Science Fiction ab 12 von eftos

14 bei Svinenysh daheim

Beitragvon eftos » Di 25 Mai, 2010 07:01


Tunnel Sci-Fi Trilogy -I- Das Königreich der Tausend (Blinde Passagiere)
Die Abenteuer von Prinz Henley zu Westerburg, Patchara Petch-a-boon und Svinenysh dem Ruba.

(XIV) bei Svinenysh daheim
Nachwehen gibt’s immer. Erwartete aber auch überraschende. Klar war der eine oder andere Schüler nun heiß drauf sich mal mit Svinenysh ablichten zu lassen.
Bei den älteren jedoch ist er ab nun eine Lachnummer. Mit Sechzehn, Siebzehn ist man halt zu cool für sowas.
Auch die Gruppe um Margot Rottweil insbesondere letztere selbst hasst den neuen Schulstar samt Bühnenbegleitung nun umso mehr.
Trotzdem bleiben Übergriffe bislang aus. Es sei denn man zählt blödes Grimasse ziehen, rumhüpfen und Witze reißen dazu.
Pop-Erfolg ist normalverteilt: es geht rasend schnell bergab. Der Schulalltag hält schnell wieder Einzug.
Gerade sitzen unsere drei Helden zum ersten Mal seit dem denkwürdigen Auftritt wieder beisammen im Fache Interregionskommunikation.
Es ist zum einschlafen. Irgendein Eemit hält gerade einen langweiligen Vortrag zur Pflanzenkultivierung auf Wahira. Selbst Heexio Palk sieht so aus als ob er eingenickt ist obwohl dies bei den Eemits auch die normale Zuhörerhaltung darstellen kann. Eventuell.
Patchara Petch-a-boon blinzelt heftig. Sie ist in Ihren Comm vertieft. Plötzlich macht Sie „Oh!“ Henley zur rechten und Svinenysh zur linken sehen sofort rüber.
„Wie schrecklich, Henley, schon wieder ein Angriff auf die Pakinger! Sieh mal was gerade eben per Tunnel-Package Transport Tweet im Newsweb angekommen ist.
Henley brennt nun auf die Meldung, Patchara liest vor: „Zu unserem Bedauern ist es gestern erneut zu einem feigen Bombenanschlag auf Pakinger gekommen.“ Svinenysh’s Gesicht nimmt bei dieser Nachricht die Gestalt eines großen O’s an. Er sperrt den Mund auf.
„Diesmal traf es die Provinz Sarpsborg…“ „Sarpsborg? Da war ich schon!“ Flüstert Henley. Svinenysh ist nun von Kopf bis Fuß gefesselt, er verschlingt Patchara fast mit seinen Augen.
Sie fährt fort: „Ganz besonders tragisch ist, das diesmal die Frau des Regionsvorstehers Eila Lundbarden unter den insgesamt acht Opfern ist. ‚Dieser Anschlag ist politisch motiviert‘ sagte Eivind Lundbarden, bevor er unter Trauer und Schock zusammenbrach. Er wurde kurz darauf in ein örtliches Krankenhaus eingeliefert. Eila Lundbarden hinterlässt eine elfjährige Tochter, Eevie. Diese befindet sich derzeit in psychologischer Betreuung.“
„Die kenn ich!“ sagt Henley entsetzt. „Ich war letztes Jahr bei denen zur Mittsommernacht. Die arme Eevie. Wie geht’s jetzt bloß weiter?“
Patchara sieht ihn an, Svinenysh biegt sich über den Tisch, so dass er fast waagrecht darauf liegt. Dabei sieht auch er seinen Freund mit großen Augen und offenem Mund an.
Henley ist entrüstet: „Was ist da drüben los? Früher gab es sowas nie. Warum jetzt? Der zweite feige Anschlag auf die Pakinger innerhalb von nur zehn Tagen. Die tun doch niemanden was.“
Obwohl Patchara Henley zuhört hat Sie zwischenzeitlich weiter gelesen. Sie sagt: „Da, Henley, dein Vater wird auch erwähnt:
‚Ich habe eine Vermutung, dass all dies vom Raah und dem konservativen Arm des Militärs dort gesteuert wird. Leider haben wir derzeit keinerlei Beweise. Wir werden ab heute jedoch verstärkt wachsam sein und keine weitere Gewalt dulden.‘ Diese…“
„Aaaahh, jawohl gut“ blubbert Svinenysh zwischenrein. Patchara nimmt den Faden wieder auf:
„Diese Aussage wurde in schärfster Form von den Vertretern des Militärs Ihrer Majestät zurückgewiesen. Sie sprechen von einer ungeheuerlichen Entgleisung. Gleichzeitig bestätigte Ihr Sprecher, General Torg Juriwitsch, die Handlungsunfähigkeit des Regenten von Königs Statt. Wörtlich:
‚Es wird Zeit, dass unsere hochverehrte und geschätzte Königin auch hier auf Pak Prime das Zepter in die Hand nimmt. Stellvertreter die nur Däumchen drehen, während anderswo Menschen sterben, ist das letzte was dieses System braucht.“
„Pooh, blöd ist der!“ sagt Svino und verschränkt die Arme. Patchara schüttelt auch mit dem Kopf. Henley denkt scharf nach:
„Irgendwas ist faul. Ich muss mich unbedingt mal um eine Tunnel-Conference rüber zum Indi bemühen. Ich sag denen einfach dass ich mit meinen Eltern sprechen will.“
„Blöd nur das mit der Zeitverschiebung. Sie garantieren eine Antwort in 120 Minuten, glaube ich. Das wird eher ein Monolog als eine Konversation, aber es ist die einzige Chance die ich habe.“
„Weis einer wo man das beantragen muss? Im Sekretariat?“. Patchara zuckt mit den Schultern. Henley sieht sich um: „Wenn Ihr wollt könnt Ihr gerne mitkommen.“
Svinenysh ist sofort Feuer und Flamme! Unbedingt will er dabei sein. Am besten jetzt gleich. Er freut sich wie ein kleines Kind. Patchara beruhigt Ihn, sie flüstert: „Wir gehen zu dritt, aber jetzt erst mal langsam.“
Irgendwie wurde in der Zwischenzeit das Kulturpflanzenreferat vorne an der Tafel zu Ende gebracht. Ein paar Mitschüler klatschen pflichtgemäß. Der Eemit schlurft behäbig auf seinen Platz zurück.
Hexio Palk richtet sich an die Schüler: „Sooxo rrk, das war ein Anschauliches, xrx, Referat. Mag das irgendjemand in zwei Sätzen kurz zusammenfassen?“ Keiner meldet sich.
„Vielleicht du, Henley? Du bist immer so still…“ Henley sieht sich um, doch von den anderen beiden hat auch keiner aufgepasst. Das Mädchen rechts neben Ihm sieht er nun zum ersten Mal. Kein Wort hat er bisher mit Ihr gewechselt.
Er beginnt: „Ööhh, …“ doch dann surrte Heexio’s Comm. „Gut, dann, xtr, machen wir das nächste Stunde. Bis dahin, auf ,xtt, Wiedersehen.“
„Los, gleich komm Tele, Video!“ Svinenysh ist voller Tatendrang. Er zupft Henley am Ärmel. Es ist Ihm in diesem Moment gleichgültig das er in die nächste Stunde muss.
Sein Freund besänftigt Ihn. „Schon gut, sachte, ich geh sobald als möglich zur Schabernack ins Sekretariat. Beruhige dich doch! Ich frag dann auch gleich ob Ihr zwei mitkommen könnt.“
Svino sieht Ihn für einen Augenblick fragend an. Sein ganzer Anblick besteht aus einem einzigen Fragezeichen in diesem Moment. Dann wird er wieder quietsch vergnügt und quicklebendig. Er sagt: „Hallo richtig puh! Genauso machen wir das, Juhuu!“
Das nächste Mal das die beiden besten Freunde, Patchara und Henley, Ihren Ruba wiedersehen war in der großen Pause beim Essenfassen.
Aufgeregt wackelt er schon wieder herum. Er sieht Sie an und winkt Sie wie wild in seine Richtung. „Was ist denn nun schon wieder los?“ fragt Patchara, dann gehen sie beide zügig an seinen Tisch.
„Ach Hallo, da schau wichtig ist es. Hier: meine Eltern auf Trymoo! Ihr wollt kommen zu mit mir? Große Einladung ich euch.“
Patchara und Henley sehen sich an. Keiner von Ihnen war jemals in einem Ruba Haus gewesen. „Wird bestimmt interessant“ denken sich beide, Patchara antwortet am schnellsten: „Tatsächlich? Danke Svino. Ganz reizend. Ich freu mich und komm sehr gern! Du auch?“
Henley bekundet fleißig sein „ja“, deshalb war es beschlossene Sache. Gleich nach dem Unterricht heute werden alle drei gemeinsam heim zu Svinenysh dem Ruba fahren.
Hier an dieser Stelle ist es nun angebracht über die Hauptfortbewegungsmittel des Raah-Indi-Systems zu berichten:
Auf der Hierarchie unten beginnt alles mit dem sogenannten Rocktar. Dies ist ein Auto mit ausfahrbaren Nano-Tube-Flügeln. Mit Ihnen ist eine Reise bis in die geostationäre Umlaufbahn des jeweiligen Planeten möglich.
Fahren und Niederorbit-Fliegen bezieht dabei die benötigte Energie aus den Hochleistungs-Solarmodulen, die unter der Oberfläche des gesamten Fahrzeugs verbaut sind.
Diese sind so leistungsfähig das Sie die Energie im Echtbetrieb generieren. Ein klobiger Energiespeicher fällt weg. Er wiegt stattdessen gerade einmal fünf Kilogramm, Tendenz fallend.
Der Antrieb im Luftraum wird simpel durch Propeller realisiert, verlässt man diesen werden sie eingefahren und der Ultrosin Verbrennungsmotor schaltet zu. Es handelt sich dabei um ein einfaches Raketentriebwerk.
Bei der überwiegenden Anzahl der Rocktars fehlt das Raketentriebwerk, diese abgespeckten Flycas können nur im Luftraum oder am Boden eingesetzt werden. Ein Flyca ist das mit Abstand häufigste Fortbewegungsmittel in unserem Zwei-Sterne-System.
Die nächsthöhere Klasse sind die sogenannten Spaceturbs.
Ein Spaceturb ist ein in der Umlaufbahn geparktes interplanetarisches Fortbewegungsmittel an dem ein autorisiertes Rocktar andocken kann.
Diese Turbs sind erheblich seltener als die Rocktars, sie stehen nur noch etwa 0.001 Prozent der Bevölkerung zur Verfügung.
Die große Mehrheit greift auf öffentliche Verkehrsmittel bei der Interplanetarischen Reise zurück. Spacetrains sind recht günstig aber auch etwas langsamer. Die Anschaffung eines Spaceturb können sich nur wenige leisten.
Die Kraftsoffbetankung und Wartung der Spaceturbs wird in Geostationären Raumhäfen autark von Maschinen der Spacebot-Klasse realisiert.
Ein Spaceturb verfügt über einen konventionellen Impulsantrieb der bis auf etwa 1% Lichtgeschwindigkeit, also 3000 km in der Sekunde beschleunigt werden kann. Jeder Planet innerhalb eines Sonnensystems ist mit Ihnen von jedem anderen Planeten aus bequem zu erreichen.
Deepjets sind die größten konventionellen Raumschiffe die wir besitzen. Es handelt sich um Interstellare Fortbewegungsmittel die von der Planetenoberfläche aus starten. In den Raumhäfen werden Sie dann für den deepshot getuned.
Sie verfügen über einen Hochleistungs-Impulsantrieb der Ionen-Klasse und erreichen mit ihm bis zu 20% Lichtgeschwindigkeit. Allerdings haben die Deepjets heutzutage kaum Bedeutung mehr. Seltenes Interstellares Reisen wird allein mit dem Tunnelbeschleuniger realisiert.
Weiter draußen, am Strange Energy Propulsion Lab, wird derzeit, basierend auf der Deepjet Telemetrie, ein neuer überlichtschneller Antrieb getestet. Bisher leider ohne jeden Erfolg. Viele sind der Meinung, das Geld könnte man anderswo besser investieren.
Soviel zum Thema Reise und Transport. Jetzt zurück zur Geschichte.
Unsere drei Freunde verabreden sich also flink zum Treffen vor dem College auf dem Tar-Port, gleich um zwei Uhr nachmittags.
Henley hatte zur Feier seiner Einschulung eines dieser neuen Xpeed-Rocktars bekommen. Auch wenn er dies noch nie erwähnt hat, ist es nun soweit das die anderen es auch erfahren.
Sogar der aus gutem Hause stammenden Diplomatentochter Patchara Petch-a-boon entlockt der Anblick des dunkelgrauen Flitzers mit seinen blauen Rennstreifen ein freudig erstauntes „Oh lala“.
Henley versucht sofort zu beschwichtigen, mehr noch: es ist ihm sogar richtig peinlich.
Allerdings kommt da von weitem etwas auf Ihn zu, das nur noch aus zwei aufgerissenen Augen zu bestehen scheint.
Ein junger Ruba kommt im Affenzahn und mit weit aufgesperrten Augen und offenen Mund dahergelaufen.
Schon von zwanzig Meter Entfernung ist zusätzlich sein „Ohhh“ und „Aaah“ deutlich zu hören.
Je näher er kommt umso mehr steigert sich sein Entzücken, bis hin zur Raserei.
„Toll, super oh, wie das ist!“ sagt er und zückt ein Taschentuch. Er wienert das gläserne Cockpit. Dann schnüffelt er um das ganze Rocktar der Xpeed-Klasse herum.
Verzückt begutachtet er die glänzende Oberfläche mit den eingelassenen Solarmodulen. Hat er sich aufgeteilt?
Svinenysh ist so flink das er quasi an mindestens drei Stellen gleichzeitig das Schmuckstück begutachtet.
Irgendwie schafft er es sogar dabei Laute von sich zu geben. „Mannomanno-klasse, Ist das mein Lieber! Hoho.“
Als er wieder mal bei Ihr vorbeiwuselt fängt Patchara Petch-a-boon den jungen Ruba ein. „Stopp Svino! Sonst kommen wir nie zu dir nach Hause!“
„OH, hallo, aber ja, stimmt das!“ macht Svino. „Los also dann!“
Henley öffnet sein Gefährt mit dem Comm. Sofort springen die Flügeltüren auf. Maximal vier Personen kann das elegante Fahrzeug transportieren. Dabei sind die Sitze parallel aber seitlich etwas zurückversetzt um in der Breite Platz zu sparen.
Henley nimmt vorne Platz, daneben Patchara. Svinenysh der Ruba zelebriert seinen Einstieg. Er setzt sich mit deutlich geschwellter Brust staatsmännisch auf seinen Sitz hinter dem jungen Prinz.
„Danke dass du mir die Koordinaten schon übermittelt hast, Svino“. Henley steckt seinen Comm in die dafür vorgesehene Halterung und drückt einen Knopf. Der Navi Computer ist somit programmiert.
Sie beschleunigen auf dem Parkplatz bis selbsttätig die Nano-Tubes ausfahren, die Propeller ausklappen und das Rocktar mühelos abhebt, Richtung Svinenysh’s Haus.
„Opsalla Juhuu“, macht dieser. Mann, ist der stolz mit solch einem Gefährt bald bei sich zu Hause aufzukreuzen.
Bald schon sind die extravaganten knallbunten Dächer von Rubville zu erkennen. Bei diesem Vorort Lyporo’s handelt es sich, wie der Name bereits erahnen lässt, um eine reine Siedlung der Ruba vor den Toren der Hauptstadt des Trivy.
Strahlend weiße Häuser mit abgerundeten Ecken stehen da unten. Die Dächer jedoch strahlen in allen Farben. Von Grellgelb bis Knallpink ist alles dabei.
Selbst den Ältesten ist es entfallen wie diese Tradition entstanden ist. Tatsächlich sind fast alle Häuser Ihrer Heimatwelt mit ebenso bunten Dächern versehen. Vielleicht wollte man einfach das einheitliche Blätterdach des Dschungelmondes damit aufreißen?
Elegant setzt Henley sein Rocktar auf. Naja, besser gesagt der Navi-Computer tat so. Die Nano-Tube-Flügel samt Propeller fahren ein, die letzten Meter heim zu Svinenysh fährt Henleys Xpeed wie ein normales Auto.
Einige Ruba beobachten die Szene. Manche davon stupsen sich gegenseitig an. Es ist selten dass ein solches Spaceship direkt in Ihrer Vorstadt landet.
Viel größer ist jedoch Ihre Verwunderung als einer der Ihren, kaum zwölf Jahre alt, elegant und selbstbewusst aus seinem Cockpit aussteigt. Mit staunenden Gesichtern stehen Sie nun da, viele unter Ihnen zeigen mit Ihren Fingern auf den neuen Helden.
Stolz wie Otto geht Svinenysh auf sein Haus zu. Es hat ein knallblaues Dach, statt Ecken Rundungen, auch die Fenster sind in Kreisform gehalten. Patchara und Henley folgen flink.
Er drückt seinen Comm, die Tür springt auf „Los hinrein kommt!“ sagt er stolz zu seinen Freunden.
Also betreten die drei ein Haus das von Kopf bis Fuß strahlt und glänzt. Es riecht so als ob es erst gestern erbaut worden war.
Hinten in der Ecke ist jemand eifrig am werkeln. Eine Ruba wienert und putzt gerade fleißig den Treppenaufgang, dabei trötet sie wohlbekannte Melodien.
„Ooh, ja, schade ists, Abeitsweg los geworden arme Tante von mir.“ Beginnt der Junge Ruba „ich darf euch vorstellen meine Ravenosch Tante!“
„Ravenosch, Ravenosch!“ ruft er. Erst jetzt nimmt Sie die Besucher war. „Liebe Tante! Besuch wir haben. Ich zeigen Patschala Petschabun und vom Indi Henley“
Ravenosch lehnt sich zurück und stutzt. „Indi, Indi? Achohjemine!“ sagt sie. Dann geschieht etwas so sonderbares, für Menschen kaum zu verarbeitendes.
Tante Ravenosch springt mit einem einzigen Satz vor Svinenysh im Wohnzimmer. Dann tänzelt Sie plötzlich von einem Bein auf das andere und schüttelt Ihre Hände aufgeregt. Gleichzeitig gibt Sie grunzende und quiekende Laute von sich.
Henley und Patchara sehen sich erst ungläubig an, dann fällt Ihnen die Kinnlade runter. Svinenysh jedoch steht mit verschränkten Armen vor seiner Tante und sieht sie aufmerksam an.
Die beiden unterhalten sich auf Rubsch, der Muttersprache der Ruba. Es ist eine Ausdruckssprache. Der eine tänzelt, grunzt und quietscht, der Andere steht mit verschränkten Armen davor und hört zu.
Jetzt ist Svinenysh an der Reihe. Ravenosch nimmt die Zuhörerposition ein. Svino quiekt und grunzt doppelt so schnell wie seine Tante, er hoppelt von einem Bein zum anderen, seine Arme zucken vor und zurück. Er ist anscheinend Aufgebracht.
„Was ist denn los?“ fragt Patchara verstört „Svino, Svino?“. Doch Ihr Freund hört weg, es kommt sogar noch heftiger.
Nun stehen sich beide Ruba gegenüber und unterhalten sich gleichzeitig hektisch auf Rubsch. Eine unglaubliche Szene! Diese Geräusche. Es erinnert echt an einen überfüllten Schweinestall. Dieses gequiekte Kauderwelsch. Es handelt sich anscheinend um höchst wichtige Informationen.
Manche, zum Beispiel Margot Rottweil, fanden Svino’s Performance in Interregionskommunikation einfach nur doof. Andere lachten sich kaputt. Naja, wenn das erste der gespielte Witz war, so ist dies jetzt der tödliche. Es ist zum wegschmeißen, was sich hier jetzt in diesem Moment abspielt.
Irgendwie hat es jedoch auch was Ernstes. Irgendwann mittendrin, es ist gerade besonders laut, hebt Svinenysh seine beiden Arme neben Seinen Kopf und wackelt heftig. Ravenosch verstummt. Dann wendet sich der junge Ruba auf Deutsch an seine Tante.
„Sicher bist du dir hundert Prozent?“ fragt er. Sie nickt.
„OOH was gehört, ist was los, meine Tante hat sie!“ sagt er schließlich zu Henley.
„Was hat sie gehört?“ fragt der junge Prinz sofort. Es muss, diesem Auftritt nach zu schließen, höchst wichtig sein.
„Gehört Sie hat Rebelkov bei, Anschläge geplant auf Pakinger im System Indi!“ Svinenysh macht ein absolut offizielles Gesicht dazu. „Sogar rausgeschmissen Sie nun er Sie ist!“ nun wird er richtig traurig.
Patchara spitzt die Ohren. Henley will gerade etwas fragen, doch sie hält Ihn zurück. Sie geht auf die ehemalige Putzfrau des Generals Ihrer Majestät zu und fragt langsam:
„Was genau hast du denn gehört, liebe Ravenosch“?
Die angesprochene fasst sofort vertrauen zur kleinen Diplomatentochter. Sie hat diese Integrität bei Ihren Eltern gelernt.
Nun beginnt Ravenosch Ihre Geschichte zu erzählen.
„War ich bei Rebelkov putzen gerade, als viele alle kamen. Sogar Hypatia Königin I war dabei“
„Dann ich horchen Sachen alles soll Hypatia und Anschläge auf arme Pakinger im System.“
„Und dann Rebelkov mich setzten auf die Straße raus. Oh jemineh! Alles aus ohjaa, aber ich nun hier putzen bei meine Bruder Hazhlimosh, sehr lieb. Gut.“
Alle drei, Patchara und Henley im Besonderen sehen sich vielsagend an. War das der Grund für die schrecklichen Ereignisse drüben im entfernten System? Alles deutet nun darauf hin…
Svinenysh selbst erkennt die Wichtigkeit der Aussage, deshalb fragt er sie: „Sicher echt du bist dir, liebe Tante?“
„Jawohl ja, sicher natürlich ich!“ Sie verschränkt die Arme und dreht sich beleidigt weg. Jetzt ist allen klar: Sie sagt die Wahrheit.
Aber wie viel ist diese Wert? Null! Einer gekündigten Putzfrau, Spezies Ruba, wer glaubt Ihr? Niemand. Diese Aussage direkt gegen die Herrscherin eines Zweisterne-Systems, bei einem Treffen das offiziell nie stattgefunden hat… Ausgelacht würde Sie werden, wahrscheinlich sogar verhaftet als Anstifterin zum Bösen.
Henley ist dies klar: Er würde Ihr Leben zerstören. Die einzige Möglichkeit ist, dass er nun selbst aktiv wird. Er weiß es einfach. Auch wenn er noch keine Ahnung hat wie.
Er atmet tief durch: „Ich muss jetzt unbedingt diese Schalte rüber zu meinen Eltern bekommen. Das ist mal das erste. Hoffentlich klappt das, ansonsten, ja, dann müssen wir uns was ausdenken!“
Danach geht Patchara direkt auf die immer noch leicht beleidigte Ravenosch zu und drückt Sie.
„Danke, liebe Ravenosch, das hast du sehr gut gesagt. Es bleibt auch unter uns, das Versprechen wir dir.“
Sofort strahlt die gelernte Reinigungsfachkraft herzlich in Ihre Richtung. Alles ist vergessen, sie war glücklich wie ein Kind.
„Mach dir keine Sorgen, wir kümmern uns um das alles. Jetzt muss ich dir aber erst mal sagen wie schön du es hier gemacht hast.“
„Ooh, einfach sehr ist das. Ja, Svinensyh gemeldet euch. Ich auch gekocht fein habe was! Sehr gut Trymoo Leibspeise. Kommt Ihr alle mit, sapperlot!“
Eine wirklich leckere vegetarische Spezialität, der letzte schöne Tag auf Erden? Nun ja, bald werden sich die Dinge ändern, das ist unseren drei Helden klar. Was für einschneidende Änderungen damit einhergehen, das kann jedoch noch keiner zu diesem Zeitpunkt erraten.
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