Science Fiction ab 12 von eftos

17 Reise zum Vex

Beitragvon eftos » Mo 14 Jun, 2010 07:31


Tunnel Sci-Fi Trilogy -I- Das Königreich der Tausend (Blinde Passagiere)
Die Abenteuer von Prinz Henley zu Westerburg, Patchara Petch-a-boon und Svinenysh dem Ruba.

(XVII) Reise zum Vex
Was sitzt den da für ein Idyll in der Kantine beisammen?
Unsere drei Helden stecken Ihre Köpfe zusammen. Zwischendurch murmelt Henley immer wieder „Ich muss rüber“ und „Einzige Chance.“
Da, aus dem Hinterhalt, unerwartet, folgende Ansage: „Verzeihung wenn ich um Entschuldigung bitte“.
Sie schrecken auf. Ist es ein Spion? Nein, alles andre als das. Mikkel Silva steht bestens gelaunt hinter Ihnen. Er verwendet eine Metapher im derzeit populären Svino-Slang.
Keiner hatte Ihn bemerkt und doch steht er nun breit grinsend vor Ihrem Tisch, zerzaust wie immer. Dann sagt er: „Ich hätte da jemand für euch.“
„Bitte was?“ sagt Henley überrascht? „Na Ihr wollt doch rüber zum Indi, oder?“
Mikkel fährt fort: „Ich hab zwar keine Ahnung warum und es ist auch allein eure Sache, aber ich denke mir mal das Ihr drei Sterne nur aus gutem Grund zusammen hier in der Kantine verschwörerisch rumlümmelt. Wenn dann noch einer flüstert ‚Ich muss rüber‘ sind für mich alle Klarheiten beseitigt.“
Henley will gerade antworten aber jemand anders ist schneller:
„Klein zu bist du!“ plappert Svinenysh „Wie helfst du wollen uns? Hahaha! Genau, aber wichtig es ist sehr, da du recht haben hast.“
Henley tätschelt das Handgelenk des Ruba er deutet Ihm damit an sich zurückzunehmen. Dann fällt ihm etwas ein:
„Ja es stimmt tatsächlich. Ich hab dort drüben was zu erledigen. Hmmm, Mickel Silva… Was ist dein Onkel noch mal von Beruf?“
„Ganz genau, mein lieber Onkel leitet die Machine City oben auf dem Vex. Zudem kennt der gute alte Nef alles und jeden im gesamten Raah-Indi System. Wenn euch einer rüberbringen kann, dann er.“
Die drei Abtrünnigen sehen sich vielsagend an. Svinenysh ist praktisch schon auf dem Vex. Durch diese Reaktion ermutigt bringt Mikkel nun auch sein wahres Anliegen vor:
„Um ehrlich zu sein. Mir ist‘s hier zu leicht. Es gibt schlauere als mich, aber was die hier in Robo-Tec machen… da kann ich wesentlich mehr bei meinem Onkel oben lernen.“
„Es dauert noch eine ganze Weile bis zu den Prüfungen, denen ist doch egal woher wir unser Wissen haben. Ich komm schon wieder zurück. Kein Thema.“
Die Junge Diplomatentochter schlägt ähnliche Töne an: „Da ist schon was Wahres dran. Mehr als nur ein Gespinst. Ich könnte uns den ganzen Stoff runterladen. Zum Lernen braucht man keine Lehrer. Wir fragen uns gegenseitig ab.“
Dann schaut sie rüber zum Kollegen Spezies Ruba: „Lieber Svino, glaub mir, auch deshalb ist es eventuell besser, wenn du daheimblei…“
Svinenysh explodiert optisch. Er sieht so aus als ob er in eine Steckdose gegriffen hat. Sein kurzes lila Haupthaar steht senkrecht. Alle starren Ihn nun an, dann beginnt sein Feuerwerk:
„Nein! NO! Nieeeh oh weh! Svinenysh der Ruba kommt mit dabei! Ich Comm habe auch kann lernen wie du wirst schon sehen! Ravenosch liebe Tante ohne nur Svinenysh wichtig. Mit, mitt auf jeden Fall dabei! Bitte, bitte Patschala, Bitte, danke Henley und Mikkel. Jawohl!“
Die beiden letzteren sehen Patschara böse an. Diese hat sofort ein schlechtes Gewissen: „Schau mal Svino, das wird sehr gefährlich…“
„Gefährlich ist egal, Helfen mitkommen wollen basta ist!“ Plappert der Angesprochene.
Alle Diplomatie ist nun vergebens, überstimmt war Sie sowieso schon längst. Sie gibt sich geschlagen: „Naja, evtl. ist es gut wenn du dabei bist. Wir werden eh wenig zu lachen haben…“
Svino sperrt den Mund und die Augen auf, er quakt: „Oooh, du denken Witz ich bin Figur? Aahh, Svinenysh stark und schneller als du, juhuu!“
Nun ist Patchara vollständig am Boden, sie meint kleinlaut: „Du weißt, das ich das nie so gemeint habe. Wie kannst du nur…“ Ihre Augen werden feucht.
Svinenysh nimmt sie sofort in den Arm: „Aber hallo oho! Alle, jeder fahren wir mit. Vier an der Zahl. Los also dann, toll ab dafür!“
Henley bewegt seine Hände beschwichtigend: „Klar fliegen wir alle vier. Patchara ist die Lehrerin, Ich der Pilot, Svinenysh leitet spezielle Projekte und Mikkel ist Kommunikationsassistent hin zu diesem nebulösen Gefängniswärter.“
Svinenysh schnalzt mit der Zunge und klatscht in die Hände. Ganz genau so hätte auch er es gesagt, wenn er denn könnte.
Nun ging‘s an die Vorbereitungen. Sie dauern bei Ihm drei Minuten. Er braucht nur seinen Comm. Ja, der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt dass die Lotus-Effektkleidung auch für Ruba auf dem Markt ist. Sie reinigt sich selbst, wie die Badehose, die trocken ist, wenn man aus dem Wasser steigt.
Nur seiner Tante muß er verklickern was er vorhat. Kein Problem. Eine Minute Rubsch und alles ist in trockenen Tüchern.
Patchara hat am meisten zu erledigen. Ist Sie doch die Einzige die einen kompatiblen Spaceturb in der Umlaufbahn auftreiben kann. Aufgrund ‚diplomatischer Beziehungen‘.
Freilich hat Ihr Vater Fragen, aber diese zerstreuen sich schnell als sie erklärte das Prinz Henley zu Westerburg ebenfalls auf dieser ‚Exkursion‘ dabei sein wird. Sie tarnt die ganze Aktion praktisch als harmlose Klassenfahrt.
Henleys Flitzer ist bald startbereit aufgetankt, die Proteinpillen verstaut, der Flüssigkeit Synthesizer startklar.
Interplanetarische Flüge können Tage dauern. Zwischen den leicht versetzen Sitzen der Passagiere ist genug Platz für einen gewundenen Gang. Dieser führt hinter zur Sozialkabine. Ohne auf Details eingehen zu wollen: Es gibt komfortableres, aber auch diese Einrichtung funktioniert.
Am nächsten Tag nach Schulschluss ist es soweit: Alle Viere treffen sich auf dem wohlbekannten Platz vor dem Alanis College der angewandten Wissenschaften.
„Tür los, aufgesperrt“ schreit Svinenysh. Henley drückt den Knopf. Mit einem Satz springt der junge Ruba rein. Er sitzt ganz hinten. Vor Ihm Mikkel, der anerkennend nickt. Dann Patchara Petch-a-boon und ganz vorn der Pilot, Henley.
Patchara steckt Ihren Comm in die Halterung und Programmiert den Bordcomputer hin zu Ihrem Turb oben in der geostationären Umlaufbahn.
Henley startet sein Rocktar. Unspektakulär wie die kleinen Flycas fuhr er los, dann klappen die Nanotubeflügel aus und das elegante Gefährt hebt Propellergetrieben ab.
Immer höher schrauben Sie sich. Lyporo unter Ihnen wird kleiner und unscheinbarer. Schon kurz darauf werden die Propeller in die Flügel eingeklappt und diese auf die Hälfte der Spannweite verkürzt.
Der Ultrosin Verbrennungsmotor im Heck der Maschine schaltet sich ein. Mit vollem Schub geht es Richtung geostationär geparktem Turb. Jemand bestimmtes schreit „Juhuhu Hallo Hoo!“
Da vorne ist er bereits zu sehen. Turb-Platz Lyporo Peta I, Gateway der Hauptstadt zu den Planeten des Raah Systems, den Flügen zum Strange Energy Propulsion Lab und Umsteigebahnhof für die Deepjet Passagiere.
Ungerührt vom Ambiente verfolgt Henleys Rocktar seinen Weg mitten in die glänzenden Turbs der neuen Stax-Klasse.
„Andockmanöver in T minus zwei Minuten.“ Knattert der Bordcomputer. 180 Sekunden später sind Sie fest mit Patcharas Spaceturb verdrahtet. Es sieht höchst beeindruckend aus was für eine Kraftvolle Antriebsmaschine da nun um Sie gelegt worden ist.
„Start in T minus 60 Sekunden“ Svinenysh platzt vor Spannung, Mikkel beschäftigt sich lieber mit seinem Comm.
Kurz vor Ablauf dieser Zeitspanne jedoch, legt auch der coole angehende Robo-Tec diesen beiseite. Er weiß: nun wird’s hefig.
Der Turb startet sein Triebwerk, das Gefährt schießt mit dem x-fachen der normalen Fallbeschleunigung davon. In seinen Sitz gepresst zeigt Svino nun die Zähne. Gigantisch, mit dieser Geschwindigkeit den Trivy zu verlassen.
Zeit sich umzuschauen. Aha: Hell in der Ferne, dennoch unerreichbar, der Indi. Henleys Heimatsystem. Hinter Ihnen der kleiner werdende Trivy, da, rechts weit außen: Das könnte er sein: Tunnel Gamma I, der Ringbeschleuniger, Der Raumtunnel rüber.
Svino’s Augen werden feucht. Deutlich zu sehen links nun der grüne Diamant des Raah Systems, der Junglemond Trymoo, seine Heimat.
Vom Wasserplanet Eerx mit seinem Superkontinent keine Spur, falsche Richtung. Weiter außen.
Wir wollen ja zum Vex, nach innen. Dieser geheimnisvollen Steinkugel ohne Eigenrotation, die Eine Seite im Feuer, die andere in der Weltraumkälte.
Und genau auf dem Nullmeridian des Äquators, West warm, Ost kalt, dieser düstere Ort namens Machine City, Heimat des wichtigsten und gleichzeitig sichersten Gefängnisses eines gesamten Sonnensystems.
Alle sind gespannt auf den Komplex, die Roboter und die Gefangenen. Alle, ausgenommen natürlich Mikkel, der Neffe des CoOs, des Betreibers, diesem seltsamen Aussteiger Nef Silva. Für Ihn ist es fast schon eine Heimkehr.
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