Babette
In einer großen schnellen Stadt
An einem schmalen Fensterbrett
Da steht, weil sie die Zeit noch hat
Da steht so alt und ruhig: Babette
Die stolze Frau, die sie einst war
Ist größtenteils verborgen
Die Falten tief, das dünne Haar
Ist grau so wie der Morgen
Hellwach ist sie, und doch: Sie träumt
Von weit entfernten Städten
Von Allem, was sie je versäumt
Und von geteilten Betten
Die Bäume zeigen ihr Skelett
Die Blätter fallen. Herbstende.
In diesem Jahr fällt auch Babette
Dem Winter in die Hände
November, Himmel: grau und leer
Die Hände kalt, es regnet.
So still hat lange niemand mehr
Das Zeitliche gesegnet.