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nächtlicher ausklang in h-moll

Beitragvon Franz » Sa 07 Jan, 2012 00:48


.langsam, langsam
langsam legt sich alles schlafen,
erstöbert sich im silbern
seinen letzten klang

es ist der laut noch
der zikaden
die beinah verwildern
(die nacht ist kalt und bang)

.ganz leise, leise
leise raunt fast stumm mein lied
vernimmt mich noch im letzten
dargelegten zug

ja, diese stunden
wie sie stumme kreise ziehen
das sind die geschätzten
die zögernd werden
.nacht und flug

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rivus (Fr 13 Jan, 2012 08:40)
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Re: nächtlicher ausklang in h-moll

Beitragvon Perry » Sa 07 Jan, 2012 23:11


Hallo franz,
ein lyrisches Gute-Nacht-Lied, warum nicht. ;)
Formal scheint es dazu passend gereimt zu sein, wobei ich mich allerdings frage,
warum auf "langsam, langsam, langsam" nicht "leise, leise, leise" folgt. :D
Inhaltlich frage ich mich, gibt es zahme Zikaden.
Ansonsten hat der Text gute Bilder und Summ-Potential.
LG
Perry
Zuletzt geändert von Perry am Sa 07 Jan, 2012 23:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: nächtlicher ausklang in h-moll

Beitragvon Franz » So 08 Jan, 2012 09:03


Guten Morgen Perry,

hab vielen Dank für deine investierte Zeit an meinem "lyrischen Gute-nacht-Lied"! ;)
Ich mag Beschreibungen der Nacht, weshalb man sie in meinem Geschreibe auch sehr oft thematisiert findet.
Die von dir hinterfragten zahmen Zikaden ergeben sich rein aus dem Laut heraus den sie von sich geben, bzw. hatte ich mich hier nicht auf das Insekt bezogen, sondern auf den Gesang dessen. Hier stelle ich gerade fest, habe ich grammatikalisch einen Knackpunkt inne. Mist! Was hältst du von einem Plural der >>laute<<? So ziehe ich mich doch mehr oder weniger geschickt aus der Affäre, oder!? :D
Summ-Potential habe ich auch noch nicht gehört, aber danke für die Blumen! :)

wobei ich mich allerdings frage,
warum auf "langsam, langsam, langsam" nicht "leise, leise, leise" folgt.


also den Witz musst du mir erklären, gell, denn hier macht meine Synapse schlapp :D

Hab bis hier hin vielen Dank!

*franz
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Re: nächtlicher ausklang in h-moll

Beitragvon Perry » So 08 Jan, 2012 12:26


Hallo Franz,

das ist rein laut- bzw. silbentechnisch gemeint

langsam, langsam (4)
ganz leise, leise (5),
auch halte ich "ganz" hier für eine unnötige Steigerung.

LG
Perry
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Re: nächtlicher ausklang in h-moll

Beitragvon Franz » So 08 Jan, 2012 12:35


ja, die Steigerung ist nicht wirklich wichtig, aber für mein Ohr klingt das ganze ohne >>ganz<< schon komisch und tendiert zu blöd.
Das Wort >>leise<< an sich klingt für mein Ohr nicht so schön wie langsam.

*franz
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Re: nächtlicher ausklang in h-moll

Beitragvon Perry » So 08 Jan, 2012 12:50


Hallo franz,
da haben wir wohl rein phonetisch unterschiedliche Empfindungen.
Ich finde "leise, leise, leise" klingt viel besser als "langsam, langsam, langsam" bzw. ganz leise ... wegen des "gs" bzw. "nz" :D
Letzlich must du es lesen und deshalb zählt deine Einschätzung.
LG
Perry
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Re: nächtlicher ausklang in h-moll

Beitragvon rivus » Fr 13 Jan, 2012 08:40


hi franz,
hier find ich einen feinen ausklang. mir gefällt die melodie, das mollische dieser zeilen, die melancholie.

gern gern, sehr leise gelesen

lg rivus
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