Optimistische, fröhliche Gedichte

Das Bad im Staub der Savannen

Beitragvon MutedStoryteller » Mo 16 Mär, 2009 20:05


Das Bad im Staub der Savannen

Das Tageslicht hat es nie gesehen,
aber erfunden,
glücklicherweise.

Ein Draht - hauchdünn,
wie der Speichelfaden,
das lecken an einer Erinnerung.

Telefonstimmen zersprengen die Arbendlluft,
wie Gazellen,
unterlegen:

Eine geräumige freie Wildbahn.
Und Es liegt in der Sonne,
bedacht von Gedanken.

Lechzt ohne zu bereuen.
Lüstet ohne zu begehren.
Liebt.


. . . . . . . . . . . . Fern…
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dort
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .auf . . . . der . . . . anderen. . . . Seite,






[mittig:2ysn0fhp]Innen.[/mittig:2ysn0fhp]



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Re: Das Bad im Staub der Savannen

Beitragvon AmHain » Do 19 Mär, 2009 17:24


Vorweg: Gefällt mir--dein Lichtblick!
Liebesfern:auf den Innenraum weisen, der ausdrucks- und berührungslos Liebe in sich birgt?
Die Savanne ist noch nicht ganz Wüste geworden. Sie wächst und zerfällt zyklisch; mal bis zum Exzess lebensspendend und dann - in Dürrephasen – fast schon lebensfeindlich.
Gleichzeitig bietet eine Savanne den viel besungenen Weit- und Ausblick für erhaben kalte Beobachteraugen. Diese bohren sich ebenerdig bis in den Horizont hinein. (Augenweiden - wo Blicke grasen und Informationen gesammelt und eingetütet werden.) Modern(d)e Zeiten klingen an.
Eine Huldigung an die Liebe im Platonischen Sinn? Vielleicht.
Lust ohne Begehren. Was sollte man dabei auch schon bereuen können? Wo sich doch alles tief verborgen im Inneren des Äthers der angeklebten Person (ein weites Feld) abspielt.

(Passiv muss man sich in den Beziehungen auf Distanz schon geben, oder sagen wir-- sich mindestens im Griff haben, um einen Verlust an augenscheinlich akzeptierter Tugendhaftigkeit, nicht abschreiben zu müssen! Wers braucht! Besser wärs manchmal)

Die Wildbahn gibt sich offen-das passt wieder zur Savanne! Sie ist sogar hell erleuchtet- zwar nicht mit Tageslicht - viel besser - mit der Strahkraft "einer ganzen" Sonne nämlich!
(Voll: vom Licht der Geistesblitze (Monitore)?)


Wer telefoniert (vor dem Monitor sitzt) ist kaum in der Lage, die ihn realiter umgebende Abendluft angemessen zu würdigen. Zudem ist ein telefonierender Passant eine sehr hilflose Gestalt! Er wirkt eben sehr abwesend oder regrediert - wie unter Hypnose---er ist hier und nicht hier ineins; er passiert sich, stößt sich uns zu.
Jeder, der ihn beobachtet, ist ihm gegenüber klar im Vorteil. Die Unterlegenheit der Gazelle, ihre Angreifbarkeit, resultiert aus ihrer scheinbaren Unverdecktheit heraus.
(Ein typisches Herdentier?)
Sie versteckt sich nicht im geringsten, weil sie ein erfundenes Produkt ist, oder besser, sich anderen erklärend als ein solches aufdrängt!? (Zum Beispiel in etwelchen Foren?...)
Der Draht ist speichelfadendünn und windet sich - auf der Fahrt nach Kurzweil - aus dem Lutschmund der Erinnerungsmaschinen. Klebrig, schmierig, dein Staubbad: eine eitel hinterlassene Schleimspur?
Dazu fällt mir das Wort "Sich-im-besten-Licht-vorstellen" ein oder „Leben-im-Netz“, oder so.
Grinslgeidiädeiochlolhuhuzumkuckuckdu

Die Bildfläche ist bereitet und gibt sich zaunlattendick. Das soll aber nicht nur Kritik sein. Eher gut-gemacht bedeuten. Denn noch verfolge ich d/einen Plan!
Die Nacht/die Seele malt sich aus; hat sich ausgeleuchtet. Sie putzt sich raus und erfand sich „glücklicherweise“ ein 24/7 langes Gebiet zum ausrenken. Das neue Draußen: Drinnen ist. Im an
gestellten Lichtkegel (kein Tageslicht), welcher Beziehungsakkumulationen quantifizierbar darstellt/macht und auflistet und auf die Seite legt und einstellt, auch aus- und abwirft, wächst die Monadenliebe heran.
Hier hat sich das Licht Ungesehenes erfunden, macht Unsichtbares sichtbar, zeigt – in Zeichen- und Bilderbögen - Abwesendes für alle Zeit anwesen und erzeugt dadurch eine Lichtspielwiese, die, nochmals glücklicherweise, besteht, wenn auch vieles, das uns aus ihr anleuchtet, kaum Bestand haben wird. Wie schön, dass uns das Tageslicht noch nicht verlustig gegangen ist. Es hüllt mich in eben diesem Moment ein und lockt mit blinkenden Überwürfen nach draußen. Mal sehen, ob sich dort – auf der anderen Seite - nicht doch noch etwas Liebes finden lässt.

Ein merkwürdiger Lichtblick, auf den du da aufmerksam machst.
Technisch sicherlich verbesserungswürdig (wann nicht), dafür aber Sichtbar/da, und für mich Grund genug, dir ein weitermachen hin zu werfen.
Schreib, lies und lass aufmerken.
Wir AmHain grüßen
[size=85:2qt21sdr]gitt daun
se riesen tu gitt hai
is se riesen tu gitt daun[/size]
AmHain
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Re: Das Bad im Staub der Savannen

Beitragvon MutedStoryteller » Fr 20 Mär, 2009 02:55


Zunächst darfst du das nicht ernst nehmen denn ich bin gerade nur zu 20% da und die Rechtschreibehilfe kompensiert den Alkohol: (Aber immerhin nutze ich die 20% voll aus und habe deinen Text <Applaus> ganz durchgelesen)
Vielleicht darf ich anmerken selten so einen so netten Beitrag zu einem meiner Gedichte erhalten habe. (Wenn nicht mache ich das trotzdem.).

Du hast viel erfasst, und viele Frage gestellt die das Gedicht stellen sollte,... platonische liebe... ja vielleicht... aber zu was?
Und da sind die Telefonstimmen, Sie haben ihre Distanz, allerdings weniger im technischen Sinne sondern in jenem von Worten ohne Bedeutung. Der Ton hat mehr zu sagen als der Inhalt und er sagt viel.
Speichel?
Vielleicht nicht so schmierig wie angenommen, aber klebrig mit Sicherheit.

Denn ist es auch nicht auf netz bezogen so ist es doch das festhängen in einem Netz...
Nur einem Zeitlosen, glücklicherweise. Denn manche Sachen die festhängen würden fallen wenn man sie "befreite".

Kommunikation ist definitiv der Punkt in diesem Gedicht, und auch Rückzug, (ein erfolgreicher). Technisch habe ich auch ein paar Kinken ausgemacht... normalerweise schmoren Gedichte länger bis ich sie publiziere, aber in diesem Fall ist das wichtigste erkennbar. (Wie du mir wunderbar bestätigst.)
Danke nochmal!

Wenn ich irgendwo zu 100% vorbeigeschlittert bin dann darfst du mich darauf hinweisen (dann habe ich die 20% auf den Hirnbereich konzentriert.)

"Wie schön, dass uns das Tageslicht noch nicht verlustig gegangen ist. Es hüllt mich in eben diesem Moment ein und lockt mit blinkenden Überwürfen nach draußen. Mal sehen, ob sich dort – auf der anderen Seite - nicht doch noch etwas Liebes finden lässt."

Damit triffst du ein Herz des Gedichts.
Freut ich das es rüber kam!


Grüße
Der stiller Erzähler
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