Kopflast

Wieder auf Neuanfang,
auf Null,
restart,
so wie es sein sollte,
das Leben lässt mich wieder teilhaben,
aber auch ein neuer Tag, und doch keine Antwort,
ein Lebenszeichen und ich weiß nicht viel mehr,
doch auf einmal spüre ich die Sonne auf meiner Haut,
wie sie mich umschmeichelt und mich wärmt,
sie trifft mich tief im Herzen.

Aber ich renne weg,
verstecke mich,
und fühle ich jeden Tag verfolgt,
alle wollen wissen was passiert,
was passiert ist,
doch was passiert schon?
Noch nie da gewesenes bleibt unbeachtet,
Luftschlösser platzen und fallen auf mich ein,
meine Haut verschrammt und blutig,
geritzt mit dem Messer,
nur in Gedanken,
und doch kalt und nass in allen Fasern,
mit nackten Beinen im tiefen Wasser stehend,
warme Luft durchzieht meine Haare,
streift mein Gesicht.

Öffne mir die Augen,
oder lass mich zufrieden,
einfach los und in der Ecke stehen lassen,
ich kann aber nicht nach vorne schauen,
wenn du mein Blick immer wieder nach hinten ziehst,
und er will vielleicht nicht und weiß es schon,
doch für mich gibt es nur Ungewissheit
wie gern würd` ich es ihm sagen,
er ist es,
doch die Träume lassen mich aufschrecken,
aber ich kann nicht zurück gehen,
weil ich Fehler gemacht habe,
und ich kann nicht nach vorne schauen,
weil ich Fehler machen werde,
aber sie lassen mich vergessen was war.

An manchen Tagen denke ich positiv,
an den meisten jedoch negativ,
doch es zieht sich hin,
und das macht mich krank,
aber passieren muss was,
das weiß er,
und das weiß ich,
doch was macht er mit mir?
Gedankenverloren lässt er mich zurück,
und wie darf ich seine Worte verstehen,
als mehr oder doch weniger?
Er verrät es nur nicht,
weil er sich schon längst entschieden hat,
und trotzdem versucht man etwas aufzubauen,
bei zaghafter Zurückhaltung.

Nun, ich irrte mich also und das tat weh,
mir kommen die Tränen, wenn ich das schreibe,
aber so soll es wahrscheinlich sein,
ich habe Angst,
doch Festhalten wird heute kleingeschrieben,
lieber gleich zum nächsten übergehen,
aus Angst eine Beziehung eingehen zu müssen,
die ihn vielleicht bindet,
auch nur minimal,
minimaler Freiheitsentzug sei tödlich.

Er ist für mich so wichtig geworden,
wichtiger als ich mir selber eingestehen kann,
doch vielleicht verschließe ich mich einfach zu sehr,
oder erwarte zu viel,
doch nun ist er hier,
und da,
überall, wo ich nicht bin.

Plötzlich sehe ich in der Wirklichkeit nichts mehr,
fühle mich eingesperrt,
ich kann nichts machen,
und ihn auch nicht zwingen,
irgendwann wird es mir klar sein,
doch wird er zu mir stehen, wenn ich ihn darum bitte?
Will keine ruhige Minute mehr darüber nachdenken,
und doch verfalle ich dem Gedanken,
mir auszumalen wie es wäre, wenn es anders wär`,
ich habe ihn zurück gedrängt,
ihn nicht für voll genommen, war nett,
doch geschrieen wird später.

Es macht alles kein Sinn mehr,
bin ich ganz alleine?
Ich kann mir nichts mehr vorstellen,
kann nicht zur Ruhe kommen,
also bitte steh` mir bei,
ich kann das alleine nicht schaffen,
ich brauche dich,
als Freund,
nicht mehr.

Und doch Tränen vergießend,
trotzdem ganz süß,
Musik hörend im Raum herum tanzend,
ganz schlau tuend und
trotzdem verdonnert die Klappe zu halten,
eigentlich immer verliebt,
nur das Beste denkend,
und trotzdem oft enttäuscht werden,
so sind Menschen eben,
liebend und verletzend.

Und wie sie nun alle dasitzen und glotzen,
als käme ich nicht von dieser Welt,
aber ich lasse sie nicht an mich heran,
benommen stell` ich mir vor, ich würde weglaufen,
barfuss durch die verregnete Nacht,
kalt und nass zerrt die Haut,
ich strecke die Arme aus und lasse das Treiben an mir vorbei ziehen,
ich halte einen Moment die Luft an,
und halte mich aus allem raus,
jedoch im Regen nach hause laufend,
egal,
subjektiv,
und dann die Fassung verlieren,
Absturz,
tiefer Fall,
und die Zeit,
die heilt keine Wunden,
denn ich bin verletzend und zeige es nicht,
und dieser Monat nun lässt mich sterben.

Und doch war sie so schön,
ist toll anzuschauen,
hat keine Makel,
plötzlich wollte sie mich nicht,
sie hat mich gezwungen zu gehen,
hat mich fertig gemacht,
sie brachte mich zum weinen,
ich war am Ende,
und nun steht sie leer,
sucht sich ihr nächstes Opfer,
sie kann es nicht wissen, aber sie ist anziehend,
führt jeden in die Irre,
mich nicht mehr,
ich bin ihr entkommen,
grad noch mal so,
und nun bin ich zurück und bleibe hier,
lass mich auf nichts mehr ein,
und vergesse sie,
ich hab sie vergessen und,
begraben,

Liebe.

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