Es geht eine Zeit herein
Als die Andern diesen Morgen nach Norden ziehen
geben sich erste Kraniche ein Stelldichein
Ein solches Stelldichein stellt dich
mit jedem Tagesanbruch
neu hinein:
Ins Schwingmoor mein Minutenswing
ein Takt aus Klang und Sing
klingt’s wie unser Ruf
nach ew’ger Zweisamkeit ?
Das Paar, das mit dem Auge des Sees sieht
ist ein Paar für die Hochzeit. Doch das Objektiv
ist gereift: Es schießt nicht, wenn die Sonne steigt
bleibt es aus. Hier
ist es auf unvergleichlichen Flößen
in Häusern mit Rundhölzern und russischen Öfen
in Monden aus Wasser der Masuren und der Maienregen
der uns Liebende versteckt
bis die Sonnenwende die Nacht mit tiefstem Rot aussetzt.
Es geht eine Zeit heraus
Als die Tarpanen die Kopanka aus der Nacht ziehen
gibt sich die Kolebka ein Wiegenlied
Ein solches Stelltdichaus stellt mich
unaufhaltsam
frisch hinein
In Fensterläden mit buntgemalten Träumen
ein Takt aus Sang und Kling
klang’s wie ein harmonisch Wechselruf
aus schönster Dreisamkeit!





