholen - gut so. Allerdings ist eine Gaststätte doch etwas anderes als ein Gasthaus. Sie hat keine Schlafmöglichkeiten. Da Du Dich einer mittelalterlichen Welt bedienst, kannst Du auch Taverne dazu sagen., „Zum grimmigen Kellner“ , verhieß nichts Gutes. Hinzu kam, dass es schon weit nach Mitternacht war und er nicht damit rechnete, dass ihm jemand öffnen würde. Seine Befürchtungen ich würde es nicht als Befürchtung bezeichnen. Dieses Wort bedeutet, Furcht/Angst vor etwas zu haben. Dein Wanderer macht jedoch im weiteren Verlauf nicht den Eindruck, als würde er vor irgendetwas dieser Art Angst empfinden oder diese sich gar eingestehen wurden nicht bestätigt und ein dicklicher Mann mit Vollbart im Nachthemd, vermutlich der Gastwirt, öffnete die Tür. Er erblickte sofort die schwarze Kutte des Mannes, die ihm bis zu den Füßen reichte.
„Was willst du um die Zeit hier?“, fragte er unfreundlich.
„Es tut mir leid, Euch um diese Uhrzeit zu wecken, aber ich brauche eine Unterkunft für die Nacht. kein Punkt “, antwortete der Wanderer, der eine Kapuze über sein Gesicht gezogen hatte siehe Orange, in freundlichem Ton die Freundlichkeit liest man schon heraus.
„Wir sind voll. kein Punkt“, entfuhr es dem Wirt nur und er wollte die Tür schließen. Doch der vermummte Mann stellte seinen Stock zwischen Tür und Türrahmen.
Der Wirt schaute ihn an:
„Hörst du mir nich' zu? Ich hab' gesagt, dass wir voll sind, also such dir nen anderen Platz zum Schlafen, Penner!“ Das Wort Penner wirkt mir für diese Umgebung zu neumodisch
„Ich glaube, Ihr habt mich nicht verstanden...“ mit diesen Worten stand der Wanderer auf einmal hinter dem Wirt und flüsterte in sein Ohr: „wenn Ihr mir keine Zimmer er will mehrere Zimmer? gebt, werdet Ihr es bereuen, das schwöre ich Euch.“
Das Gasthaus war eher schlicht gehalten. Die rustikalen Holztische, die von Bänken umgeben waren, die altmodische Theke, alles ohne jegliche Verzierung. Umso seltsamer wirkte der große Kronleuchter, der über der Theke hing. Er verlieh diesem verlassenen Drecksloch eine gewisse Protzigkeit, die allerdings überhaupt nicht zum Rest des Hauses passte.
Die Holzdielen quietschten bei jedem Schritt, als ob die Gaststätte schon seit vielen Jahren existieren würde. könnte auch die schlechte Verarbeitung sein
Dem Besitzer stand der Schweiß im Gesicht und er drehte sich panisch um:
„Wer seid Ihr?“
„Das tut nichts zur Sache, gebt Ihr mir nun ein Zimmer oder nicht?“
„Habt Ihr Geld dabei?“
„Ich denke doch, dass Geld nicht benötigt wird...“
„Ehm, jaja ist schon in Ordnung, hier hängt doch glatt noch ein Schlüssel...“, antwortete er, jetzt deutlich kleinlauter, während er nach dem letzten Schlüssel am Brett hinter seiner Theke griff. Ich vermisse Motive, warum er diesen letzten Schlüssel nicht gleich rausgerückt hat. War der für Tante Erna?
Der Wirt wurde zusehends nervöser, als er den Fremden die Treppe hoch begleitete. Vor dem Zimmer mit der Nummer 42 blieb er stehen: „So, hier müsste es sein.“ Er steckte den Schlüssel in das Schlüsselloch und drehte ihn um. Man hörte ein leises 'klack' und die Tür öffnete sich. Es ist nicht nötig, dem Leser zu erklären, wie man eine Tür aufschließt, wenn dies keine ungwöhnlichen Details beinhaltet. Jeder weiß, wie das vonstatten geht. Ausreichen würde schon: "Der Gastwirt schloss die Tür mit einem leisen "Klack" auf."Dem Wanderer entfuhr nur ein leises „Danke. kein Punkt “ und der Wirt war schon längst wieder aus dem Zimmer verschwunden, ihm war der Neue nicht geheuer das kann man sich denken.
Das Zimmer war An dieser Stelle hast Du dreimal hintereinander "war". Versuch das umzuformulieren. (Solltest Du Hilfe brauchen, sag bescheid) gemütlich gestaltet, die Fenster waren durch bunte Tücher verhangen, die wohl eigentlich nicht als Vorhang gedacht waren waren waren. An der Wand hing ein Portrait des Signur Krunan, einem ehemaligen Waffenschmied Als Handwerker kann man berühmt werden? des Königreichs. Auf dem stabilen Holztisch stand eine kleine Lampe, in der das Licht langsam erlosch. Der Wanderer legte seinen Stock aufs auf das Bett und setzte sich an den Tisch, kramte eine Rolle, eine Feder und Glas mit Tinte aus seinem Mantel hervor, öffnete das Glas und begann zu schreiben. Als er die Feder absetzte, legte er die beschriebene Rolle auf den Tisch, steckte die anderen Schreibutensilien in seinen Mantel zurück und legte sich auf sein weiches Bett. Er schlief sofort ein. Ist das Beschreiben der Rolle noch wichtig? Wenn nicht, solltest Du das streichen.
Am nächsten Morgen saß der Fremde schon früh am Tisch und aß sein Frühstück, das aus einem Stück Brot, einem eher kargen Stück Käse Wie sieht ein "karges Stück Käse" aus? Soll das wenig Käse sein? Schlechter Käse? Ein Käse mit wenig Vegetation (analog zur kargen Landschaft) oder wenig Löchern? und einem Krug Wasser. Das Essen war hier für gewöhnlich recht billig, da sich in der Nähe ein Gutshof befand, der das Gasthaus günstig belieferte. hier fehlt eine Beschreibung der Umgebung. Wieviele Gäste sind anwesend? Wer serviert das Frühstück? Essen sie alle das gleiche? Sehen sie müde aus? usw usf Auf einmal stolperte ein junger Mann über seinen Stock Bezug deutlich machen. Der Stock gehört hier rein grammatisch zum jungen Mann und nicht zum Wanderer. Eine nähere Beschreibung des Mannes könnte nicht schaden. und fiel hin.
„Was soll das? Pass' doch mal auf, wo du deinen komischen Stock hinstellst, da kann sich noch jemand verletzen!“
„Habt Ihr ein Problem damit?“
Der Wanderer erhob sich.
„Ich habe ein Problem mit Leuten wie dir, die versuchen, andere Leute mit ihrem arroganten Auftreten einzuschüchtern und dann noch umsonst übernachten dürfen. Woher weiß dieser Gast davon, dass der Wanderer zuerst nichts bezahlen will? Pah, Leute wie du sollten ins Gefängnis wandern. Aber unser König ist viel zu gutmütig, warte bis der Selarinus erstmal auf dem Thron sitzt, dann könnt ihr Gesindel euch auf was gefasst machen, der ist nich' so nen Weichei!“
„Ihr bezeichnet mich als Gesindel, wollt Ihr einen Kampf?“ Er zog den jungen Mann zu sich hoch: „Eigentlich kämpfe ich nicht gegen hoffnungslos Unterlegende, aber wenn Ihr wollt, mache ich bei Euch eine Ausnahme...“ Zum Thema Auslassungszeichen guck mal hier: <!-- l <a class="postlink-local" href="http://www.literatur-forum.info/viewtopic.php?f=48&t=128">viewtopic.php?f=48&t=128<!-- l
„Soll ich Angst vor dir haben? ICH? Vor DIR? Lächerlich.“
Der Wanderer fasste ihn mit Mittelfinger und Daumen am Kiefer und drückte zu. Man vernahm nur ein lautes "nur" und "laut" passt nicht zusammen Knacken, kurz darauf ein Poltern. Der Mann lag auf dem Boden und hielt sich seinen gebrochenen Kiefer. Die anderen Gäste zogen ihre Waffen und griffen den Fremden an, alle sehr verunsichert Wie sieht das aus? Wie kann man sich verunsicherte Angriffe vorstellen?. Der Wanderer hielt seine Handfläche nach oben und es formte sich ein Feuerball, den er auf den ersten anstürmenden Gegner warf. Dieser flog durch den Raum und landete auf der Theke. Die anderen blieben wie angewurzelt stehen. Du hast geschrieben, die Gäste greifen ihn an und beschreibst kurz darauf, dass es keiner von denen überhaupt geschafft hat. Also haben sie ihn nicht angegriffen, sie waren nur im Begriff, es zu tun.
„Ist hier noch jemand, der meint, er könne sich mit mir messen?“ Was für ein Macho Mit diesen Worten zog der Fremde sein Schwert, ein nicht sonderlich auffälliges, aber dennoch stach die perfekte Verarbeitung von Schneide bis Griff ins Auge Die stehen voller Angst vor ihm und können trotzdem aus schätzungsweise einem Meter Entfernung schon die Qualität seines Schwertes erkennen? Das schafft nichtmal ein Kenner seines Fachs, ohne es wenigstens in der Hand gehabt zu haben. Interessantes Wortspiel: Das Schwert stach ihnen ins Auge. Autsch. . Das Schwert lag wie die Verlängerung seines Armes in der Hand des Fremden Erinnert mich ans Kendotraining - da halten manche ihr Schwertersatzgerät wie eine Verlängerung ihres Penis., er führte es wie ein wahrer Meister Hat er damit rumgewedelt, dass sie jetzt schon wissen, wie er seine Armverlängerung zu führen versteht?. Die Gäste wichen zurück und der Wanderer setzte sich wieder an seinen Tisch, um sein Mahl zu vollenden. Bevor er ging, beugte er sich noch über den jungen Mann, dessen Kiefer er gebrochen hatte Der liegt immer noch da und kein Schwein juckts? Kommt ihm niemand zu hilfe?, nahm seine Geldbeutel Wieso hat der mehrere Geldbeutel? und ging zur Theke:
„Wieviel macht das?“
„Ähm, nichts, wisst Ihr doch...“
„Ich wiederhole mich nur ungern abgesehen von dem Mann, der die Welt retten wird, der alle vor dem Unglück beschützen wird, der ..., also: Wieviel macht das?“
„15 Goldmünzen, bitte.“
Der Vermummte kramte im Beutel und legte nach kurzer Zeit 15 runde, goldene Münzen auf die Ladentheke. Er steckte den Beutel zurück Warum zurück? Er hat den Beutel gerade erst dem Mann abgeknöpft. in seine Kutte und verließ die Gaststätte.
Hinter ihm stürmte ein großer, kräftiger Mann aus der Tür, zog sein Schwert und holte zum Schlag aus. Der Wanderer drehte sich blitzschnell um, parierte den Schlag und schlug dem Angreifer mit seinem Stock gegen die Beine, sodass dieser den Halt verlor und sich auf dem Boden wiederfand. Der Fremde hielt ihm sein Schwert an die Kehle und fragte ihn:
„Was habt Ihr Euch von dem Angriff erwartet?“
„Ich... ich weiß nicht, du hast meinen Gefährten attackiert "attackiert" ist auch zu neumodisch. Wurde erst vor wenigen Jahren aus dem Englischen übernommen., was weiß ich was du ihm angetan hast, ich musste ihn doch rächen.“
„Merkt Euch meine Worte: Rache ist eine schlechte Eigenschaft des Menschen und Rache wird einer der Gründe sein, warum die Menschheit eines Tages untergeht, vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber ich bin mir sicher, dass wir durch solche schlechten Eigenschaften eines Tages untergehen werden.“ ... moralisiert ein Mann, der selbst bisher nur schlechte Eigenschaften vorzuweisen hatte - absolut unglaubwürdig
Er rammte das Schwert des Angreifers neben ihm in den Boden hatte er etwa beide Schwerter in seiner Hand? Wie darf man sich das vorstellen? , schob das seine in die Scheide zurück und ging weiter seinen Weg. Dabei fiel dem auf den Boden liegenden Mann ein, dass er nicht wusste, warum der vermummte Magiekundige überhaupt in der Gegend war: Dabei hätte ihm auch einfallen müssen, dass er ebenso die Farbe seiner Unterhose nicht kannte und die Anzahl seiner Bartstoppeln und die Haarfarbe seiner Mutter und wann er sich zum letzten mal gewaschen hat und ...
„Hey, Fremder! Wohin reist du eigentlich?“.
Der Wanderer drehte sich um und antwortete: „Ich versuche denjenigen zu finden, der unser unausweichliches Ende abwenden kann, uns bestehen dunkle Zeiten bevor Kennst Du das Wort "bevorbestehen"?, vor der nur er uns retten kann.“ Doppeltes Lottchen. Der, der das Ende abwenden kann, vor dem nur er uns beschützen kann, vor dem nur er uns retten kann, ohne den wir verloren sind ...
„Und du glaubst tatsächlich, dass du ihn hier finden wirst?“
„Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ich streife schon seit einigen Jahren umher und bisher hab ich ihn noch nicht gefunden.“ Auf einmal so gesprächig? Die Dialoge wirken unter anderem wegen dieser Inkonsistenz so unglaubwürdig. Die beiden haben sich gerade bekämpft und kennen sich kein bisschen, plaudern aber plötzlich miteinander als wären sie dick befreundet.
„Na dann, viel Glück noch“ dachte allerdings bei sich: „Mein Gott, der ist doch verrückt, er sucht seit Jahren nach einer Person und weiß nicht mal, wo er suchen muss? Naja, seine Sache.“ Ich finde ganz andere Sachen an dem Kerl verrückt. Zum Beispiel seine verkorkste Moral. Oder den Glauben, dass die Welt untergeht. (Warum wird das nicht angezweifelt? Das ist doch viel erschreckender.)
Der Wanderer drehte sich wortlos um und ging weiter seinen Weg Wieder geht ein Mann seinen Weg - welcher Weg ist das überhaupt? Der ins Auenland? , auf der Suche nach der einen Person, die die Welt retten soll... Das wissen wir schon aus diversen Erwähnungen des Wanderers selbst, dass er diesen Mann sucht, der das Unglück abwenden kann, der alle davor beschützen kann, der alle davor retten kann, der das Unglück abwenden kann, der alle ... [/quote]

Fazit: Nochmal gründlich überarbeiten.

Liebe Grüße
Struppi
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Re: Die zwei Monde

Beitragvon awake » Mi 25 Feb, 2009 16:06


soooo, auch mal wieder da^^

1. Der Wanderer ist eigentlich ein ausgeglichener Mensch, der freundlich bleibt, denke das wird im weiteren Verlauf der Geschichte noch klarer.
2. Sind halt paar Rechtschreib-/Tippfehler drin, nobody is perfect^^
3. Das ist nicht nur eine Verlängerung...
4. Gut, ab und zu eher schlechte Wortwahl... ^^
5. Die Sache mit dem Schmied wird auch im weiteren Verlauf deutlicher.

Ich darf mich aber selber zitieren:

Hier also der Prolog, der in meinen Augen schlechteste der bisher 4 Teile


Post vll bald den ersten Teil.
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Re: Die zwei Monde

Beitragvon Struppigel » Mi 25 Feb, 2009 17:09


1. Der Wanderer ist eigentlich ein ausgeglichener Mensch, der freundlich bleibt, denke das wird im weiteren Verlauf der Geschichte noch klarer.

Dass er freundlich ist, habe ich auch schon mitbekommen, hat aber nichts mit meiner Kritik zu tun. Moralisches Handeln und Freundlichkeit sind nicht dasselbe und auch nicht das gleiche.
DIe Ausgeglichenheit zweifle ich bei dem Machogehabe doch eher an.
2. Sind halt paar Rechtschreib-/Tippfehler drin, nobody is perfect^^

Genau deswegen habe ich sie angekreidet.
3. Das ist nicht nur eine Verlängerung...

Was?
4. Gut, ab und zu eher schlechte Wortwahl... ^^

Ähem.
5. Die Sache mit dem Schmied wird auch im weiteren Verlauf deutlicher.

Gut.

Ich darf mich aber selber zitieren:

Hier also der Prolog, der in meinen Augen schlechteste der bisher 4 Teile

Es spricht nichts dagegen, das zu ändern. ;)
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