Monatsarchiv für November 2009

Kopflast

Donnerstag, den 26. November 2009

Wieder auf Neuanfang,
auf Null,
restart,
so wie es sein sollte,
das Leben lässt mich wieder teilhaben,
aber auch ein neuer Tag, und doch keine Antwort,
ein Lebenszeichen und ich weiß nicht viel mehr,
doch auf einmal spüre ich die Sonne auf meiner Haut,
wie sie mich umschmeichelt und mich wärmt,
sie trifft mich tief im Herzen.
Aber ich renne weg,
verstecke mich,
und fühle ich jeden [...]

[ohne Titel] Ich liege da auf kupferroten Matten

Donnerstag, den 26. November 2009

Ich liege da auf kupferroten Matten
Um mich rum die kalte Luft der Nacht
Ich sehe nichts als Nebel und als Schatten
Die ganze Last der Welt auf meinem Geist.
Die Nebel tun alles
Mich zu erdrücken
Mich zu ersticken
Ich schreie und keiner hört mich
Ich weine und keiner versteht mich
Der Schmerz ist wie ein Dolch in meinem Herzen.
Dann plötzlich
Durch die Schatten
Scheint [...]

Bahnhofsnarr

Sonntag, den 22. November 2009

Und weiß Gott, ich hatte es, dieses Grundgefühl, diese Schärfe in der Wahrnehmung, die es erst ermöglicht, zu unterscheiden zwischen Verspätungen, die sich aus den nicht immer vorhersehbaren Widrigkeiten des Bahnalltages speisen und den kleinen Fehlern, die sich einschleichen, wenn zwar hochbegabte und ihr Handwerk perfekt betreibende Spezialisten den Alltag simulieren, sie dabei aber ihre [...]

[ohne Titel] Diese Gedanken, die mir flüstern …

Sonntag, den 22. November 2009

Diese Gedanken,die mir flüstern…
nichts hält für ewig
vertrau dich gar nicht erst an
sei vorsichtig
sag kein Wort zu viel.
Sie sagen mir,
dass mich jeder verletzt
und als logischer Schluss verlässt
Sie sind so extrem,
dass mir die Worte entfallen
mein Kopf explodiert
bis mir irgendwann die Luft wegbleibt!

Unlautere Gedanken

Sonntag, den 22. November 2009

Gefasst sitzt du mit deinem gestärkten Kragen und der weichen Kaschmirjacke in der Cafeteria. Zur Besucherzeit versammeln sich immer alle hier, vor allem wenn es draussen regnet und auch wenn es nie genug Kuchen für alle gibt. Du nimmst kurz Notiz von den bröckelnden Wänden, deren Risse mit Wandfarbe ausgemalt wurden, und von den kurzgeschorenen, [...]

Rindenflechten

Sonntag, den 22. November 2009

Im Anfang ist der Puls.
Geboren wird er
driftumspült.
Er saugt den Schlaf
und spuckt Verlangen,
regiert die Flüsse,
kreisend im Geschöpfe.
Hydra vitae.
Gezeiten keimen.
Eine Spinne trägt der Wind
im Netze. Sonnenblitzend
und enzephalierend,
webt sie seitlich hin die Kreise,
bohrt dem wallenden Geschöpfe
in nackte hohle Rinde.
Sie verstäubt das Elixier.
Im Netze bebt
die Beute.
Jagd.
Geruch, ein Leib,
ein Wesen? Wittern,
wachsam folgen, treiben
bis zum Grunde,
schimmernd. Ein Relikt.
Wer ist da?
fragt’s und [...]

ein, zwei, drei… letzte chance vorbei.

Sonntag, den 22. November 2009

und wenn ich doch endlich schweigen wuerde, als waere es noetig verstanden zu sein, sterbe illusion.
sterbe langsam und verfaule in der dunklen erde meiner darstellung. die kirchen brennen wieder, es ist zeit zeichen zu setzen, zu versetzen.
zeit zu sehen was drunter liegt, die wurzeln haben sich tief in die erde gegraben, versteckt vor der zeit [...]

[ohne Titel] Immerzu. Der Kreis.

Mittwoch, den 18. November 2009

Immerzu. Der Kreis. Radius unmessbar. Dreht er sich. In sich selbst. Manchmal Rechteck, manchmal Quadrat. Und doch nicht erklärbar. Weil verstrickt. Festgefahren. An einem Punkt.
Dir gefällt meine Art zu schreiben nicht. Jedesmal dieses abgehackte. Keine Schachtelsätze.(Deren ich befähigt bin, nur fehlerhaft). Erkläung vorhanden. Aber klares Weltbild. Also nicht verstanden. Gewillt, auszudrücken und zu berühren. [...]

Wir Konzentrierten

Mittwoch, den 11. November 2009

Esodu sitzt auf dem Boden, um sie herum ein Haufen Flaschen und halbvolle Gläser. Sie lässt Eiswürfel von einer Hand in die andere gleiten.

Esodu
Ah… Monsieur… Aidez moi.

Sie legt sich das Eis in den Nacken und lässt es ihren Rücken herunterrutschen.

Esodu
Und wenn ich dich jetzt anrufe…?
verstellt die Stimme
Wie, du weißt nicht, was du machen sollst? [...]

Sinnesklang

Mittwoch, den 11. November 2009

Farbloser Morgentau.
Glattes nass, Immergrau’
flüchtges flehen,
todesträchtig transpirierend
leises wimmern,stilles wehen.
Synapsen schnurrend aquirierend.
Ein Hauch von Flucht,
Thanatos.
Der Duft der Sucht.