Monatsarchiv für Januar 2010

Kopflastig

Samstag, den 30. Januar 2010

Wenn einer eine Kopflast trägt, dann spürt man, dass sein Herz noch schlägt.
Die Straße wandte sich an der alten Dorfkirche entlang. Sie hatte schon früher Wasser geblutet, bis man Kopfsteinpflaster über die Wunden klebte. Die Pfützen verschwanden. Nur ab und an färbten sich bei Regen die Steine rot, weil ein Passant darauf ausgerutscht war und [...]

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Donnerstag, den 7. Januar 2010

Der Wind zerschnitt ihm stechend scharf das Gesicht.
Das schlimmste daran war, dass er trotzdem unter dem Sprunganzug schwitzte, die Art von Schweiß, die einem kalt aus den Poren läuft und die Handflächen unangenehm glitschig macht.
Er fror bitterlich und er wusste ganz genau, dass das erst wieder anders sein würde, wenn er den Sprunganzug gegen mehrere [...]

Aufgewühlt

Donnerstag, den 7. Januar 2010

Ich mag dich.
Ich dich auch, das weißt du.
Und ich bereue es, ständig an dir vorbei gelaufen zu sein.
Es tat weg. Allein diese Wörter zu lesen.
Ich kannte ihn nicht, ich spürte aber diesen Anflug von Schmetterlingen, als ich ihn sah.
Es war schrecklich. Und es wurde jedes Mal schlimmer.
So viele Chancen die nicht genutzt wurden. Ich schob [...]

Leben wider Popmusik. Im Januar.

Donnerstag, den 7. Januar 2010

Sie springen Reigen, wo ich strauchle.
Popmusik macht fremd, wispert das Trottoir,
als ich über einen Glückspfennig stolpere,
ein schwindsüchtiger Globus, ach-so-prosaisch
und ich schmecke das schale Aroma fremder Zungen
in jedem Reim, den ich mir darauf mache,
wie kalten Kaffee
auf der alten Haut des neuen Tages.
Bleigesichtige Bürokraten bevölkern die Parkbänke,
Grau in Grau in Schwarz,
ein Rest Alltagssituation für die heimatlosen Stubenhocker.
Wider [...]

[ohne Titel] du sprichst vom leben …

Donnerstag, den 7. Januar 2010

du sprichst vom leben in den großen städten
doch liebste welches leben
alles ist beton und du
fällst mit dem kopf zuerst
fragiles flimmern kühlschranksurren
eine armada von zikaden
ihr lied durchmischt das quecksilber
unter deiner haut
du sprichst von ewigkeit und leuchten
von tagen zwischen wahn und nichts
von auskosten von lebenskosten
und alledem was du für heimat gäbst
gestützt in lärm und kissen
hoffst du auf [...]

Tagesende

Donnerstag, den 7. Januar 2010

Auf bunten Kissen
zieren lang` unsere Köpfe,
ein gemalter Schrei
ohne Feuchtklang vielleicht.
Der Tagesflut tauchen
Dankesreden entgegen
Atembilder waren nie schwerer
als jetzt zu schwer.
Ich stricke dir Bitten.
Bleibe noch, bleibe,
hier auf bunte Kissen
bis das Dunkel hellsickert
und das Tagesende ohne Helm
getragen werden kann.

[ohne Titel] Ich bin sicher …

Donnerstag, den 7. Januar 2010

Ich bin sicher es ist leichter, dich auf den schultern zu tragen!