Science Fiction ab 12 von eftos

21 Telematik

Beitragvon eftos » Fr 23 Jul, 2010 08:48


Tunnel Sci-Fi Trilogy -I- Das Königreich der Tausend (Blinde Passagiere)
Die Abenteuer von Prinz Henley zu Westerburg, Patchara Petch-a-boon und Svinenysh dem Ruba.

(XXI) Telematik
Erleichterung in allen Gesichtern hier in Ihren Gemächern. Besonders Svinenysh trällert die ganze Zeit vor sich hin „rüber geht’s hinüber, ruba-indi tralla“.
Henley spricht wieder mal den Plan mit Mikkel durch: „Genauso machen wir’s: Du fliegst uns zum Ringbeschleuniger weil es unmöglich ist den Wespley dort zu verankern. Viel zu auffällig.“
„Den Beta Mech-Tec verstauen wir im Laderaum ganz hinten, hinter der Sozialkabine. Sobald sich die Druckschleuse öffnet ist deine Mission den Rocktar sicher hierher zurück zu bringen. Ist soweit alles klar?“
Patchara Petch-a-boon, die gespannt zuhört sieht Mikkel fragend an. Wie wird er reagieren? Sie brauchen einen Piloten, maximal drei können rüber zum Indi.
Doch Ihre Angst ist unbegründet denn Mikkel meint lapidar: „Geht klar. Gebt mir halt einen beep wenn Ihr wieder hier seid.“
„Wann los geht es genau? Nun jetzt sogleich?“ fragt jemand bestimmtes.
Die junge Diplomatentochter hebt die Hände beschwörend in die Höhe: „Svino, zum letzten Mal, es sind noch zwölf Stunden. Morgen früh sozusagen, wenn es denn hier sowas geben würde.“
„Echt gewöhnungsbedürftig so ohne Tag und Nacht. Deshalb schlag ich vor wir strecken erst mal die Glieder. Wenn du zu viel Energie hast, ich hab hier einen wunderbaren Aufsatz über die Pflanzenkultivierung der Eemit dabei. Sehr interessant. Geb ich dir gerne.“
„Pööh“ ist die Antwort des Ruba. Für den Bruchteil einer Sekunde streckt er Ihr sogar die Zunge raus.
Henley der die Szene beobachtet hat murmelt „was sich liebt…“ Dann gähnt er und sagt: “Müde bin ich geh zur Ruh, aber vorher geht’s noch mal rüber zur Multimikrowelle. Ein-Minuten-Spagetti, das brauch ich jetzt. Wer kommt mit?“
Svinenysh steht als erster bei Fuß, und die restlichen zwei kurz darauf. Eine leckere Stärkung, dann gut Nacht, und morgen geht’s endlich los.
In der Abflughalle ist neben dem vollgetankten Senkrechtstarter bereits auch Nef Silva einschließlich eines glänzenden Beta Mech-Tecs vorhanden. Es ist der gleiche der Exa-Retzlav’s Batterie gewechselt hatte. Teilnahmslos blickt er drein.
„Guten Morgen Rasselbande“ begrüßt Nef die Kinder. „Zeit für den Shutdown“. Er beblinzelt seinen Comm. Sofort geht der Bot in den abgesicherten Modus.
Schnell ist dieser verladen. Es ist schon nützlich, dass man die neuen Xpeed Rocktars von außen und innen beladen kann.
„Aufgemacht, losgesperrt! Komme ich Wespley, juhuu!“ ruft Svinenysh ungeduldig voller Tatendrang.
Henley synchronisiert derweil seinen Comm mit dem Mikkels. „So, diesmal bist du der Pilot. Alle Steuerdaten sind übertragen.“
„Dann probieren wir das gleich mal aus“ entgegnet er und drückt den Knopf. Die vier Flügeltüren öffnen sich. Svinenysh der Ruba legt den Kopf zur Seite, kneift seine Augen zu und nimmt genau Maß.
Dann springt er mit einem Satz auf seinen Platz ganz hinten in dem auf seinen Hinterbeinen stehenden Wespley. Er schreit: „Los also dann. Schneller gemacht ists. Hopp hoppla, bitte sehr.“
Nef lässt ihn rudern und nimmt sich stattdessen Henley beiseite: „Kein Wort zu Njall wegen dem wahren Grund. Er regt sich manchmal zu schnell auf. Sag einfach du machst einen Heimbesuch. Je harmloser umso besser. Er ist halt im tiefsten inneren, tja, wie soll ich sagen, trotz all seiner Expertise, ein Riesenbaby.“
Henley hat keine Ahnung was Nef damit meint aber es ist auch egal. Viel wichtiger ist das es jetzt endlich los geht.
Kurze Zeit später, für Svino ist es eine Ewigkeit, sitzen alle auf Ihren Plätzen. Zuerst der Pilot. Dann Henley, Patchara und zu guter Letzt, ja, ganz genau der.
Nef Verlässt den Raum. „Dekomprimierung“ blinkt nun von allen Seiten. Die Monitore springen auf Grün, das Hangardach öffnet sich.
Nullatmo, Impulsantrieb ist gefragt. Die Ultrosin Triebwerke des Wespley samt zugeschalteten Turb leisten beachtliches, langsam, sauber, hebt er ab. Der erste Rocktar mit Eigennamen und wertvoller Fracht.
Zurück zum Trivy geht’s. In den Geostationären Raum daneben. Hin zum Tunnelbeschleuniger Gamma I und diesem schwergewichtigen Telematiker namens Njall Linaesu, gesprochen Linaeschu.
Beim Aufstieg aus dem Graviationsfeld eines Planeten wirken starke Kräfte. Alle Passagiere sind nun in Ihre Sitze gepresst. Patchara wird schon wieder schummrig, Svinenysh zeigt erneut sein strahlendes Gebiss. Er versucht zwar irgendwas zu jaulen, aber es kommen keine Geräusche raus.
In Ihren Kontrollmonitoren sehen sie das Vex-Grave verschwinden. Schnell ist der Interplanetarische Raum erreicht. Mikkel gibt die Zielkoordinaten ein. Nun geht’s mit Reisegeschwindigkeit also 3000 km/s darauf zu.
Irgendwie deprimierend, das der Raah im Rücken festgemauert scheint. Ohne Veränderung strahlt er. Allein der Vex wird rasch kleiner. Der hellblaue Fleck vorne, das muss der Trivy sein.
Noch etwa 5 Stunden. Jeder der Passagiere sucht sich eine Beschäftigung. Mikkel studiert die Technische Dokumentation des Rocktars. Henley ist mit seinen Gedanken daheim. Patchara Petch-a-boon zieht sich die Infos zum Raumtunnel aus dem Bordcomputer. Svinenysh der Ruba hat zwei Stöpsel in den Ohren und wedelt mit allen zehn Fingern.
„Kommunikationsreichweite“ murmelt Mikkel irgendwann später: „Henley, übernimmst du? Die Leitung zu Njall Linaesu steht auf dein Kommando.“
„Klack“ – die Schalte steht. Im Monitor, unaufmerksam, ein Fleischklops. Er zieht sich bestimmt grad eine Unterhaltungssendung rein. In seiner rechten Hand hält er lässig einen Hot-Dog. Schwupp, ist dieser verschwunden.
„Ahem“ machte Henley vorsichtig „Herr Linaesu…“ sein Monitor scheint zu schwabbeln, dabei dreht sich der Telematiker lediglich in seine Richtung. „Ohh, uuh, nein. Der schon wieder“ war dessen genervte Antwort:
„Grad jetzt. Hast du keine Uhr. ‚Killersports‘ ist on. Mann sind das Stars. Was die alles tun für 15-minute-fame, lol.“
„Ich schalt Schleuse O-1 für euch frei. Das ist der Lieferanteneingang. T-Eisfrost mit den neuesten Multimikro Spezialitäten währ mir zwar lieber aber versprochen ist versprochen. Wie könnte ich dem guten Nef was abschlagen? Und jetzt raus aus der Leitung!“
„Verbindung beendet“ steht auf Henleys Screen doch nur für kurze Zeit, dann unterbricht Mikkel: „Keine Ahnung wie er das geschafft hat, aber die Docking-Koordinaten sind da. Ich brauch Sie nur noch zu aktivieren. Telematik hat was.“
Mikkel drückt den Durchsageknopf, alle Programme werden beendet auch Svinos Mukke. Er dreht verstört den Kopf in der Luft.
„Alle mal weghören. In 15 Minuten beginnt die Docking-Prozedur am Ringbeschleuniger. Das Heißt: Kram zusammenpacken. Da vorn sieht man Ihn schon.“
Was man tatsächlich sieht sind die Lichter die in einem gewissen Abstand um den Ring angebracht waren. Was für ein Imposantes Bauwerk im freien Raum. Zu groß um Ihn in seiner Gänze zu erfassen.
Viele weitere Lichter, ein Gebäude wenn man so will, war seitlich etwas zurückversetzt zu erkennen. Das muss der Arbeitsplatz des Telematikers Linaesu sein. Einige Tunnel streben von diesem auf den Ring zu.
Der Einstiegspunkt bzw. die Raumkapsel ist nirgends zu sehen. Diese befindet sich weiter hinten im Raum, an einem gesicherten Platz.
Selbst Henley, der ja bereits einmal den Raumtunnel benutzt hat, sieht den Verwaltungskomplex Gamma-I nun zum ersten Mal. Er hatte bei seiner ersten Reise den VIP-Shuttle direkt vom Austrittspunkt der Kapsel runter zum Trivy genommen. Ein Luxus der diesmal fehlt.
Das automatische Landungsmanöver ist bereits im vollen Gange. Der Rocktar rastert in die Haltevorrichtungen ein. Nun schiebt sich über alle vier Cockpits etwas das aussieht wie eine organische transparente Haut.
Sie verschweißt sich mit dem Spacship. Wespley ist nun mit der Station vakuumversiegelt. Aus den Bordlautsprechern tönt Njalls wohltemperierte Stimme:
„Hu, allerseits. Schnappt euch den Beta Mech-Tec, dann Cockpits auf, ich saug euch rein.“
Die Passagiere sehen sich fragend an, gleichzeitig spurtet Svinenysh hinter und holte den Roboter. Er hält ihn ganz fest.
Mikkel sieht sich ein letztes Mal um: „Zeit sich zu verabschieden und viel Glück mit eurer Mission. Ich mach eure Cockpits auf in drei, zwei, eins, los …“
Kurz darauf zieht es Mikkel auch schon an den Beinen. Patchara schreit auf, gleichzeitig ist sie und die anderen drei inklusive Bot verschwunden. Eine unsichtbare Kraft saugt sie in das Innere der Station.
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