Beschreibung von Natur und Umwelt

geringelt und gestrümpft

Beitragvon Antibegone » Do 05 Mär, 2009 18:08


rabensteine klappernde
füße voreinander
versetzt die 8 kurven
zu geknoteten streifen
die haut
in abfarben
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Re: geringelt und gestrümpft

Beitragvon Ruelfig » Do 05 Mär, 2009 19:39


Hallo Traumwächterin,
warum gefällt mir das? Weil es natürlich wirkt, organisch, auch wenn ich nicht weiß, worum es geht. Die Stimmung wirkt auf mich unbekümmert, optimistisch (ein wenig trägt der hübsche Titel dazu bei), obwohl die Worte nicht so fröhlich scheinen. Schönes Dingen, das. Irgendwann komm ich noch dahinter, aber verrat mir bitte nichts.
Grüße,
ruelfig
P.S. 8 vllt acht?
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Re: geringelt und gestrümpft

Beitragvon Antibegone » Do 05 Mär, 2009 19:44


Huhu ruelfig :-)


Ich danke dir sehr für das schöne Kompliment, dass das Gedicht „organisch“ wirkt. Das ist eine wunderbare Beschreibung, das gefällt mir.

Und ich freue mich umso mehr, denn du scheinst du Stimmung genau richtig erfasst zu haben. Dieses Unbekümmerte, Fröhliche, Hoffende im Gegensatz zu den harten Worten. Damit hast du fast schon das ganze Gedicht erfasst ;-)

Die 8 numerisch geschrieben soll auf was Bestimmtes hinweisen und hat mit "acht" nix zu tun – aber ich darf ja nichts verraten.

Ganz liebe Grüße,
von der Traumi
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Re: geringelt und gestrümpft

Beitragvon Alcedo » Sa 14 Mär, 2009 18:38


[quote="Traumwächterin":382ts2ni]rabensteine klappernde
füße voreinander
versetzt die 8 kurven
zu geknoteten streifen
die haut
in abfarben[/quote]hallo Traumwächterin

in der Sächsischen Schweiz war ich auch schon gewesen. die dortigen Felsformationen haben auch bei mir nachhaltigen Eindruck hinterlassen. insbesondere die eigenartige Ringelung der hohen säulenartigen Gebilde mit abfärbendem Sandstein - natürliche, allein von Wetter und Erosion gebauten Döme.

die Rabensteine kenne ich leider nicht persönlich. aber ich vermute dass auch dort Trittstufen, sowie Plattformen aus Holz oder Metall durch das unwegsame Gelände führen. ich interpretiere deshalb einen gemeinsamen Aufstieg mit anderen im Gänsemarsch, bei welchem das umliegende Panorama samt Lichtstimmungen von durstigen Augen genossen / bewundert / aufgesogen wird. apropos Durst: es sind die trockensten Berge die ich je erlebt habe - weit und breit keine Quelle. wir mussten uns mit Heidelbeeren begnügen, weil wir vergessen hatten genügend Trinkwasser mitzunehmen.

ob sich das "gestrümpft" auf das bezieht, was von Wanderschuhen herausragt, und ob nackte Waden allein schon wegen einer farblichen Ähnlichkeit mit dem gerundeten Fels verglichen werden, kann ich nur vermuten.

die 8 kann ich nicht deuten. eine Einschnürung vielleicht. eine Besonderheit die man vielleicht gesehen haben muss um es zu verstehen. auffallend waren dort ja große Felssteine, die, wie von der Erosion vergessen, oben auf den Gipfeln liegen blieben. ein Schubser und sie fallen hinunter wie der obere Teil der "8", der als runder Baustein nicht liegen bleiben würde. das deute ich aber alleine wegen deinem letzten Kommentar hinein (glaube ich) und nicht aus dem Text heraus. ich meine, die Textstelle mit der Ziffer ist mir zu minimalistisch geraten. auch eine deutlichere Zäsur als ein Leerzeichen vor der "die 8" ist, glaube ich, vonnöten. Vorschlag: ein Schrägstrich nach "versetzt".

Gruß
Alcedo
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Re: geringelt und gestrümpft

Beitragvon Antibegone » Mo 16 Mär, 2009 17:05


Huhu Alcedo :-)


Ich danke dir zunächst einmal für deinen Kommentar und deine Auseinandersetzung mit meinen bescheidenen Zeilen.

in der Sächsischen Schweiz war ich auch schon gewesen.


Ich war da noch nie … „Rabensteine“ ist auch eher metaphorisch gemeint, als dass es einen tatsächlichen Ort bezeichnen würde. Interessant, dass du es tust. Das mit der „Ringelung“ finde ich in Bezug drauf sogar passend.
Problematisch sehe ich das nur mit den mäandernden Kurven, die man doch bei solchen Felsformationen eher nicht hätte, oder?

die 8 kann ich nicht deuten. eine Einschnürung vielleicht. eine Besonderheit die man vielleicht gesehen haben muss um es zu verstehen. auffallend waren dort ja große Felssteine, die, wie von der Erosion vergessen, oben auf den Gipfeln liegen blieben. ein Schubser und sie fallen hinunter wie der obere Teil der "8", der als runder Baustein nicht liegen bleiben würde.


War so nicht gemeint. Aber Stichwort „liegen“ und „8“ ist schon mal gut :-)

ich meine, die Textstelle mit der Ziffer ist mir zu minimalistisch geraten. auch eine deutlichere Zäsur als ein Leerzeichen vor der "die 8" ist, glaube ich, vonnöten. Vorschlag: ein Schrägstrich nach "versetzt".


Habe ich jetzt ein bisschen darüber nachgedacht, aber täte ich das, hätte das zwei Nachteile:
1. Der Lesefluss würde gehemmt, was ich persönlich schade fände, weil das Gedicht „ineinander fließen“ sollte
2. Würde der doppelte Bezug wegfallen

Nein, nein, damit kann ich mich gar nicht anfreunden, irgendwie, tut mir leid.

Hm, ich hätte gar nicht gedacht, dass das Gedicht vom Verständnis her so schwierig ist … ich habe immer Probleme damit abzuschätzen, ob ich Inhalte zu offensichtlich oder zu verschlüsselt darstelle. Hier scheint letzteres der Fall zu sein.
Ich danke dir jedenfalls für deine Rückmeldung, Alcedo. Ich werde wohl noch mal überlegen müssen, wie ich ein bisschen Verständlichkeit einbauen kann. Weiß nur nicht, wie … hättest du eine Idee? Vielleicht?

Liebe Grüße,
von der Traumi
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Re: geringelt und gestrümpft

Beitragvon Grinsekeks » Mo 16 Mär, 2009 20:43


Hallo Traumwächterin,
verstehe das Ganze auch nicht so richtig, kann mich Ruelfig aber nur anschließen. Die trotz meines Unverständnisses unbekümmerte und fröhliche Stiimmung überzeugt...
Also zu der "8" wegen "liegen"... die Unendlichkeit? (Matheleistungskurs ;) )

Lieber Gruß
das Grinsekeks
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(Mark Twain)
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Re: geringelt und gestrümpft

Beitragvon Antibegone » Mi 18 Mär, 2009 10:40


Huhu Grinsekeks,

ich danke dir zunächst mal für deine Beschäftigung mit meinem Gedicht, freut mich, dass dich die Stimmung dessen überzeugt :-)

Also zu der "8" wegen "liegen"... die Unendlichkeit? (Matheleistungskurs )


immer diese Mathestreber ... (hatte Mathe Tiefleistungskurs, hi hi)
ist aber trotzdem das, was ich beabsichtigt hatte. Die "8" sollte im Bild die geschwungenen Kurven ausdrücken, gleichzeitig aber auch auf ihren scheinbar unendlichen Verlauf anspielen ...

Ich weiß nicht, mit der Erklärung - wird es verständlicher?

Liebe Grüße,
Traumi
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Re: geringelt und gestrümpft

Beitragvon Alcedo » Mi 18 Mär, 2009 12:28


[quote="Traumwächterin":pxwalx9f]Ich weiß nicht, mit der Erklärung - wird es verständlicher? [/quote]
nein, mir ist mein Holzweg durchs Elbsandsteingebirge immer noch lieber! ich glaube im Vergleich dazu, sind die ineinander verschlungenen Unendlichkeitssymbole zu abstrakt für mich gewesen, aber nach den Erläuterungen sind sie immerhin deutlich.
die Rabensteine gibt es aber nun mal wirklich, und du kannst ja sehen wie sie auf die falsche Fährte verleiten können. für mich gab dieses Schlüsselwort den Ausschlag und führte in die beschriebene Richtung.

mein Vorschlag: ich denke du solltest dich nicht zu sehr um allgemeine Verständlichkeit bemühen. ich lag schlicht falsch.

Gruß
Alcedo
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Re: geringelt und gestrümpft

Beitragvon Antibegone » Do 19 Mär, 2009 13:32


Huhu Alcedo :-)


Was heißt denn hier falsch? Nein, nein, nein, in meinem „Literaturwortschatz“ gibt es kein „falsch“.
Ich habe es lediglich als etwas unpassend empfunden in Bezug darauf, dass du aus den Kurven eine Felsformationen machen wolltest und dich aber auch sehr auf die „Umwelt des Gedichts“ konzentriert hast, anstelle des implizierten lyrischen Ichs, was ich finde, doch auch wichtig ist.

Es war eben doch unglücklich von mir, „Rabensteine“ zu wählen, ohne zu wissen, dass es die wirklich gibt. Hier hat mein mangelndes geographisches Wissen dich auf eine etwas abwegige Fährte gelockt.
Ich überlege auch schon, ob ich „Rabensteine“ nicht in etwas anderes verwandeln soll oder so stehen lasse – denn ich habe noch nicht ganz für mich raus gefunden, ob dieser Bezug nicht völlig deplaziert ist. Oder ob er mglw. Sich sogar einfügen könnte. Mal sehen …

ich denke du solltest dich nicht zu sehr um allgemeine Verständlichkeit bemühen


Das tue ich nicht. Wenn ich allgemein verstanden werden würde – dann würde die Welt, glaube ich, untergehen.
Aber ich finde es problematisch, wenn Grinsekeks und Ruelfig sagen, sie hätten gar nichts verstanden. Das ist doch dann irgendwie schade. Du konntest ja immerhin noch was raus lesen, was mich im Übrigen gefreut hat.


Liebe Grüße,
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