Für alle Gedichte, die zwischenmenschliche Beziehungen behandeln - mit Ausnahme der Liebeslyrik

Liebestraum(a)

Beitragvon rivus » Fr 21 Jun, 2019 18:52


Tausendmal stürzt du ab!
Tausend und einmal schreie ich deinen Namen.
Tausend und zweimal kennt Hades kein Erbarmen.
Solche Wunden hat nur jeder Millionste!
Du wirst immer wieder sterben,
zwölf Tage, zwölf Nächte!

Sieh!
Immer früher ist der Morgen in mir,
schneller laufe ich zum Jasmin,
geheimnisvoller drängt Junilicht durch ihn,
hin ins Wolken-Blau-Weiß deines Citigo Fun.
Wie eine Königin sitzt du in ihm.
Stolz wirfst du dein blondes Haar zurück,
keck gibst du mir einen Kuss!
Verwegen fährst du unterm Junimond,
und ich befürchte, du könntest mir sterben.
Reiße ich aber meine Augen auf,
stehst du neben mir im Totenkleid,
in den Armen Flamingo und Urne.
Sie umringen dich und mich,
wie Leben und Tod,
kreiseln um das Wie und Warum,
fliegen den Seelenpflug,
ziehen Furche an Furche,
zwischen Hoffnung und Verzweiflung
die sanftmütigen Erinnerungen.
Es sind deine liebenden Augen,
deine Blicke hinter den Fassaden,
dein Glaube, dass nie alles zu Ende ist,
dass Zeit, die fortnimmt, auch wieder etwas bringt.
Zuletzt geändert von rivus am So 23 Jun, 2019 17:20, insgesamt 5-mal geändert.
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