Gedichte, die gesellschaftliche oder politische Themen behandeln

gelöscht

Beitragvon kokoschanell » Mi 31 Okt, 2012 20:30


...
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Vielleicht stünde es besser um die Welt, wenn die Menschen Maulkörbe und die Hunde Gesetze bekämen.

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Re: Abendfeuer (Alexandriner-Sonett)

Beitragvon Martho » Fr 02 Nov, 2012 00:11


Halloho kokoschanell!

Ein Koma zufiel?

Es lodern flackernd hell, die Feuer, die dich treiben. (nach"hell")
Und, warum nicht:
"Sie möchte sich die Welt..."
Ich wiederhole mich, aber, wer bin ich schon...schon...
Ansonsten, toll; ich wollte, ich könnte das! :)

LG, Martho.
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(Warum huschende Muscheln nuschelnd tuscheln - Jim Panse, Jubeltrubel Ferlak)
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Re: Abendfeuer (Alexandriner-Sonett)

Beitragvon kokoschanell » Fr 02 Nov, 2012 11:39


schon gendert, liebe Martho. Danke dir fürs genaue Hinschauen!
LG von Koko
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Re: Abendfeuer (Alexandriner-Sonett)

Beitragvon rivus » So 04 Nov, 2012 00:04


hallo koko,
ein wirkliches abendfeuer! aber erstmal nur fliegend drüber gelesen und dabei bin ich hier grübelnd hängen geblieben
An manchem spitzem Stein wird sich die Flamme reiben,
und kann mir nicht richtig vorstellen wie eine flamme reiben kann, es sei denn die flamme hat eine andere konsistenz?

lg rivus
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Re: Abendfeuer (Alexandriner-Sonett)

Beitragvon kokoschanell » So 04 Nov, 2012 11:18


lieber rivus,

danke. hier ist ja das figürliche "sich an etwas reiben" gemeint. manchmal , wenn feuer so über steine hinweggeht,züngelt, dann sieht es für mich so aus - meinst du nicht, das geht als bild durch? Zumal es sich hier ja eigentlich um das symbol feuer des lebens,als inneres feuer, handelt.

?(
lg von KOKO
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Re: Abendfeuer (Alexandriner-Sonett)

Beitragvon rivus » Mo 05 Nov, 2012 06:47


moin koko,
hm, in deiner auslegung ist es durchaus legitim, aber flammen lodern auf, züngeln (das ist viel weicher als das reiben und ich denke da eher an das abschlecken einer katze), erlöschen, verbrennen etwas, hm, das innere feuer treibt einen an, breitet sich aus, kann einen aber auch verzehren. jetzt frage ich mich, was flammen am stein bewirken: http://www.gutefrage.net/frage/koennen-steine-brennen. flammen führen mich zu ihrer symbolik:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Flamme ... http://de.wikipedia.org/wiki/Ewiges_Licht

aber hier zu deiner spur fand ich diesen, wie ich meine, interessanten beitrag:

http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/fachbereich_physik/didaktik_physik/die_flamme_als_prozess_und_form.pdf

und bin mit meinen überlegungen dazu noch nicht weiter! was meinen die anderen lifoianer dazu?


liebe grüße
der weiter grübelnde rivus
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Re: Abendfeuer (Alexandriner-Sonett)

Beitragvon rivus » Mo 05 Nov, 2012 23:59


hallo koko,
grob skizziert

wenn ich doch mehr zum sonettcharakter sagen könnte, leider kann ich das nicht. es klingt, dein abendfeuer, die inneren feuer der jugend, der leidenschaft, die von einer flamme getragen werden, die sich noch an so manchen steinen zu schaffen machen wird, auch wenn sie schon weit im verlauf des lebens steht, sie immer noch aus roter glut züngelt. doch im angesicht der endlichkeit, der astronomischen kälte der jahre, will und muss sich selbst ein flammender kreislauf schließen. dieses letzte brennen scheint die hoffnung zu haben, dass die seelenhaftigkeit, auch auf erden, in den alten tagen, erhalten bleibe und der himmel sich, sozusagen als weisheits letzter schluss, doch auch einem leidenschaftlich geführten leben, am ende so nähert, dass eine erdung passieren kann, die die sterbliche und unsterbliche seele miteinander versöhnt. hier glaubt jemand an eine höhere weisheit, die das seelisch gute aufbewahrt und weiter flammen lässt, selbst wenn das leibliche feuer schon längst ausgebrannt ist.


lg
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Re: Abendfeuer (Alexandriner-Sonett)

Beitragvon Marius Nam » So 11 Nov, 2012 18:39


Hallo Koko,


ich bin kein guter Gedichte-Interpret, deshalb ganz schlicht: Dein Sonett hat nicht nur eine schöne Melodie, sondern auch eine echte Botschaft, die sich in den beiden letzten wunderbaren Strophen verdichtet. Es erinnert mich an "Selige Sehnsucht". Der Abend ist der Lebensabend dessen, der immer noch ein starkes Feuer in sich lodern spürt und den die sich ins Unendliche verströmende Flamme ins Grübeln bringt über das Wohin seiner Seele.

Schön, dass solche Gedichte geschrieben werden!


Viele Grüße von


Marius
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Re: Abendfeuer (Alexandriner-Sonett)

Beitragvon kokoschanell » Mi 14 Nov, 2012 23:00


mensch rivus, das hast du ja toll gesagt. freut mich unglaublich, so ist es.. danke dir dafür.
im übrigen bekomme ich keine benachrichtigungen mehr zu kommentaren. darum auch meine späte antwort. entschuldigt bitte.
lg von koko
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Re: Abendfeuer (Alexandriner-Sonett)

Beitragvon kokoschanell » Mi 14 Nov, 2012 23:05


danke, lieber marius, auch dir. das freut mich, denn entgegen meiner normalen vorgehensweise bei sonetten (die mir eigentlich von selbst in die feder fließen), habe ich an diesem etwas gebastelt.
weil es ein alexandriner werden sollte, was es ja auch ist.
darum gefiel es mir selber eher nicht und lag lange in der schublade.
naja. ich stelle gerne mehr sonette ein, wenn ihr das gerne möchtet. ist es doch neben der satire mein lieblings-genre.
probiere mich aber auch aus. dazu wnsche ich mir dann gegebenefalls auch heftige kritik. nur so kann ich mich auch in der prosa weiter entwickeln. Bild :lach:
lg von koko
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